Lamb – Lamb (1997)

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„Es ist das hinterste, dunkelste, gleichsam am undurchdringlichsten mit Spinnweben verhangene Eckchen auf der Festplatte, in dem sich die Songs von Louise Rhodes und Andy Barlow eingenistet haben. Dort dräuen, einem virtuellen Kammerorchester gleich, die melancholischsten Klänge seit der Metamorphose des Dorian Gray. Zu Sound zerronnener Absinth tropft — verführerisch in seiner süchtig machenden Wirkung — von den zerklüfteten Tropfsteinen einer Tonlandschaft, über der wabernder Bodennebel hängt. Wenn das Leben im Lamb-Land eine Sage wäre, dann könnte man die Pole dieser Musik ganz radikal einteilen: Lou, die stets den gewissen Schlafzimmerblick in ihrer romantischen Stimme trägt, als eine ganz und gar dem Popsong ergebene Sängerin. Andy dagegen als hippes, danceorientiertes Clubkid, für den Tracks unter 20 Minuten Spieldauer nicht der Rede wert sind. Doch so leicht ist das Leben nicht. Es besteht vielmehr aus Kämpfen um Richtungen, aus Kerzen in verdunkelten Home-Studios, mit deren Hilfe Leben in computeresk zerklüftete Breakbeats gehaucht werden soll. Was zunächst aussichtslos erschien, gelingt: Lamb zaubern eine kammermusikalische Version der Clubgrooves auf ihr Debüt, vereinen Jungle-Rhythmen mit gezupften Kontrabässen, Sub-Sounds mit Streichquartetten und landeten mit „Cotton Wool“ einen Hit. –Björn Döring“  (http://www.amazon.de/Lamb/dp/B000001EOS)

Mehr Infos zur Gruppe bei Wikipedia und Laut.de

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