Kim Hiorthoy – Melke (2002)

Die Musik des norwegischen Multitalents Kim Hiorthoy ist scheint mir nach der Suche des Vergangenen in der Zukunft zu sein. Mittels digitaler Instrumente schafft er verrauschte, irgendwie analog klingende Geschichten zu erzählen, die so klingen, als kämen sie direkt aus der Vergangenheit. Mich erinnern sie an Laurie Andersons Projekt der paranormalen Tonbanstimmen oder an die Szene(n) im Film Poltergeist, als mit Mary Ann über das TV in Kontakt getreten wird. Hall, Verzerrungen, vernuschelte Stimmfragmente und allerlei andere Artefakte, die Hiorthoy hier verdichtet. Er selbst gibt an, dass ihn seine Jugendliebe zu HipHop und später zu Mo’Wax, DJ Shadow und Krush aber auch Freejazz zu dieser Musik führte: „Man hat all diese Musik im Kopf und dann kopiert man.“ (http://de-bug.de/mag/3270.html).

Oder wie es bei gleicher Quelle so passend zusammengefasst wird: „Kopierkultur von der Basis der Erinnerung aus gedacht, mit einem frischen Interface, das die eigene Sperrigkeit bewahrt und dennoch für Ideen durchlässig macht.“

Evil House, Evil Day

Meine Bildassoziation zum Song „Evil House, Evil Day“

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