The Velvet Underground – The Very Best Of (1992/2000)


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The Velvet Underground… …so einen Saurier, den ich hier zurück ans Tageslicht hole? Aber Ja! Es gibt Bands, oder besser Phänomene in der Musik- und auch Popgeschichte, die sicher lang über ihre Zeit hinaus Bestand haben. The Velvet Underground gehöhren meiner Meinung nach auf jeden Fall dazu. Schließlich sind sie wenn vielleicht nicht die Erste, dann doch eine der ersten Pop-Bands, auch wenn sie musikalisch nicht wirklich viel mit dem Popverständnis der heutigen Zeit zu tun haben. Pop wurden sie, weil sie von Andy Warhol gefördert wurden (ich glaub, nach The Velvet Underground förderte er noch „Curiousity Killed The Cat“, wo er sogar in einem Video auftritt). Und wer, wenn nicht Andy definierte den Pop? Zumal er mit zahlreichen Plattencovern für Rolling Stones, John Cale, John Lennon uvm. selbst die Musiklandschaft aufpoppte. Die Band selbst produzierte jedoch auch aus sich heraus einige Größen. Nico (1938-1988) erlangte ihrerzeit durchaus Berühmtheit als Sängerin, Schauspielerin und Model. Lou Reed (1942-2013) wirkte musikalisch bis in die 2000er Jahre. John Cale (*1942) ist als Artrocker bis heute aktiv und anerkannt.
The Velvet Underground trafen mit ihrer Musik interessanter kaum den Nerv der Zeit und blieben weitestgehend kommerziell erfolglos. Texte über Sadomasochismus (der Name der Band entstammt dem gleichnamigen Buch von M. Leigh, welches sich mit dem Sexualleben der amerikanischen Mittelschicht beschäftigt), Drogenexzesse oder Transvestiten waren wohl doch eine Nummer zu abgehoben… Vielleicht lag es auch daran, dass die Band die Zuhörer konsequent ignorierte und stets mit dem Rücken zum Publikum auftrat. Die Würdigung ihrer Arbeiten fand erst so recht nach der Auflösung der Band in den frühen 70ern statt.

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