SND – Stdio (2000)

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„Die Leerstellenklangdesigner von snd bringen auf ihrem zweiten Mille Plateaux-Album den abstrakten Präzisionston, die Auslassung und den Samtpfotenklackrhythmus in einem Raum zusammen, der diesmal gar keine Lufttrübung mehr kennt. Mit unzuordnerbaren Einzeltönen aus den abgelegensten Geheimarchiven der Festplatte wird in ökonomischer Radikalbeschränkung der delikateste Fingerspitzenfunk in einen verhaltenen Lauf gebracht, der bei aller Oberflächenbrillianz noch wärmer und lyrischer ein glasklares Ozeanien eröffnet. Dieser Käse hat fast nur Löcher, im Elfriede Jelinek-Style verkürzten Albumtitel „Stdio“ müsste neben dem u mindestens noch das i fehlen, um der Musik im Sprachbild zu entsprechen. Und dieser Käse hat keinen Geschmack und keinen Geruch, er ist aber das stärkste Tonikum für jeden, der die Abhängigkeit des Geistes vom Körper leugnet. Die Poesie von silbernen Tropfen auf strahlendweißem Hintergrund, Musik für magersüchtige Fin de Siècle-Hypersensibilisten.“ (http://www.de-bug.de/reviews/10266.html)

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