The B-52’s – Funplex (2008)

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„In irgendeinem Schundblatt stand jüngst etwas davon, dass wohl kaum jemand auf ein neues Album der B-52’s wartet. Über derlei Blödsinn darf man nach dem Genuss des ersten Albums nach sage und schreibe 16 Jahren nurmehr müde lächeln.

Mit „Funplex“ erfinden die 52s sich und die Musikwelt ganz sicher nicht neu, aber durfte man ein derart starkes Partyalbum nach so langer Zeit erwarten? Sicher nicht.

Frisch wie kaum erwartet singen Kate Piersson und Cindy Wilson im liebgewonnenen Zweiergesang. Geradezu jugendlich und so, als wären sie nie weg gewesen, trällern die beiden eine wundervolle Harmonie nach der anderen ins Mikro.

Dass dabei der Sound der Scheibe um einige Nuancen rauer daher kommt als das im Vergleich dazu glattpolierte „Good Stuff“ von 1993, gereicht den ohnehin guten Songs nur zum Vorteil. Keith Strickland verleiht den Tracks mit seinem gewohnt detailverliebten Gitarrenspiel einige nette Ecken und Kanten.

„Pump it up – give it up – turn up the track“ fordert der Opener „Pump“. Und verdammich, wenn man ob dieses Befehls nicht sofort den Stand des Lautstärkereglers um einige Drehungen nach rechts korrigiert. Die 52’s starten ihre Rückkehr mit einem idealen Einstand. Als Uptempo-Brett im besten Sinne und eine Animation erster Kajüte für den Dancefloor hämmert der Beat gegen Ende gnadenlos straight, dass Widerstand wirklich zwecklos erscheint.

Die Formation aus Athens verweigert sich aber trotz Hochhaltens der alten Trademarks nicht der Moderne. „Love In The Year 3000“ – der Titel deutet es bereits an – kehrt die etwas technoidere und zukunftsorientiertere Seite der neuen B-52’s mit housigen Dance-Beats aus der Konserve und Soundeffekten hervor, die die bunte und spacige Bubblegum-Welt der Band musikalisch perfekt in Szene setzt. Lyrisch setzt „Funplex“ ebenfalls die Traditionen fort. Außerirdische Absurditäten geben sich mit seltsamen Bekanntschaften auf dem Tanzboden munter die Klinke in die Hand.

Nur eines wirkt etwas befremdlich, und zwar das schon fast als perfekt zu bezeichnende Äußere. Ich will mir nicht wirklich ausmalen, was an den Bildern auf Cover und Booklet noch echt und was von Bildbearbeitung herrührt. Eine erstaunlich schlanke Kate steht da, wo vor einiger Zeit noch Wuchtbrummenausmaße geherrscht haben. Egal.

Unterm Strich ist den B-52’s genau das gelungen, was man zwar erhoffen, aber keineswegs erwarten durfte: Sie retten ihren Sound ins neue Jahrtausend, ohne ihre Wurzeln zu verleugnen. Somit freuen wir uns doch einfach, dass eine der charmantesten Bands des Planeten endlich wieder dick im Geschäft ist. Rock Lobster!“ (http://www.laut.de/lautstark/cd-reviews/b/b_52s/funplex/index.htm)

http://theb52s.com/ – Offizielle Homepage


B52’s Funplex
Hochgeladen von Channel_Zero

2 Gedanken zu „The B-52’s – Funplex (2008)“

  1. oh mein gott -sie sind zurück. wie geil ist das denn??!! danke herr kilian, JETZT will ich DAS HIER zu ostern unterm strauch.

  2. Ja, sie sind zurück, und das gar nicht mal so schlecht – besser allemal als LoveShack seinerzeit 🙂 Party on! Klingt ja dann nach guten Ostern 🙂

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