Archiv der Kategorie: Pädagogik

Geeignet für den Schuldienst? – Uni Kassel entwickelt Beratungsangebot für alle Lehramtsstudenten

Wann ist ein Mann ein Mann? Sang mal Grönemeyer, glaub ich… Und wann ist ein Lehrer ein Lehrer? Die Uni Kassel führt ab dem dem Wintersemester ein Seminar mit dem Titel: „Psychosoziale Grundkompetenzen im Lehrerberuf“ für alle Lehramtsstudiumsstarter ein.  Hier sollen Selbstkompetenz, Handlungskompetenz, Sozialkompetenz und Systemkompetenz der Erstsemestler erhoben werden. Mehr unter: http://idw-online.de/pages/de/news244179

Lernen in Notebook-Klassen

Auf den Webseiten von schulen-ans-netz.de findet sich der Evaluationsbericht „Lernen in Notebook-Klassen. Endbericht zur Evaluation des Projekts „1000mal1000: Notebooks im Schulranzen““, der kostenlos zum download angeboten wird.

„Welche Bedingungen bestimmen den Erfolg eines Notebook-Projekts? Um diese Frage zu beantworten, hat Schulen ans Netz e. V. die Humboldt-Universität in Berlin beauftragt, die Implementation von Notebook-Klassen wissenschaftlich zu begleiten. Hierzu wurden 13 Schulen in Niedersachsen in die Evaluation einbezogen, die an dem Projekt „1000mal1000: Notebooks im Schulranzen“ der niedersächsischen Landesinitiative n-21 teilnehmen. Der vorliegende Bericht liefert eine detaillierte Projektanalyse und praktische Handlungsempfehlungen für alle diejenigen, die eine Einrichtung von Notebook-Klassen planen.


– Gesamter Endbericht zur Evaluation des Projekts „1000mal1000: Notebooks im Schulranzen“
– Auszug: Erkenntnisse aus der Evaluation des Projekts „1000mal1000: Notebooks im Schulranzen“

Lehrer: Im Studium wenig engagiert – im Beruf schnell überfordert

Wie der idw-Newsletter vom 21.1.08 informiert, wurde an der Johann Goethe Universität Frankfurt Main eine Studie über Studierverhalten und Karrieren im Lehrerberuf durchgeführt.

„Bereits nach den ersten vier Berufsjahren fühlen sich zehn Prozent der vom Bildungsforscher Prof. Dr. Udo Rauin befragten Lehrer stark überfordert. In der Längsschnittstudie, die der Wissenschaftler der Goethe-Universität jetzt im Wissenschaftsmagazin „Forschung Frankfurt“ vorstellt, wurden über 1000 Personen vom Studium bis zum Beruf begleitet und viermal zu ihrer Wahl und Eignung befragt. Drei Typen lassen sich nach dieser Untersuchung unterscheiden: Die „riskant Studierenden“, die 27 Prozent der Befragten ausmachen, schätzen ihre Befähigung von Beginn an sehr skeptisch ein; zum Kreis der „Engagierten“, die in allen Bereichen positive Werte erreichen, zählen knapp 38 Prozent; bei 35 Prozent überwiegen pragmatische Motive für die Berufswahl.“ (vgl. http://idw-online.de/pages/de/news243562)

Mehr zur Studie

Gewalt und Bullying an Schulen

Und noch ein Veranstaltungshinweis aus Mainz: Das Zentrum für Hochschul- und Bildungsforschung Mainz veranstaltet am 10. und 11.4.08 eine Tagung zum Thema: „Gewalt und Bullying an Schulen: Konzepte, Interventionsmöglichkeiten, Kontakte“

