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The Wedding Present – Valentina (2012, 2015)

Mit Valentina legen The Wedding Present das immerhin achte  oder neunte – je nach Zählung – Studioalbum vor, die seit 1985 vor sich hin musizieren. Als einstige Lieblinge von John Peel rotierten sie des öfteren auf seinen Sessions… Zu Recht! Denn The Wedding Present schaffen es, Rock und Pop zeitlos zu verbinden. Hymnische Melodien ohne bombast, clevere Arrangements, die luftig daherkommen ohne trivial zu sein und natürlich David Gedges Stimme, die Kraft und Wärme vereint. 

The Wedding Present – Hit Parade 2 (1993)

Gleiches Konzept, neue Songs, zweite CD. 1992 haben The Wedding Present jeden Monat eine Single veröffentlicht. Auf der Hit Parade 2 finden sich somit die Singles von Juli bis Dezember inklusive der B-Seiten, wobei die zwölf Songs jeweils zur Hälfte Eigenkompositionen und Coverversionen sind. Und auch wenn die Band seit Anbeginn nie eine Zugabe gespielt hat, muss man sie aufgrund ihres Gitarrenschrammelpops (lt. Indiepedia), der Melodienverliebtheit und der unglaublichen Stimmgewalt von David Gedge einfach lieben 🙂

The Wedding Present – The Complete Peel Sessions (2007)

Reinhören
Das hier ist ein Mamutwerk, entstanden in den Jahren 1986-2004, durch dass es sich erstmal durchzuarbeiten gehört. Sechs CDs, proppevoll mit eingespielten legendären Peel-Sessions von Wedding Present! Und dass The Wedding Present zu den Lieblingskindern von John Peel zählten, zeigt sich in der Tatsache, dass sie zwölf (!!!) Mal ins Studio eingeladen wurden, um eine Session abzuhalten.Insofern könnten sie schon als Hausband bei BBC gelistet werden (nur The Fall mit 23 Sessions und Ivor Cutler (20 Sessions) schafften meines Wissens mehr). Wobei eingeschränkt gesagt werden sollte, dass es sich bei drei Sessions, die hier aufgezeichnet wurden, ihr Alter Ego „The Ukrainians“ vorstellen.

Zusätlich gibt es einiges Live-Material obendrauf, u.a. den Auftritt von The Wedding Present auf John Peels 50sten Geburtstag, dem Phoenix Festival 1995 und , dem BBC Sound City Festival 1996 und dem Reading Festival aus dem gleichen Jahr. Das Material unterscheidet sich natürlich in der Aufnahmequalität von den Studioaufnahmen, aber Hardcorefans wird es freuen, ein paar Songs zu hören, die freier interpretiert wurden. 🙂

Musikalisch bewegent sich The Wedding Present selbstverständlich bei den Sessions auf gewohnt hohem Niveau und erfreuen mit feinstem Brit-Gitarren-Pop, der zumindest in unseren Breitengraten etwas abseits des Mainstreams liegt, aber für das gesamte Gengre wegbereitend war und ist.

Linkliste über alle eingespielten Peel-Sessions aub BBC

Infos zu The Wedding Present auf Indipedia

Noch ein paar Informationen zu John Peel auf Wikipedia

The Wedding Present – El Rey (2008)

Hörprobe
Es gibt Alben in meiner Sammlung, die ich gern übergehe, wenn ich durch die Augen durch das Regal schweifen lasse. Und hin und wieder wird so ein Album doch mal wieder aufgelegt – und überrascht mit seinem Sound. Und dann frag ich mich immer, warum ich diese Platte so selten höre… Bei El Rey kann ich es nicht sagen oder nicht fassen. Dieses Album macht alles richtig, was richtig gemacht werden soll und lässt alles aus, was vermieden werden soll.  Und dennoch! Liegt es daran, dass diese achte Platte der Britten die Erste NACH dem wohl unübertrefflichen Werk „Take Fountain“ ist?

El Rey beschäftigt sich in autobiografischer Weise mit der Trennung von Mastermind David Gedge von seiner Partnerin Sally Murrell, die ihn musikalisch schon bei Cinerama begleitete. Und man merkt dem Album an, dass Gedge es in Los Angeles aufgenommen hat, denn es ist trägt neben der abgehangenen Schwermut, die Wedding Present Stücken irgendwie immer anhaftet, Kraft und Energie, die man nur in sonnigen Gefilden sammeln kann. Sicherlich hat auch Steve Albini als Produzent seinen Beitrag für diesen Klang geleistet. Hörenswert allemal und wohl auch weiterhin eine Überraschung aus dem Plattenregal – passt ja, ist bald Ostern 🙂

The Wedding Present – Hit Parade 1 (1992)

Hörprobe
Ein Jahr lang monatlich eine Single herausbringen, dass war das Ziel von The Wedding Present 1992, was erfolgreich umgesetzt worden ist. Für viele, wie u.a. bekennender The Wedding Present Fan John Peel, war die Idee der monatlichen Single ein Highlight im Jahr 1992. Das Label RCA hingegen fand die Idee wohl zu Beginn nicht so lustig. Da The Wedding Present zur damaligen Zeit jedoch hoch im musikalischen Kurs stand, sie produzierten gerade das Album „Seamonsters“ mit Steve Albini, ging der Deal jedoch auf. Gut so! Da nicht alle in dieser Zeit (und auch heute) The Wedding Present kannten bzw. die eine odere andere Single nicht ergattern konnten, gabs im Anschluss noch zwei zusammenfassende Alben. Hit Parade 1 stellt eine Zusammenstellung von den ersten sechs veröffentlichten Singles dar.

