Knorkator – Es Werde Nicht (2011)

Ich nich… So prangt es gleich beim Öffnen des CD Covers, denn alle anderen haben die Luxus-Edition mit tollerem Cover, Live-DVD uvm. gekauft und haben nun mehr Respekt in ihrer Clique. Ich halt nicht. Macht auch nichts, denn: Es werde Nicht!

Knorkator, Deutschlands meiste Band der Welt, liefern mit diesem Album wieder ihr eigenes Brett ab. Größenwahn mit Clownsnase, melodiöser Trashrock und Falsett. Geht alles zusammen. Seitdem die Band ihre eigenen Fans verteufelt, mag auch ich sie aus unterschiedlichen Gründen – auch wegen dieses ersten Albums nach ihrer Trennung, mit dem Knorkator mit dem Aufhören offiziell wieder aufhörte. Selbst wenn das Album keine so besonderen Noten bei den Rezensionen einfuhr, finde ich es gelungen. Es ist etwas kompatibler für die Gehörgänge, der Gesang besser zu verstehen, es gibt Melodien und musikalische Abwechslung. Die Freude an wilden Coverversionen (z.B. Faster Harder Scooter), nun ja, die Band hat sie auf jeden Fall. Und die Erweiterung um Tim Tom, Sohn eines Bandmitglieds, bereichert auf neue Weise, wie man u.a. beim Kinderlied hören kann.

Ansonsten wird wieder viel bekichert (auch der Tod bekommt was ab), klare Ansagen gemacht (Nö), die Schuldfrage endgültig geklärt (Natürlich Du!), eine Einführung in die Theorie des Liedaufbaus gegeben (Refrain) usw. Eine bunte Palette von Themen, direkt aus dem Leben gegriffen, auf einem Album versammelt mit der Weisheit der alten Männer, die von der nächsten Generation unterstützt wird. Macht mir (und selbst der Familie) insgesamt Spaß.

Und meine gegen das Album langweilige Bildassoziation möchte ich natürlich auch allen zumuten. Denn: Es werde Nicht!

(C) Lars Kilian: Es Werde Nicht CC BY SA 3.0 DE

Und damit es klar ist: Du nich

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