„Die zweitägige Tagung im Erbacher Hof in Mainz richtet sich an Wissenschaftler/innen, Lehrer/innen, Schulsozialarbeiter/innen, Pädagogen/innen, Mitarbeiter/innen von Beratungsstellen sowie Schulpsy-chologen/innen, die mit der zunehmend an Bedeutung gewinnenden Problematik der Gewalt und des Bullyings an deutschen Schulen in Berührung kommen, nach Informationen und konkreten Hilfestel-lungen suchen oder in diesem Bereich forschen.
Ziel der Tagung ist es, den Teilnehmern empirisch gesicherte, aktuelle Studienergebnisse sowie ein-schlägige Forschungsarbeiten zu diesem Thema vorzustellen. Die Abgrenzung zwischen Normalität und Pathologie wird herausgearbeitet und die verschiedenen Formen von Aggression über alltägliche schulische Rangeleien, Beziehungsaggression (wie Abwerten, schlecht Reden über jemanden) und schwere, pathologische Gewaltformen mit langdauernder Täter-Opfer-Beziehung wie „bullying“ wer-den dargestellt. Der Einfluss der Gleichaltrigen sowie die positiven und negativen Einflüsse der Me-dien stellen ein weiteres Themenspektrum der hochkarätigen Forscher/innen und Experten/innen dar, die als Referenten/innen geladen sind.“ Mehr Infos unter http://zope.verwaltung.uni-mainz.de/zbh/veranst/tagung.pdf

Die sechs Bereiche medienpädagogischer Kompetenz

„Neben Lesen, Schreiben und Rechnen gehört auch die Medienkompetenz mittlerweile zu den wichtigen Kulturtechniken. Je früher Kinder den Umgang mit Medien lernen, desto besser und verantwortungsvoller können sie die verschiedenen Medienangebote in ihrem späteren Leben nutzen.“ (http://bildungsklick.de/topic/medienkompetenz) Medienkompetentes Handeln gehört in der heutigen Welt nach Ansicht einiger (wie der eben zitierten Webseite) zu einer der Grundvoraussetzungen um das (Über)Leben in unserer Welt souverän zu meistern. So soll in Aus- und Weiterbildung Medienkompetenz an verschiedensten Stellen vermittelt werden. Diese Forderung ist beispielsweise in den bildungspolitischen Zielen verschiedener Länder (vgl. z.B. die Verwaltungsvorschrift „Medienkompetenzentwicklung an den Thüringer allgemein bildenden Schulen“ von 2004) aufgegangen. Aber was heißt Medienkompetenz und wie vermittelt man diese?

Auf learn:line, dem Bildungsserver von NRW findet sich in der Rubrik: „Portfolio Medien.Lehrerweiterbildung“ (betreut von Annemarie Hauf-Tulodziecki) eine Übersicht der sechs Bereiche medienpädagogischer Kompetenz. Neben einer knappen anschaulichen Darstellung der einzelnen Bereiche finden sich – und dass macht die Seite nochmal interessanter – praktische Beispiele aus den Bereichen Universität und Studienseminaren sowie auf entsprechende Moderationsmaterialien. Mehr auf http://www.learn-line.nrw.de/angebote/portfoliomedien/info/medienpaed.htm

eLearning-Anwendungspotentiale bei Beschäftigten

Auf teleturoren.net wurde ein Ergebnisbericht zur  o.g. Studie veröffentlich, die  im Jahr 2004 durchgeführt wurde.  Die Studie untersuchte das  Weiterbildungsverhalten, mit Fokus eLearning, bei den Lernern in Unternehmen auf Individualebene.

Dabei verfolgt die Studie 4 Ziele:

  • Ermittlung individueller Lerngewohnheiten sowie daraus abgeleitet Entwicklung einer Lerner-Typologie
  • Ermittlung von Ursachen für diese Lerngewohnheiten (z.B. Alter, Position im Unternehmen, Unternehmensgröße, aber auch Computerkompetenz)
  • Ermittlung der eLearning-Affinität (bisherige Nutzung oder Interesse an eLearning)
  • Ermittlung von eLearning-Lernformen, die zu den bisherigen Lerngewohnheiten passen

Die Studie liegt zum Download als pdf vor.

