Schlagwort-Archive: Tech House

Kompakt Total 3 (2001)

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„Kompakt’s gradual and seemingly unending ascent continues with the third installment of the Total series; it’s their tightest, brightest compilation of experimental techno yet, continuing to blur — make that eliminate — the boundary between the dancefloor and the living room. Bookended by two of the label’s most melodic, emotional, and Detroit-influenced tracks (a good thing, no doubt), with Sascha Funke’s gorgeous „Drei Auf Drei“ as the opener and Closer Musik’s equally spectacular „Departures“ (why not „Deepartures“?) as the closer, the disc solidifies the notion that the best place to start with Kompakt is typically their latest release. Gathering some singles and some tracks, Total 3 also demonstrates how the Cologne label’s stable is continuing to throw pop into the mix with great results. M. Mayer’s „Hush Hush Baby“ looks like a Brill Building pop homage on paper but sounds like Kraftwerk throwing away their icy techno-pop detachment in favor of romantic, burpy warmth. Jurgen Paape’s „So Weit Wie Noch Nie“ and Superpitcher’s „Tomorrow“ also use vocals in a more-than-just-background fashion; the latter’s rainy-day spirit uses a simple line in a mantra-like fashion, managing to be evocative and uplifting. Most of the usual suspects also pitch in, including relative newcomer Ulf Lohmann, veteran Reinhard Voigt, and a surprise appearance from the always prickly sweet Modernist. And then there’s the trademark eye-popping graphic design, which practically dares listeners to cram the entire thing down their throats. (The track listing of the double-vinyl version differs significantly from this CD version, including contributions from Peter Grummich, Schaeben & Voss, and Dettinger.)“ (Andy Kellman) (http://www.cduniverse.com/search/xx/music/pid/6754212/a/Total+3.htm)

Deee-Lite – Sampladelic Relics & Dancefloor Oddities (1996)

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„Extravagant, grellbunt und plüschig-mondän wie die drei bisherigen Dee-Lite-Alben ist auch das Remix-Album des kosmopolitischen Sci-Fi-Dancefloor-Trios ausgefallen: Von raffiniertem Minimal-House mit Billig-Drummachine, Casio-Synthie und gesampleten Telefon-Wähl-Tönen über opulent-souligen High-Speed-Deep-House bis hin zu abgefahrenen Drum&Bass-Breakbeats reicht die musikalische Spanne auf den hier enthaltenen 19 Remixen. Außer den Dee-Lites selbst haben hier Mix-Genies wie der Detroit-Techno-Guru Carl Craig, Ian Pooley, Masters At Work (aka „Little“ Louie Vega & Kenny „Dope“ Gonzales) und der obligatorische Todd Terry mit Hand angelegt. Mit dieser Platte läßt die Dancefloor-Kreativ-Zelle Dee-Lite manch‘ gehypte House-Music-Größe ziemlich klein und unbedeutend aussehen!“ (http://schallplattenmann.de/a101212-Dee-Lite-Sampladelic-Relics-Dancefloor-Oddities.htm)

Anbei der must-see Dancefloor-Kracher „groove is in the heart“, der ein paar tolle Tanzschritte bereithält 🙂

Cobblestone Jazz – 23 Seconds (2007)

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„Elektronische Musik und Improvisation, da denkt man eher an experimentelles Geknirsche als an knackige, funky House-Tracks wie die des kanadischen Trios Cobblestone Jazz. Der Name ist jedoch irreführend. Holprig wie auf Kopfsteinpflaster klingt hier nichts, und abgesehen von einigen Inventionen am Rhodes-Piano werden die typischen Jazz-Klischees gekonnt umschifft. Trotzdem – so sagen Mathew Jonson, Danuel Tate und Tyger Dhula – sei ihre bevorzugte Arbeitsweise der gegenseitige musikalische Austausch in der Live-Situation. So viel zum Jazz.

