Schlagwort-Archive: Copyright

Copy.Right.Now!

Auf der Webseite  irights.info geht es um „Kreativität und Urheberrecht in der digitalen Welt“. Am 13.4.2010 wurde dort ein Plädoyer für zukunftstaugliches Urheberrecht veröffentlicht, welches in Zusammenarbeit mit der Heinrich Böll Stiftung entstanden ist. Das Plädoyer steht als pdf frei im Netz zur Verfügung (http://irights.info/blog/arbeit2.0/wp-content/uploads/2010/04/copyrightnow.pdf). In fast 20 Beiträgen und über 100 Seiten werden Gedanken zum geistigen Eigentum vorgestellt und disktuiert. Viellicht eine interessante Lektüre für alle schöpferisch Tätigen – und wer ist das schon nicht? Und die Fragen nach Urheberrecht sind älter als das Internt und Walter Benjamin. Wie die Webseite irights.info schön darstellt, waren schon im 16. Jahrhundert Plagiate gängige Praxis, was ich an den dort geführten Beispielen noch nicht wusste…

Das Werk darf übrigens kopiert werden 😉

Weitere Informationen unter http://irights.info/blog/arbeit2.0/2010/04/13/copy-right-now-pladoyers-fur-ein-zukunftstaugliches-urheberrecht/

knowledge base law

Gerade im digitalen Zeitalter lassen sich schnell, unkompliziert und verlustfrei verschiedenste Inhalte kopieren und verbreitern. Doch was erlaubt ist und wo die Grenzen des Legalen überschritten sind, ist oft nicht bekannt. Die knowledge base law versucht, mittels einer sehr einfachen Suchmaske die rechtlichen Besonderheiten für verschiedene Zielgruppen und sortiert nach Kategorien kurz und knapp zu erläutern. So erhält man entweder gleich die richtigen Hinweise oder wenigstens Verweise auf die Stellen, an denen mehr Informationen zu bekommen sind. Das ist nützlich z.B. für Lehrende, die nicht wissen, ob Sie für Schüler einen Text ins Netz stellen dürfen oder problemlos mit Audiodateien online agieren können, um nur zwei Bereiche zu skizzieren. Mehr unter: http://kb-law.info

Google Buchsuche – der Vergleich für Autoren – update 1.9.09

Google scannt seit geraumer Zeit (wissenschaftliche) Bücher ein und stellt diese im Netz zur Verfügung. Das das nicht ohne Konsequenzen bleibt, war abzusehen. So wurde eine Klage der „The Authors Guild, Inc., et al“ gegen Google angestrengt, die derzeit in Verhandlung steht. Google bot den Autoren einen außergerichtlichen Vergleich an.

Das ist auch für die Autoren in Deutschland von Bedeutung, da Google auch hier aktiv beim digitalisieren der Bücher ist. Die Autoren, so informierte auch die VG Wort, sollten sich in diesem Fall positionieren und entweder dem Vergleich beitreten oder dem Veröffentlichen der Bücher widersprechen.

Die Deadline war eigentlich Anfang Mai 2009, wurde aber verlängert.  Die Ansprüche können bequem und relativ schnell bei Google geltend gemacht werden. Hierzu einfach dem folgenden Link klicken: http://www.googlebooksettlement.com/r/home

Update

Wie ich aus einem Newsletter des Shaker-Verlags erfahren konnte, hat sich einiges in Bereich des Vergleichs zwischen Google und den Autoren getan. Ich zitiere an dieser Stelle mal den Newsletter:

1. Aufhebung des Google Book Settlements
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Wie in unserem letzten Newsletter berichtet
(http://newsletter.shaker.de/Register.asp?Modus=Archiv)
sollte am 7. Oktober der zwischen Google und amerikanischen
Autoren- und Verlegerverbänden getroffene Buchsuche-Vergleich,
der auch deutsche Autoren bzgl. ihrer Rechte in den USA
betroffen hätte, von einem New Yorker Gericht bestätigt werden.

In der vergangenen Woche hat nun das amerikanische
Justizministerium den zuständigen Richter aufgerufen,
die getroffene Vereinbarung abzulehnen. In ihrer
Stellungnahme äußerte die Behörde erhebliche Urheberrechts-
und Wettbewerbsbedenken. Sie forderte Google und die
amerikanische Buchbranche u.a. auf, stärker auf die
Belange ausländischer Autoren und Verleger einzugehen.