Indiepedia über The Wedding Present

This Is Cinerama – This Is Cinerama (2000)

Hörprobe
„Zusammenstellung von Songs der ersten vier Singles. David Gedge, der Kopf von The Wedding Present, präsentiert eine Zusammenstellung von Songs der ersten vier Singles seines Seitenprojektes Cinerama. Ihr erstes Album veröffentlichten Cinerama 1998 mit „Va Va Voom“. Auf „This Is Cinerama“ gewann Gedge, der vom NME schon als „one of the most consistently brilliant songwriters in Britain“ gefeiert wurde, namhafte Gäste von The Church, Animals That Swim und The Delgados. Track 1 – 5 wurden auf der Single CD „Kerry Kerry“ veröffentlicht, Track 6 – 8 auf „Dance, Girl, Dance“, Track 9 – 10 auf „Pacific“, Track 11 – 13 auf „Manhattan“ und Track 14 auf der Compilation „Harpsichord 2000″.“ (http://www.libri.de/shop/action/productDetails/4179028/cinerama_this_is_cinerama.html;jsessionid=B5F99AD72E3152
C1DFD7A8978412BF2F.www03#produktbeschreibung)

Wikipedia mit einem Eintrag zur Band

The Wedding Present – Take Fountain (2005)

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Understatement

Daß es The Wedding Present wieder gibt, dürfte all denen ein freudiges Lächeln ins Gesicht zaubern, die die frühe Britpop-Blüte der späten Achtziger miterleben durften. Oder das umwerfende „Seamonsters“, dem Indiegott Steve Albini 1991 zur Unsterblichkeit verhalf. Oder mindestens die zielsichere Singles-Reihe von 1992, als jeden Monat eine neue Weddoes-7″ die Charts knackte. Was waren das damals für Ohrwürmer! „Kennedy“. „My favourite dress“. „Brassneck“. „Dalliance“. „Cattle and cane“. „Montreal“. Indie-Geschrammel vom Feinsten. Für die Nachgeborenen: Stellt Euch einfach vor, The Coral würden zusammen mit Interpol die Strokes covern.

Nun ist natürlich nicht alles, was hinkt, ein Vergleich, aber ein wenig Euphorie darf schon sein, wenn David Gedge und seine Mannen wieder die Gitarren sprechen lassen. Auch wenn auf „Take fountain“ wenig von dem Sturm und Drang der C-86 zu spüren ist. Gut abgehangen. Atmosphärisch tiefgründig. Beseelt melancholisch. Transparent und perlend. So klingen The Wedding Present 2005.

Schon das eindringliche Epos „Interstate 5“ weiß gleich zu Beginn zu begeistern. Aus dunkel schepperndem Moll entwickelt sich eine hypnotische Hymne. Und das ständige Crescendo gipfelt auf einem unerwarteten Plateau von Streichern, Surfgitarren und erhebenden Chorgesängen. Dann wuchert das gar nicht ruhige „Always the quiet one“ mit trockenen Harmonien, und die famose Single „I’m from further north than you“ lehnt sich im Wissen ihrer Stärken zurück. Ein grandioser Einstieg. Wenig später legt „Don’t touch that dial (Pacific northwest version)“ noch ein paar Pfund bittersüße Wucht nach. Wie da die Gitarren singen. Ach!

„Take fountain“ malt seine Bilder in angenehm herbstlichen Farben. Zwischenzeitlich gibt man sich gar erstaunt darüber, wie sehr Gedge mittlerweile wie der große Bruder von Chris Martin klingt. Das edle Pathos und die sanfte Resignation, die sich zwischen geschrubbten Gitarren und gedämpftem Druck entfalten, kennen die große Geste, deuten diese aber nur an. Statt mit melodischen Zaunpfählen zu winken, feilen The Wedding Present lieber an liebenswertem Lärm. Und auch wenn zwischendurch die eine oder andere Länge den ganz großen Genuß doch noch ein wenig schmälert, sollte man Gedge ein dickes Kompliment aussprechen: Das fluffige Projekt Cinerama einzumotten und wieder mit den Weddoes zu lärmen, war eine ganz vortreffliche Idee. (Oliver Ding)“ (http://www.plattentests.de/rezi.php?show=2773)

The Wedding Present – Tommy 1985-1987 (1997)