Es ist wirklich erstaunlich, dass die Tracks am Stück aufgenommen und nicht am Computer gebastelt worden sein sollen, so dynamisch, treibend und gleichzeitig leicht klingt hier alles. Dhulas Hintergrund als DJ und Produzent, Jonsons Fähigkeit der Live-Programmierung analoger Retro-Synths wie dem Roland SH-101 und Tates Hintergrund als klassisch geschulter Jazz-Pianist verbinden Cobblestone Jazz zu einem sehr minimalen, konzentrierten Sound, der gleichzeitig aber voll von lebendiger Energie und unglaublichem Swing ist. Da ist nur konsequent, dass der zweite Teil der Doppel-CD ein Live-Mitschnitt ist, der das beeindruckende Potenzial dieses Trios unterstreicht.“ (http://www.intro.de/platten/kritiken/23044453/cobblestone-jazz-23-seconds)

http://www.cobblestonejazz.com/ – Offizielle Homepage

Cobblestone Jazz bei myspace

Swimmingpool – Good Old Music (2006)

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„Ob das erste Album nun Dub’n’Bass oder einfach Minimal Dub war, ist in der großen zeitlichen Distanz wohl inzwischen wurscht. Nachdem hier mit Michael Scheibenreiter und Stefan Schwander zwei am Zug sind, die niemand etwas beweisen müssen, kann sich das zweite Album getrost allen Affekten hingeben, wo das erste schon Höchstnoten abgeräumt hat. Diesmal ist Disco der Plan. Disco mal Minimal hoch Dub, das wird spannend, wenn es die Richtigen machen. Selbst wenn »I’m Thirtyfour« sich in die völlige Verbleepung verabschiedet, davor und danach geben die jeweiligen sicher ausreichend Gas und haben auch noch bedeutende Titel wie »Last Night«, wenn sie in genialer Groove-Simplifizierung dahinulken. Bei all dem »Wir-haben-sämtliche-Clubgeschichte-intus-und-setzen-noch-eins-drauf« bleibt bloß die Gefahr, völlig in Zeitlosigkeit und Schlaumeierei zu verdröseln. Aber dieses Restrisiko ist kalkulierbar, hier dominiert der Spaß am Witz, den man zwar schon kennt, den so aber trotzdem noch niemand erzählt hat.“ (http://www.skug.at/index.php?Art_ID=3828)

Unai – A Love Moderne (2006)

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„Das schwedische House-Projekt Unai dürfte nur noch Szene-Connaisseuren im Gedächtnis sein. Schließlich ist es bereits fünf Jahre her, seit das letzte Album erschienen ist. Nun lässt Erik Möller, der Kopf hinter Unai, wieder einmal aufhorchen. „A Love Modern“ heißt der aktuelle Longplayer, auf dem housige Grooves und waviger Charme zusammenkommen…

Eines fällt gleich beim ersten Hördurchgang auf: die 80er sind überall präsent auf „A Love Moderne“. Wer hier nun allerdings an Electroclash oder pfundigen Retro-Sound denkt, der liegt falsch. Unai sucht sich seine Referenzen in der Vergangenheit ganz gezielt, um sie dann in seine eigene Soundästhetik einfließen zu lassen. Platte Wiederauflagen alter Klassiker sind nicht die Sache von Möller. Ihm geht es um das Feeling in den Tracks.

Das borgt sich Unai bei den Bands der so genannten New Romantics. Human League, OMD und Depeche Mode sind die Namen, die hier fallen müssen. Als zusätzlicher Referenzpunkt schwingen die Pet Shop Boys mit. Unterlegt ist der melancholische Disco-Drive, der großen 80er Bands mit feinstens ausgearbeiteten Minimal-House-Grooves. „Heart Is To The Left“ oder „Lucky Bastards“ mögen als Paradebeispiele für das Soundverständnis von Unai herhalten.Eine gute Portion Glamour und Pop heben „A Love Modern“ positiv vom vorherrschenden und oftmals sehr geschlossen auftretenden Minimal-Allerlei ab…“ (http://www.laut.de/lautstark/cd-reviews/u/unai/a_love_moderne/index.htm)

Alex Under – Dispositivos de Mi Granja (2005)

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„Endlich ist es da, das Album von Alex Under, und tatsächlich schafft er es auch lässig einen solchen Flow in die pulsierenden Tracks zu bringen, dass ich bereit bin zu sagen, das ist das TechnoAlbum des Monats. Swingend, dicht, voller kleiner Spielerein die den Fluss aber nie unterbrechen, deepe Basslines zu Hauf und eine Athmosphäre, die einen nicht nur immer wieder dazu bringt, alles andere um sich herum zu vergessen, sondern dabei auch soviel gut gelaunt melodische Parts unterbringt, dass man aus dem Album geläutert und unglaublich gut gelaunt rauskommt.“ (http://www.de-bug.de/reviews/26133.html)

Mehr Infos zu Alex Under bei laut.de

Gui Boratto – Chromophobia (2006)

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„Traumhaft, das hat sich Gui Boratto wahrscheinlich im Kalender unter das Jahr 2006 geschrieben. Kein Wunder, schließlich hat der Brasilianer gleich mehrere erfolgreiche Releases auf dem Kölner Techno-Label Kompakt gelandet. Außerdem war er mit Veröffentlichungen auf den Labels Audiomatique, Harthouse und Plastic City präsent. Eine ziemliche Hypothek für das nun anstehende Debütalbum „Chromophobia“ möchte man meinen.