Die am Settlement beteiligten Parteien baten daraufhin
um eine Verschiebung der Anhörung, um die getroffene
Vereinbarung weiter ergänzen und überarbeiten zu können.
Dem entsprach das Gericht am Freitag, da der Vergleich
in der vorliegenden Form offensichtlich keine Gültigkeit
mehr besitze.

Zum jetzigen Zeitpunkt wird davon ausgegangen, dass eine
neue Einigung zwischen den Parteien erzielt werden kann.
Denkbar ist allerdings, dass europäische Urheber dann so
behandelt werden, als hätten sie dem Vergleich widersprochen,
womit eine genehmigungsfreie Nutzung von Volltexten
unterbunden wäre. Wir werden Sie zu gegebener Zeit über
die weitere Entwicklung im Fall Google informieren.

(Quelle: http://newsletter.shaker.de/Register.asp?Modus=Archiv)

E-Legal?

Internetnutzung und Urheberrecht – das ist seit einiger Zeit ein Streitthema in vielen Bereichen des Lebens. Und damit sind nicht nur Themen wie Filesharing etc. gemeint. Gerade wenn es in der Lehre um Fragen geht, wie beispielsweise: Welche Materialen darf ich problemlos verlinken? Auf welche darf ich zugreifen oder welche darf ich selbst ins Netz stellen, damit die Studierenden / Schüler damit arbeiten könen? wird es für viele spannden, da das Urheberrechtgesetz für Onlinematerialien jung, unbekannt und in Bewegung ist.

Ein Student hat mir netterweise den Linktipp mit dem schönen Titel: E-legal? zugeschickt, wo ein wenig Licht ins Dunkel kommt. Danke dafür! Auf der Seite stellen Mitarbeiter der Koordinierungsstelle für Neue Medien der Uni Freiburg Texte zusammen, die das Thema Urheberrecht und Internet betreffen. Ich hoffe, sie haben eine Erlaubnis dafür 🙂

Zum Webseite: http://www.newmedia.uni-freiburg.de/Elearning/recht?searchterm=recht

Praxisleitfaden „Rechtsfragen bei E-Learning“

„Im Hochschulbereich geht man bei der Verwendung von Inhalten aus dem Internet und in der Produktion von E-Learning-Modulen gerne davon aus, dass Texte, Inhalte, Fotos oder Filme frei verwendet werden dürfen, da ja die Zielgruppe begrenzt ist. Dass dem nicht so ist und viele Rechtsfragen bei der Nutzung und Weiterverwendung von Inhalten aus dem Internet beachtet werden müssen, erklärt Till Kreutzer, Rechtsanwalt in Hamburg und Experte für Rechtsfragen im Internet, im Interview auf podcampus.de. Ebenso sind Open Content und Open Source keine rechtsfreien Räume, sondern auch hier gelten besondere Nutzungsbedingungen, auf die Till Kreutzer eingeht.Till Kreutzer hat im Auftrag des Multimedia Kontor Hamburg einen Leitfaden „Rechtsfragen bei E-Learning“ erstellt. Dieser wurde unter einer Creative Commons Lizenz veröffentlicht und steht hier bereit zum kostenfreien Download“ (Quelle: Campus Innovation Newsletter vom 8.11.2007)

Edit 6.11.08

Wie der neue Newsletter von Campus Innovation (vom 5.11.08) informiert, gibt es eine überarbeitete Version des Leitfadens unter gleicher Adresse

Edit 11.7.09

Und wieder wurde der Leitfaden überarbeitet. Ich zitieren mal den Newsletter des Mulitmediakontor Hamburg: „In der letzten Anpassung im Juni 2009 wurde die Verlängerung des § 52a UrhG um weitere vier Jahre (bis Ende 2012), die im Dezember 2008 beschlossen wurde, berücksichtigt. Die Aktualisierungen erfolgten im Zusammenhang mit dem Projekt „Arbeit 2.0“, das das Urheberrechtsportal irights.info gemeinsam mit dem Hardware Medienkunstverein durchführt. Der aktualisierte Leitfaden ist als PDF zum kostenfreien Download verfügbar und steht unter einer Creative Commons Lizenz.“