Namosh – Moccatongue (2006)

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Namosh tritt vermutlich gegen Windmühlen an. Gar nicht mal so unbedingt mit der Musik, einer leicht holzigen Rock-Elektro-Variante, die in erster Linie den Teppich für Namoshs Bad-Taste-Show ausrollt. Als hätte einer die Stimme von Jamie Lidell mit Prince’scher Manieriertheit verbunden und noch eine fauchende Katze mit in den Topf geworfen, geht der zwischen süddeutschen Weinreben aufgewachsene frühere Pale-Music-Member auch auf “Moccatongue”, dem Album für Bungalow Records, so richtig ab – einerseits affirmativ zur hohlen Glam-Prankster-Scene, andererseits aber auch so bodenlos albern und durchgeknallt elektrisiert, dass es schon wieder gut ist.

Und mutig, irgendwie. Einen ziemlich prominenten Fan hat Namosh jedenfalls eingesammelt: Björk steht angeblich voll auf “Cold Cream”, das letztes Jahr als Maxi rauskam. Im zugehörigen Video fuhrwerkt Namosh – in aufgemalte Hosenträger gezwängt – auf einem Bauernhof herum, droht den Kühen augenrollend mit der Mistgabel und kotzt eimerweise Milch auf den Acker … Was tut man nicht so alles für die Aufmerksamkeit. Wäre Kinski nicht schon tot, könnte er ein Lied davon singen.“ (http://www.intro.de/platten/kritiken/23036270/namosh_moccatongue)

Namosh mit einigen Videos auf seiner myspace Seite

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