The Cure – Seventeen Seconds (1980)

Als gäbe es nichts Neues auf dem Musikmarkt, kommt hier der nächste alte Schinken. Aber Leute: es ist ein wirklich grandioses Album, was The Cure 1980 veröffentlichten. Eigentlich bleibt mein Finger bei der Suche nach akustischem Schmaus selten im CD Regal bei The Cure hängen, Aber wenn ich unterwegs meine MP3s am Telefon per Zufallswiedergabe höre und dann und wann mal ein Song des Albums über die Kopfhörer an mein Gehör dringt, freue ich mich. Und dann darf auch das Album mal wieder über die heimische Anlage in ganzer Länge ertönen.

Schleppende Beats, Monotonie, emotionsloser und leidender Gesang in minimalistischen Klangwelten. Robert Smith soll vor der Veröffentlichung bereits gesagt haben, dass das Album richtig langweilig werden wird. Und doch, es schimmern Farben, es gibt Energien, es treibt da was an.

So wie Georges Seurat mit seinen Werken den Pointillismus in der Malerei prägte, haben The Cure mit Seventeen Seconds den Dark Wave/Gothic geprägt. Jeder Song dieses Zweitlings der Band ist was Besonderes. Mit „A Forest“ jedoch schafften The Cure zu Recht den Durchbruch: Fernsehauftritte, breiteres Publikum und internationale Beachtung. Und als ich jüngst eins meiner Fotos bearbeitete, kam mir sofort der Song in Erinnerung. Daher soll das Album heute und an dieser Stelle nochmal von mir gewürdigt werden. Reinhören. Die dunklere Jahreszeit steht vor der Tür.

Lars Kilian (2021) A Forest

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