Schneider TM – Zoomer (2002)

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„Was sich schon auf seinem ersten Solo-Album andeutete, findet hier seine konsequente Weiterführung. Schneider, mit den Hip Young Things, Locust Fudge und Sharon Stoned einst einer der umtriebigsten Heroen des deutschen Indie-Rock-Kosmos, wandelt nunmehr auf elektronischen Pfaden. Die Gitarre taucht ab und an noch im Hintergrund auf, ansonsten herrschen die verwinkelten Beats, die von vielen Bleeps, Blonks, Clicks, Sirr und Feeps umrahmt werden. Bewahrt hat er sich seine Sensibilität für Popmelodien auf der Sonnenseite der Melancholie, die er auch hier wieder aus seiner eigenen Kehle tönen lässt. Zuweilen ein harter Kontrast, das eher sperrige musikalische Grundgerüst, geziert von zuckrigen Streichersounds und Gesangsmelodien. Nicht dass sowas nicht zusammengehen kann, aber mir knackt’s und knarzt es einfach zuviel. So erfreue ich mich daran, wenn dann gegen Ende in „999“ doch noch mal etwas auftaucht, was wie eine übersteuerte Gitarrenwand aus guten alten My Bloody Valentine-Zeiten klingt und das Gefrickel ein wenig übertönt.
Für hektische Heimwerker, die sich mit gelegentlichen Blicken durchs Küchenfenster an einem sonnigen Herbsttag erfreuen.“ (http://schallplattenmann.de/a109515-Schneider-TM-Zoomer.htm)

Weitere Rezensionen zur Platte bei musicOMH.comthemilkfactory.co.uk und popmatters.com

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