Schlagwort-Archive: The Wedding Present

The Wedding Present – Bizarro (1989, 2003)

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„Gäbe es fünf Alben, die man mir bitte mit ins Grab legen solle, dann gehört sicherlich MBV’s „Loveless“ dazu, auch Smashing Pumpkins „Siamese dreaam“ wäre dabei, doch gefragt nach dem besten Gitarrenalbum ever fiele mir sofort, auch ohne Gehirn, „Bizarro“ ein, für mich DIE Platte der 90er. Was Gedge und Konsorten hier zum Besten geben ist 100% Gitarre, so laut, krachig und energiegeladen, halsbrecherisch und dahingebrettert, daß es einem glatt die Ohren weghaut. Alles wirkt ungeschliffen, kratzig und kantig, fast improvisiert, doch jede Zeile, jeder Akkord ist wohlakzentuiert, um die Wirkung dieser entfesselten Gitarren zu steigern. Höhepunkte: „Brassneck“, „No“, „Kennedy“ und „Bewitched“, und auch wenn fast gegen Ende „Take me, I’m Yours“ nach einem 7-minütigen Herunterballern ein-und derselben Akkordfolge mit einer Rückkopplung ausklingt, wünscht man sich, dies möge nie enden, weil es eben so gut ist.“ (http://www.amazon.de/Bizarro-Wedding-Present/dp/B000002NVI/ref=sr_1_2?ie=UTF8&s=music&qid=1196701209&sr=1-2)

The Wedding Present – Mini (1996)

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„Da sind dieser schnoddrig-widerspenstige Halbgesang, die beinahe zur Inkarnation des britischen Indi-Schrammelsounds zu zählenden Wirbelwindgitarren und das stets stoische, ambivalente Gesamtbild ihrer ganz eigenen Definition eines Popsongs. Egal ob mit einer schmachtenden Ballade oder mit dahingeworfener Uptempo-Melodik, die Songs von THE WEDDING PRESENT stehen immer für Zucker und Salz in unmittelbarer Folge oder, besser noch, im gleichen Moment. Auf ‚Mini‘ beschreiten sie in neun Songs und nicht einmal 27 Minuten alle Gemütszustände: catchy und kurzweilig wie eh und je, exzentrisch und von Mark E. Smith geprägt oder aber auch geradezu lieblich im Stile von STEREOLAB. Dabei widersetzen sie sich nach wie vor unprätentiös jeglicher Stil-Vereinnahmung. Wer hier nun ‚unzeitgemäß‘ mit ‚unnötig‘ gleichsetzt, dürfte diesem Album von vornherein keine Chance geben. Ein Album ohne schöne und böse Überraschungen, wie es sich vielleicht nur verkannte Koryphäen und Pioniere oder aber unbeirrte Einzelkämpfer und beste Verwandte von THE FALL leisten können.“ (Quelle: http://www.intro.de/platten/kritiken/23019623)