The Experimental Pop Band – The Tracksuit Triology (2001)

 

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„„Why Do You Have To Go Out With Him When You Could Go Out With Me“ ist einer der schönsten Titel der Brilliant Corners und der Welt überhaupt. Kein Schopenhauer, keine Leidmetaphysik, kein Schmerz, der verbrämt wird, indem man versucht, Sinnnektar aus ihm zu saugen. Nur die Frage: Wieso ist dieses Mädchen jetzt nicht hier? Das ist lang her, und der das sang, kommt aus Bristol, heißt Davey Woodward und ist nun Meistergeist der Band, die sich nach der legendären West Coast Pop Art Experimental Band benannte. Erstere hat hier nicht weniger als ihr Opus magnum vorgelegt. Mit Bläsern, Analog-Synthies, Spinett-Sounds, Orgeln und Trippigem entfaltet sich ein Kaleidoskop des zwar eklektizistischen Verquirlens, welches gleichwohl souverän an der Beliebigkeitsfalle vorbeisteuert und das bewahrt, was man so gern die eigene Handschrift nennt.

Disco Tex meets Beat Club meets Burt Bacharach embraces Jonathan Richman, und die Melange aus Coolness und Unsicherheit in seiner Stimme says hello to the less boring sides of Stereolab, zeigt Blur (anno ‘95, vor der Prätention) und Space, was eine Harke ist, klingt auch mal wie Velvet Underground im Portishead-Mix und, was dabei wie ein echtes Wunder klingt, endet dann nicht als Sieg der Cleverness beim Wer-kennt-sich-besser-in-der-Musikgeschichte-aus-Wettbewerb, sondern bricht dir das Herz, so dass es besser wäre, du hättest jemanden, der dir die Fragmentchen wieder zu einem funktionierenden Ganzen zusammenwachsen lässt und das Farnkraut der Liebe auflegt. Wenn das Budget nur für eine Platte reicht, dann seid weise und ersteht, bitte, diese. Und wenn die floppt, dann will ich Metzger werden oder mich neuen aufregenden Extremsportarten wie Rindfleisch-Eating zuwenden.“ (Quelle: http://www.intro.de/platten/kritiken/23027627)

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