Godspeed You! Black Emperor – Lift Your Skinny Fists Like Antennas To Heaven (2000)

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„Schicht um Schicht werden hier Bilder, Assoziationen und Abgründe freigelegt und wieder verschüttet. Zufällig finden sich Melodien und werden wieder und wieder wiederholt und verschwinden, verschwendet im Äther der Zeit. Ganz langsam entwickeln sich die Songs aus dem Nichts und mit einer monotonen Dynamik und Spannung erzeugen Gitarren und Schlagzeug und elektrisch verstärkte Violinen einen Sog, der einen durch Zeit und Raum wirbelt. Dann fällt wieder alles zusammen, die Violinen werden leidenschaftlich und die Gitarren erzählen die traurigsten Geschichten, die einen berühren und verwirren. Plötzlich erhellt ein Glockenspiel unsere Sinne und später tropfen ein paar Pianotöne scheinbar schwerelos im Raum. Es schlingert, mäandert und wirbelt und dann wieder bleibt die Zeit stehen. Solche Spannungsbögen kennt man nur vom Film. Und so ist diese Musik, als wenn Bertolucci, Wenders, Scorcese und Kubrick gemeinsam die Apocalypse verfilmt hätten. Ganz grosses Kopfkino voll mit vertonten Emotionen und Sehnsüchten. Dieses rätselhafte Doppelalbum mit seinen nur 4 Songs (je 20-25 Minuten) braucht einen geduldigen Hörer. Es sind Orchestrale Manöver in der der Dunkelheit. Es ist wie ein Remix von Wagner’s Tristan und Isolde, nur ohne Gesang. „In des Welt Atems wehendem All ertrinken, versinken, unbewußt, höchste Lust.““ (http://www.amazon.de/Lift-Your-Skinny-Fists-Like/dp/B00004ZC45/ref=sr_1_4?ie=UTF8&s=gateway&qid=1202727828&sr=8-4)

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