„Das Erstlingswerk der Gitarreros aus Leeds ist eigentlich gar keines, vielmehr besteht „Tommy“ aus einer Zusammenstellung von Songs bis dato veröffentlichter Singles und EP’s. Nichtsdestotrotz bilden die Songs ein gemeinsames Ganzes und es deutet sich hier an, was einige Jahre später auf „Bizarro“ zum Höhepunkt kommen sollte: Kraftvolles, treibendes Gitarrenspiel, welches den Songs mehr Power gibt, als so manches Schlagzeug ungleich „härterer“ Bands. Auf „Tommy“ sind die Gitarren noch etwas schrammelig, dafür aber in einer Geschwindigkeit gespielt, die zwangsläufig die Frage aufwirft: „Wie machen die das bloß ?????“, und so das Ganze sympatisch ungeschliffen und kantig machen. Trotz einfacher Songstrukturen und oft nicht mehr als drei Akkorden sind die Songs abwechslungsreich und David Gedge`s traumhafte Melodien machen „Go out and get`em boy!“, „Once more“ und „At the edge of the sea“ zu Gitarrenpop-Perlen allererster Güte.“ (http://www.amazon.de/review/R2OABCEGISBHHU/ref=cm_cr_rdp_perm)

WIkipedia und motor über The Wedding Present

The Wedding Present – George Best Plus (1987, 1997)

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„Wiederveröffentlichung des Klassikers. Exakt zehn Jahre und einen Tag nachdem The Wedding Present ihr Debütalbum „George Best“ herausbracht hatten, wurde es 1997 von Cooking Vinyl wiederveröffentlicht. Dem kompletten Album wurden neun Bonus­Tracks hinzugefügt, die damals nur als Singles erhältlich waren. Mit „George Best“ erhielten The Wedding Present 1987 endlich die Anerkennung, die sie verdienten. Dank David Gedges Songwriting wurde die Band eingereiht zwischen Namen wie Elvis Costello, Morrissey und Billy Bragg. Sie waren nicht länger nur die Band, die am schnellsten Gitarre spielt, sondern sie waren laut NME die Band, „die das Album des Jahres 1987 herausgebracht haben“. (http://www.indigo.de/unser_programm/titel/81534/)

„George „Georgie“ Best ist längst tot. Am 25. November 2005 starb der antrittsschnelle, dribbel- und schussstarke Flügelstürmer von Manchester United, der soviel mehr war als ein gewöhnlicher Fußballspieler, nach langjähriger Alkoholkrankheit. Best war schon während seiner sportlichen Laufbahn eine Popikone mit extravagantem Lebensstil. Er sagte Dinge wie: „Ich habe viel von meinem Geld für Alkohol, Weiber und schnelle Autos ausgegeben. Den Rest habe ich einfach verprasst.“ So war der Weg zum Rock’n‘ Roll zwangsläufig nicht sehr weit.

1987 benannten The Wedding Present aus Leeds ihr Debütalbum nach dem egozentrischen Nordiren und hievten ihn mit Trikot, Hose und Stutzen auf das grüne Plattencover, wodurch die LP quasi schon vorab dazu verdammt war, ein Klassiker zu werden. Und obwohl das Album seinerzeit nur Platz 47 der UK-Charts belegte, ist es mit seinen 12 Songs in rastlosen 40 Minuten tatsächlich ein Referenzwerk britischen Indierocks. Man müsste nur John Peel noch einmal dazu befragen können. Mit seiner Hitdichte ist ‚George Best‘ heute durchaus vergleichbar mit den Erstwürfen von Franz Ferdinand, Bloc Party, Maximo Park. Darum muss man es auch nicht verwerflich finden, wenn sich David Gedge ziemlich genau 20 Jahre nach dem Release als letztes Mitglied der damaligen Originalbesetzung mit dem Album auf nostalgischer Anniversary Tour befindet…“ (http://www.intro.de/live/nachlesen/23045226)

Wedding Present bei indiepedia

The Wedding Present – Bizarro (1989, 2003)

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„Gäbe es fünf Alben, die man mir bitte mit ins Grab legen solle, dann gehört sicherlich MBV’s „Loveless“ dazu, auch Smashing Pumpkins „Siamese dreaam“ wäre dabei, doch gefragt nach dem besten Gitarrenalbum ever fiele mir sofort, auch ohne Gehirn, „Bizarro“ ein, für mich DIE Platte der 90er. Was Gedge und Konsorten hier zum Besten geben ist 100% Gitarre, so laut, krachig und energiegeladen, halsbrecherisch und dahingebrettert, daß es einem glatt die Ohren weghaut. Alles wirkt ungeschliffen, kratzig und kantig, fast improvisiert, doch jede Zeile, jeder Akkord ist wohlakzentuiert, um die Wirkung dieser entfesselten Gitarren zu steigern. Höhepunkte: „Brassneck“, „No“, „Kennedy“ und „Bewitched“, und auch wenn fast gegen Ende „Take me, I’m Yours“ nach einem 7-minütigen Herunterballern ein-und derselben Akkordfolge mit einer Rückkopplung ausklingt, wünscht man sich, dies möge nie enden, weil es eben so gut ist.“ (http://www.amazon.de/Bizarro-Wedding-Present/dp/B000002NVI/ref=sr_1_2?ie=UTF8&s=music&qid=1196701209&sr=1-2)