Yello – Claro Que Si (1981)

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„Im Studio von Boris Blank entstand nach dem noch etwas unbeholfenen Debut „Solid Pleasure“ (1980), das mit „Bostich“ und „Magneto“ trotzdem einige Highlights bietet, 1981 mit „Claro Que Si“ der zweite Longplayer der Schweizer. Und diese Scheibe ist für mich bis heute das signifikanteste Album von YELLO, obwohl es nur einen einzigen Hit beinhaltet, der später auf der Best Of-Compilation „Essential“ als solcher gewürdigt werden sollte. In seiner Gesamtheit jedoch überzeugt „Claro Que Si“ wie kaum ein zweites YELLO-Oeuvre und gewinnt trotz der noch etwas schwachbrüstigen Produktion bei jedem Hören. Die poppigen Strukturen späterer Tage sind in Songs wie „Daily Disco“ schon deutlich erkennbar, werden aber immer wieder mit überraschenden Soundeffekten und Breaks avantgardistisch und vor allem humorvoll durchbrochen.

„Claro Que Si“ ist eine unglaublich abwechslungsreiche und spielfreudige Platte, die in ungeschliffener Form viele der Ideen vorwegnimmt, die YELLO Jahre danach auch kommerziell haben erfolgreich werden lassen. Hier zeigen sich bereits alle Facetten und Spielarten der Schweizer Klangtüftler: „Homer Hossa“ schlägt in Richtung Worldmusic aus – ein Pfad, den später eher CARLOS PERON auf einigen seiner Solo-Alben weiter verfolgt hat. „She’s Got A Gun“, der definitive Höhepunkt, definiert schon den oftmals filmischen Charakter der Musik der Schweizer. Ebenso kommt in diesem Song Dieter Meiers Vorliebe zum Erzählen kleiner, marlow-esker (Kriminal-)Geschichtchen zum Vorschein…“ (http://www.einheitsschritt.de/r_yello_claro.html)

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