Schlagwort-Archive: Folk

Noah And The Whale – The First Days Of Spring (2009)

Reinhören
Irgenwie irritiert der Titel, oder ist es schon zu lang her mit dem Frühling? Die Musik von Noah And The Whale ist sediert in einem See aus Melancholie. Sofort werden Erinnerungen an Sigur Rós wach. Hier und da gibt es Licht, dass immer wieder euphorisch aufscheint aber die Ruhe als solche nicht bricht oder brechen mag. Eigentlich müsste das Album für mich eher passend zur jetzigen Jahreszeit „Last Day Of Autumn“ heißen, mit dem goldenen Oktober und der sich anbahnenden rauheren Zeit mit Ofen, Kerzen und schwarz-weiss-Fotos vom letzten Sommer. Aber vielleicht ist das Album auch jahreszeitenlos schön. Allen zu empfehlen, die jetzt schon die dicken Socken rausgekramt haben und auf der Herdplatte eine heiße Schokolade zubereiten.

Offizielle Homepage

Wikipedia über Noah And The Whale

Noah And The Whale auf myspace und facebook

The First Days of Spring – A Film By Noah And The Whale from charlie fink on Vimeo.

Kings Of Convenience – Declaration Of Dependence (2009)

Hörprobe
Hach, passt ja irgendwie, grad jetzt (und wie immer etwas spät) wieder was schönes aus Norwegen zu berichten. Das dritte Album von Erlend Oye und Eirik Glambek Boe, auf welchem die beiden choral vor sich hin singend und summend mittels einfachster (zwei Akustikgitarren, eine Brise Geige und Klavier) aber sehr edel gespielter Instrumentierung ihre Abhängigkeitserklärung vorstellen. Und diese ist „ein ausgiebiger Sonnentanz. Eine Art letzte Hoffnung für all die Winterdepressiven, Piña-Colada-Schlürfer, Urlaubsverliebten und sonstigen Sonnenanbeter. Ein schwebender Gebetsteppich für einen Nachmittag auf der Sonnenliege, für ein wenig mehr Ultraviolett und – natürlich – Gemütlichkeit.“ (http://www.plattentests.de/rezi.php?show=6954) Klingt eigentlich langweilig, gerade wenn man auf kleine Aufgeregtheiten in der Musik steht. Aber es ist wohl die große Kunst, gerade mit solchen unauffälligen Perlen nicht übersehen zu werden. Im Gegenteil, unaufdringlich und damit stärker zu leuchten als vieles, was sich so im Musikversium breit macht. Und so kann man das Album einfach immer und überall durchhören und es flutscht einfach so durch die Gehörgänge. Aber – ohne dass man es merkt – zaubert es ein gutes Gefühl überall hin, wie der Sommerwind…

Wikipediaeintrag (engl.) zum Album

Kings of Convenience – Mrs. Cold from françois nemeta on Vimeo.

Eels – Beautiful Freak (1996)


Das 1996er Album der Kritikerlieblinge Eels zeigt, wie das Leben als Freak auszuhalten ist, die Schönheit jenseits des Normalen und die anderen Perspektiven auf die Welt, das Leben, Lieben und Leiden. Wieder eine Platte mit herausragenden Songs von E (vocals, guiter), Tommy (bass)und Butch (drums) und einem Cover, dass mich an so einen Gruselfilm der Nuller Jahre erinnert (wo sowas Eigenartiges aus dem Brunnen gekrabbelt kommt…). Ein Schmelztiegel verschiedener Genres und dennoch ein eigenes, warmes und atmosphärisches Gebräu. Mit Beautiful Freak liefern die Eels ein wirklich tolles und hörenswertes Album.


Eels – Novocaine for the Soul
Hochgeladen von FabCure. – Musikvideos, Sänger Interviews, Konzerte und mehr.

Mein Bildvbeitrag zumSong „Flower“

 

The Ukrainians – The Ukrainians (1990)

„This is the sort of music you see people dancing to in restaurants totally pissed out of their brains and contemplating brutal but caring sex with waiters with massive moustaches and furry boots. I ended up taking it to bed with me and now I’m going to have its children“ (NME) (http://www.the-ukrainians.com/a_ukrainians.html)

„Diese CD ist ein absolutes Meisterwerk. Die Ukrainians sind eine britische Band, die Rockmusik mit ukrainischem Folk vermischt. Das Ergebnis ist fantastisch: Speedfolk vom Allerfeinsten, niemals langweilig und immer wieder mitreissend. Ich empfehle diese CD allen, die mit der Musik von den Pogues, Fiddler’s Green, Paddy Goes To Holyhead, Loreena McKennitt oder den Schnittern etwas anfangen können.“ (http://www.amazon.de/review/R6IZ7CVIQCP5Q/ref=cm_cr_rdp_perm)

http://www.the-ukrainians.com/– Homepage von den Ukrainians

Weitere Hintergrundinfos liefert Wikipedia

The Ukrainians – Cherez Richku Cherez Hai. Live at Ashton Ukrainian Club, England. Sat 02 Dec 2006

Fanfare Ciocarlia – Baro Biao (1999)

Reinhören

„Wer dieses wilde Dutzend rumänischer Blasmusiker je einmal live erlebt hat, wird seine, durch jahrelange Musikbeschallung von westeuropäischen Umpa-Pah-Bierzelt-Musikern gefestigten Vorurteile schnell über Bord werfen. Dumpf ist hier gleich gar nichts. Die Fanfare Ciocarlia, das Blasorchester aus den Karpaten, kommt gewitzt und filigran, schnell, irrwitzig und schräg daher. Ob man sich nun auf dem zweiten, Baro Biao betitelten Album über Tango, Polka oder orientalische Weisen hermacht — die Lieder auf diesem alternativen Hochzeitsalbum (Baro Biao = Grosse Hochzeit) sind ein grosses Vergnügen. Neben den zu Recht hochgelobten Taraf De Haidouks sind Fanfare Ciocarlia die zweite grossartige World-Musik-Band aus Rumänien.“ (Quelle: http://www.phpbb2plus.de/shop/B00002DEG3/Baro_Biao.html)

Biografie zur Band auf laut.de