Phillip Boa & The Voodooclub – Faking To Blend In (2007)


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„Boa hat wieder ein Zuhause. Will meinen: Er ist nicht mehr DORT, sondern WIEDER DA.

Ein Umstand, der im Zusammenhang mit dem neuen Album des Herrn in der Tat derart relevant ist, dass man ihn dem Presse-Waschzettel nicht nur voranstellen, sondern auch noch mit einer Leerzeile unterstreichen muss – und den maßgeblich ein Mensch zu verantworten hat: Tobias Siebert.

Yep. Noch eine Leerzeile. Damit sie den Namen mal sacken lassen können. Um sich Gedanken zu machen. Darüber etwa, warum im Folgenden der Name Siebert vermutlich öfter auftauchen wird als der Name Boa. Die Erklärung liegt natürlich auf der Hand: Boa hat wieder ein Zuhause

(…)Auf „Faking To Blend In“ hofiert Boa niemanden mehr, außer sich selbst, und hat damit zu einer neuen Form jener Haltung zurückgefunden, die ihm die deutsche Presse anno dunnemals so gerne als Arroganz unterstellte (während er im englischsprachigem Ausland bedingungslos gefeiert wurde).

Alles ist wieder da, die tribalistischen Rhythmen, die sehnsüchtigen Melodien, die wiederborstigen Arrangements, der Clash zwischen Boas, dankenswerter Weise vollständig vom Hallschleier befreitem, Anti-Gesang und Pia Lunds Zuckerstimmchen: aber mittels einer handvoll einfühlsam umgesetzter Kniffe und Tricks ist es in seiner Gesamtheit vollständig in der Gegenwart angekommen: Siebert hat die markantesten Merkmale der Musik aufgegriffen, ausgebaut, abgespeckt, durch den Wolf seines Kreuzberger Studios gedreht und einem Update unterzogen: verzerrte Gitarren spielen nur noch die zweite Geige, im Mittelpunkt steht die Rhythmusgruppe, das treibende Schlagzeug und der Bass als Melodie-Instrument. Das rockt ohne zu rocken, ist deutlicher denn je das, was Boas Musik in ihren besten Momenten immer schon war, Pop, ohne dabei in Arrangement und Melodieführung auf essentielle Gesten des Widerstands zu verzichten.

Um das genau so hinzubekommen hat der Tausendsassa Siebert, die coole Sau, mal eben im Alleingang nahezu sämtliche Instrumente – Bässe, Keyboards, Gitarren – sowie die Backingvocals, der in den Temple Studios auf Malta von David Vella vorproduzierten Aufnahmen, neu eingespielt. Bis auf das Herzstück des Sounds, die Drums, die übernahm Delbo Drummer Flo – ebenfalls großer Boa-Fan.

Das Ergebnis ist ein Boa-Album wie es im Buche steht: voller Hits und Widerhaken, zum Mittanzen, Mitsingen, zum drüber Stolpern und kräftig dran Reiben.“ (http://phillip_boa.motor.de/kuenstler/phillip_boa/biografie)

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