1. Einleitung

Ist schon ein paar Tage her, als ich beschlossen habe, mir mal Alaska genauer anzusehen. Mittlerweile sind 3 1/2 Jahre vergangen, in denen ich immer mal niederschreiben wollte, was ich so erlebt habe. Drei „Warums?“ beschäfigten mich zu Beginn der Zeilen, bevor ich anfange. Die will ich hier kurz klären:

1.“Warum Alaska?“

2.“Warum einen Reisebericht ins Netz stellen?“ und

3.“Warum erst jetzt einen Reisebericht?“

Das möchte ich vor den eigentlichen Schilderungen kurz klären.

1. Warum Alaska?

Es fing mit dem Entdecken der Alpen an. Berge, Schnee, oben unter den Wolken sein, das war was, bei dem mein Herz spürbar schneller schlug. Und so kam es, dass ich mich irgendwann auf einen „Ausflug“ nach Island wagte (vielleicht gibts dazu auch mal einen Bericht mit Bildern?). Dieser Urlaub entfachte in mir endgültig das Interesse für die etwas kargeren Landschaften, die roh da liegen und den Eindruck vermitteln, dass man ihnen nichts anhaben kann, sie den Besucher aber zum kompletten „Ausklinken“ herzlich (!) einladen. Die Gletscher und Vulkane, die Berge und Geröllwüsten aus Lava, der Wind, die Ruhe. Alles etwas anders, uriger und ruhiger. Und so schaute ich mal hier mal dort auf die Landkarte und merkte immer mehr: „Ja, Alaska, das wär mal was!“ Und aus dem Gedanken wurden schlussendlich Wünsche und die durfte ich mir verwirklichen. Mein Traum aus dem heimischen Wohnzimmer. Einmal quer durchs Land. Von Süden (Seward) nach Norden (Prudhoe Bay am Arktischen Ozean). Und, dort angekommen, Füsse ins Wasser halten und sagen: „Ich bin da!“ 🙂 Das war das Ziel und die Motivation.

2. „Warum einen Reisebericht ins Netz stellen?“

Aus meiner Motivation wurde eine immer stärkere Leidenschaft und ich las hier und da über das „Weite Land“, was angeblich die Übersetzung des Wortes Alaska bedeutet. Viele Vermutungen hatte ich über das Leben dort. Oft Vorstellung von eisigen Tagen, wilden Tieren, wenig Menschen usw. (manches stimmt wohl auch :)) Das bedeutete aber auch, die Reise sollte im Vorfeld etwas genauer geplant werden, zumal es sich abzeichnete , dass ich allein losziehe. Dabei fiel mir auf, dass die (wenigen) Berichte und Informationen, die ich von Alaska sammeln konnte, häufig sehr schmal oder fragwürdig waren (z.B. Marco Polo Reiseführer), andere meine geplante Nord-Süd Route nicht aufzeigten. Selbst bessere Reiseführer, die von sich behaupten, Alaska von A-Z zu beschreiben, starten irgendwo im Süden und enden meist in Fairbanks, also auf „halber Strecke“. Da fehlten doch tatsächlich die anderen spannenden Meilen bis zum Arktischen Ozean, ca 700 Meilen, wo keine Menschen mehr sind, die Natur widriger wird und die Versorgung auch etwas knapper. Und wie mir später ein Bewohner Alsaksa berichtete, fängt das eigentliche Alaska erst hinter Fairbanks an. So dachte ich mir, dass ich, wenn ich wieder zurück bin, einfach mal meine Erfahrungen ins Netz stelle, falls es Leute gibt, die auch auf der Suche nach Informationen sind und nichts finden.

3. Warum erst jetzt einen Reisebericht

Ja, 3 1/2 Jahre sind vorbei. Hin und wieder dachte ich an den Bericht, aber mich haben immer wieder die alltäglichen Dinge des Lebens wie Broterwerb und Freunde daran abgehalten, das kleine Schreibprojekt durchzuziehen. Nun, aufgrund von anderen Reiseberichten aus aller Welt, die ich jüngst im Netz fand bekam ich zum einen Lust und durch die jüngeren Alaskaberichte wurde ich bestätigt, dass es wenig Leute gibt, die den Sprung hinter Denali, Fairbanks und die Brooks Range beschreiben. Dann sollte ich also dochmal ran 🙂

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