Doch Boratto lässt sich die südamerikanische Leichtigkeit so schnell nicht austreiben. Locker und dennoch entschlossen konsequent geht er seinen Weg. Dabei lässt er sich von seinem guten Lauf im vergangenen Jahr wenig beeindrucken. Kein einziger Track, der in der Vergangenheit bereits auf Vinyl releast wurde, hat die Hürde genommen und es auf „Chromophobia“ geschafft. Der Mann scheint auf die Qualität seiner neuen Produktionen zu vertrauen. …

Boratto hat keine Lust, Stückwerk zu betreiben. Er konzipiert „Chromophobia“ als eigenständiges Album, unabhängig von seinen bisherigen Maxi-Erfolgen. Und so kann die Scheibe ihre ganz eigene Spannung und Dramatik aufbauen – vom ersten bis zum letzten Track. Das heißt natürlich auch, dass Boratto das Tempo immer wieder rausnimmt. Neben Dancefloor-Nummern wie „Shebang“ oder „Terminal“ stehen deshalb ruhigere Tracks wie „Mr. Decay“ oder „Wonderful World“ mit seinen Vocal-Einlagen.

Gleichzeitig kommt in den Tracks von „Chromophobia“ der erfahrene Produzent Boratto zum Vorschein, der in der Vergangenheit schon mit Mano Chao oder Garth Brooks zusammen gearbeitet hat. Die Clubkultur bleibt zwar der wichtigste Bezugspunkt, in seinen Tracks schwingen aber auch Ideen mit, die darüber hinaus weisen. Boratto legt die Messlatte für das Technojahr 2007 hoch. Man darf gespannt sein, wer als erstes darüber springt.“ (http://www.laut.de/lautstark/cd-reviews/b/boratto_gui/chromophobia/index.htm)
http://www.guiboratto.com.br/ Homepage von Gui Boratto

Gui Boratto bei myspace

Saalschutz – Das Ist Nicht Mein Problem (2005)

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„Saalschutz haben Glück, dass sie nicht aus Berlin kommen. In Berlin hätte ich wohl kurz mal reingehört und M.T. Dancefloor und DJ Flumroc als Trendsurfer abgetan, als Langweiler, die schnell noch ein Stück vom NDW-Revival-Kuchen schnorren wollen. Saalschutz kommen aber aus Zürich, weswegen ich noch mal genauer hinhöre. Und feststelle, wie reflektiert, popbewusst, auch: wie lustig das Duo Stile und Vorbilder zur Einheit verschmilzt. Man hört Kraftwerk („Meine kleine Popmusik“), Prince („19, 9 und 90“), immer wieder auch rumpeligen Elektropunk („Ohne Saalschutz“). Interessant sind sie aber nicht als versierte Vergangenheitsbewältiger, sondern da, wo sie sich nur noch in Anführungszeichen denken lassen: „Leerer, inhaltsloser Ausdruck“ und „Diedrich Diederichsen“ funktionieren gleichzeitig als Antiintellektualismus und als fröhliches Bekenntnis zum hemmungslosen Verkopfen. Plötzlich geraten Saalschutz in die Nähe der Belanglosigkeit, plötzlich scheinen sie einem gelungenen Kalauer den Vorzug vor der inhaltlichen Schärfe zu geben. Man hört, wie weit sie von der Disco entfernt sind, wenn sie einen Discobesuch mit „Drumcomputer, Mikrofon, soziokulturelle Konstruktion“ beschreiben. Aber eine Zeile später formulieren sie die Sehnsucht nach der Rückkehr: „Heut‘ ist ein wundervoller Tag“. Und diese Sehnsucht macht die CD so schillernd, so campy, so großartig – jenseits aller Trends. (fis)“ (http://www.kulturnews.de/knde/index.php?id=4578&topic=platten&artist=Saalschutz&title=Das+ist+nicht+mein+Problem)

http://www.saalschutz.com/ – Homepage von Saalschutz

Saalschutz bei Wikipedia und myspace

Interview mit Saalschutz bei mainstage