Goldie – Timeless (1995)


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„‚Don’t go near ‚Timeless‘ … it will take your soul out, take it on a fucking journey, and hand it back to you‘ (GOLDIE) ‚Timeless‘, das Titelstück und der Kern des Doppelalbums, ist im Prinzip eine 21 Minuten-Version von ‚Inner City Life‘, unterteilt in die Parts ‚Innercity Life‘, ‚Jah‘ und ‚Pressure‘ und geht in dieser dreigeteilten Form weit über alles hinaus, was ‚Innercity Life‘ und damit das authentischste Stück moderner Großstadtmusik jemals war. ‚Timeless‘ schraubt den UK-Breakbeat in eine nie dagewesene Dimension, sprengt alle mittlerweile vorgegebenen Rahmen, überspringt die Grenzen des Genres, ohne auch nur ein anderes wirklich zu berühren.

GOLDIE spielt mit Sounds wie ein Kind mit dem Feuer, und er läuft verdammt noch mal Gefahr, den ganzen Laden anzuzünden. Er schöpft die Möglichkeiten moderner Technologie bis zum Letzten aus und hat doch keine Hemmungen ob seiner Zielsetzung, die bis dato definitivste aller urbanen kontemporären Formen des musikalischen Ausdrucks zu finden, auf manuell erstellte Sounds zurückzugreifen. Der größte Teil der auf ‚Timeless‘ verwendeten Cubase-gesteuerten Rhythmen z. B. basiert auf im Studio live eingespielten Drumpattern. Überhaupt wurde, wann immer möglich, versucht, nur eigene Sounds zu samplen, um am Ende ein möglichst originäres Ergebnis zu bekommen. Das Ergebnis ist eine Platte, wie sie – auch dank Diane Charlemagnes essentiellem Gesang – soulfuller nicht sein könnte. GOLDIE nennt seine Musik ‚Inner-City Ghetto Music‘, und soulful meint hier nicht nur kräftig, stark, sondern brutal, denn die Seele der Großstadt ist der Kampf. In ihm zu überleben, ist das zentrale Thema des Albums. Auch ein Track, der diesen Kampf überleben will, muß hart sein. Die Tracks auf ‚Timeless‘ sind so hart, daß sie einen Club auch um 6 Uhr morgens noch zum Kochen bringen. Das ist die einzige Härte, die zählt, und die hat nichts mit harten Sounds, sondern einzig und allein mit Integrität zu tun.“ (http://www.intro.de/platten/kritiken/23018447/goldie_timeless)

Wikiepedia und Indiepedia zum Album
Das Video „Innercity Life“ bei youtube

4 Gedanken zu „Goldie – Timeless (1995)“

  1. … oh mann, da könnt ich nur heulen beim anhören. aber schön. … erinnert mich an baby D.
    hach was fand ich drum n bass lecker.

  2. Timeless… Innercity Life… Hymne! Die ganze CD verliert zwar nach dem Opener etwas, aber schon mal ein State-Of-The-Art des Drum’n’Bass. Definitiv. Die Mother-CD von Goldie mit dem 60 Minuten Teil ist aber auch ein Knaller! (Hörte mir heute die Deee-Lite Sampladelic im Auto an. Die hat auch ein paar tolle Kracher am Start.)

  3. … oh ja, hat sie. und ist schon wie ein sprung zurück in unsere „jüngeren“ jahre.
    und goldie – da frag ich mich jedesml zusätzlich, und sieh mir das nach, wie er diese zahnreihen hinbekommt. die KÖNNEN doch nicht fest sein.

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