Think About Mutation – Virus (1997)

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„Vom Kreuzer herunter winkt „das große tam tam“, von Visions über Spex bis Intro – überall im Blätterwald hat sich der „Virus“ schon mehr oder weniger beliebt festgefressen. Auf NRJ 99,8 hat die 2. Singleauskopplung „Irregular“ eine ordentliche Rotation verpaßt bekommen, so daß man zumindest in L.E. mitlerweile denken könnte: „Man sind die Jungs fett im Rennen“! Doch ganz so schnell wie erhofft schießen ((tam)) dann doch nicht in den Pophimmel.
Es läuft zwar im Moment alles nach Motor-schem Plan (neues Label, ordentliche Produktionsbedingungen, fette Promotion, Januar-Tour als Support bei den Sisters of Mercy ausverkauft usw.), doch den Entry haben sie bisher „nur“ in die Alternative Charts geschafft. „Irregular“ war vor kurzem auf Platz 2 jener Charts und das Album „Virus“ ist auf der alternativen Chartleiter wohl auch kräftig am Klettern. Den großen Blumentopf, den ((tam)) schon gern hätte, kann man damit allerdings noch so richtig gewinnen, schließlich werden die Alternative Charts nicht durch Verkaufszahlen, sondern durch Empfehlungen von DJ’s und Rotations von Radiostationen ermittelt. Zu guter Letzt wurde dann auch noch das teuer produzierte Video zu „Irregular“ von Viva und MTV vorerst abgelehnt. (…)

Aber ich will den Teufel mal nicht gleich an die Wand malen. ((tam)) haben mit „Virus“ ihr bisher innovativstes und bestes Album abgeliefert.

Verdammt nochmal, wann habe ich je solche Hits von einer Leipziger Band gehöhrt? Seitdem ich die CD in den Händen halte, kann ich nicht behaupten, daß es in meinem CD-Player ernsthafte Konkurrenz zu ihr gibt!
Auf der Suche nach Songs mit Ohrwurmqualitäten werden dem Zuhöhrer hymnische Breakbeat-Knaller wie „Irregular“ oder Drum&Bass-mäßige Songs wie „Visions“ geboten. Auf diesem Album werden bösartige Gitarrenwände und monströse Härte mit housiger Happiness und Dancefloor-Verspieltheit verbunden, die bei dem Infizierten plötzlich aufkommende gute Laune hinterläßt, so daß man selbst bei absolutem Pisswetter der festen Überzeugung sein könnte, daß draußen die Sonne scheint. Coolness und Leichtigkeit machen sich breit – ein Gegenmittel wurde bisher noch nicht erfunden. Stellt sich nur noch die Frage, wann die große Epidemie ausbricht?“ (http://www.conne-island.de/nf/43/3.html)

Zeitgemäße Härte – Interview mit ((tam)) bei discover.de und noch eins bei mucke-und-mehr

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