SEIS – Selbstevaluation in Schulen

Die Bertelsmann-Stiftung bietet auf der Seite http://www.das-macht-schule.de/ das für Schulen entwickelte Evaluationsintstrument SEIS (Selbstevaluation in Schulen) an. Dieses Instrument soll Schulleitungen und LehrerInnen helfen, „Schulentwicklungsprozesse mit Hilfe von Daten zu evaluieren und zu planen“ und „besteht aus einem international tragfähigen Qualitätsverständnis von guter Schule, aus Fragebögen zur Befragung von Schülern, Lehrern, Eltern, Ausbildern und sonstigen Mitarbeitern sowie einem vergleichenden Berichtswesen. Auf der Grundlage der Ergebnisse aus dem Schulbericht leiten die Schulen ihre Maßnahmenplanung ab und beginnen einen Qualitätsentwicklungsprozess. Schulentwicklung wird effizienter, systemischer und nachhaltiger!

Periodensystem der Visualisierung

Das PSE – Periodensystem der Elemente – sollte allgemein bekannt sein. Heute schickt mir ein Kollege einen Link zu einer Webseite, der ganz gut zu einem meiner Seminare passt: Das Periodensystem der Virtualisierung. Nach dem PSE – Muster aufgebaut gibt es – schön visualisiert – verschiedenste Informationen preis, wenn man mit der Maus über die einzelnen Visualisierungsformen fährt. Nette Idee – gut visualisiert. Ein Besuch loht sich. http://www.visual-literacy.org/periodic_table/periodic_table.html#

Selbstgesteuertes und Kooperatives Lernen mit Neuen Medien

Bei meinem Webspaziergang fand ich eine – wie ich meine – wirklich interessante Dissertation von Thomas J. Baros zu o.g. Thema aus dem Jahr 2004. Ich verweise an dieser Stelle mal drauf, da diese Arbeit nicht nur online zur Verfügung steht, sondern weil ich finde, dass der Autor wunderbare, verständliche Ausarbeitungen liefert zu einer Vielzahl von Themenfeldern, die mit Selbsteuerten und Kooperativen eLearning zusammen fallen. So werden u.a. didaktische und lerntheoretische Grundlagen erörtert sowie die Grundlagen computergestützen Lernens betrachtet. Besondere Themen wie Hypermedia, CSCL usw. werden ebenfalls in einem angemessenen Umfang vorgestellt. Die Arbeit selbst untersucht empirisch, und ich bitte bereits jetzt, diese knappe Zusammenfassung zu entschuldigen, welchen Mehrwert der Einsatz Neuer Medien im Lernprozess bietet.

Lernstile

Welcher Lerntyp bin ich? Wie gestaltet sich mein Lernprozess und wie kann ich demzufolge diesen besser und erfolgreicher gestalten? Bin ich Divergierer oder doch eher ein assimilativer Lerner? Oder bin ich der eher der visuelle Typ? Tja, dass sind Fragen, die wohl im Endeffekt nach der Möglichkeit suchen, schneller schlauer zu werden. In der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts wurden vermehrt sogenannte Lernstiltheorien verbreitet, die die Lerner in bestimmte Gruppen unterteilen. Die Hoffnung, sich in einer Gruppe zu verorten und dann dort die Hinweise zu bekommen, wie man am Besten lernt, sind natürlich groß. Auch die Pädagogik bedient sich der Modelle ganz gern mal. Aber: Was ist dran, an den Lernstilmodellen? Welche gibt es? Und taugen sie das, was Sie versprechen. Im Rahmen einer Seminarvorbereitung entdeckte ich wieder mal auf die Webseite von Werner Stangl, der für viele – insbesondere pädagogische – Fragen gute Informationen bereit hält auch hierfür einige gute Inhalte. Knackig zusammengefasst und referiert: Lernstile – was ist dran?