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Sparklehorse – It’s A Wonderful Life (2001)

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Hm, eigenartig, über diese CD hier noch was zu Schreiben. Denn der Titel passt nun irgendwie gar nicht, hat sich Mark Linkous – Mastermind von Sparklehorse – doch 2010 von dieser Welt verabschiedet. Aber wer die Platte hört, der kann verstehen, warum das so ist. Neben aller Fragilität, den vielen zarten Tönen und Klängen die von der brüchigen Stimme von Linkous begleitet werden, schimmert neben Hoffnung auch der notwendige Hauch Morbidität, die wohl Linkous in sich trug. Und auch wenn diese Platte gern in das Genre der „melancholischen Herbstmusik“ einsortiert wird, kann man dazu auch wunderbar den Krokussen beim Wachsen zusehen. Das liegt vielleicht daran, dass gute Melodien eigentlich ganzjährig gehen… Ja, it is a wonderful life. R.I.P. Mark und danke für die Musik…

Sparklehorse – It’s a wonderful life (2) von titomor

Sparklehorse – Good Morning Spider (1998)

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„Homogen und kollektiv, wie’s hier im Klangbild auch erscheinen mag, verbirgt sich hinter SPARKLEHORSE dennoch nur eine Person, die aus Virginia / USA kommt, Mark Linkous heißt und ein rechter Kauz zu sein scheint. Vielleicht sogar genial. Und – ja, sicher ist diese Platte eine irgendwie ländlich inspirierte. „Come On“ oder „Hey Joe“ (keine Coverversion!) sind anrührende, fragile Songs, die uns [Achtung!], einer Spinne gleich, auflauern – den Hörer. Aber „Good Morning Spider“ ist keine Platte wie AIRs „Moon Safari“, zu der man seinem Partner / seiner Partnerin was in den Mund sagen könnte. Irgendwas lauert, latente Drohung, eindringlich geflüsterte Ankündigungen von Unheil, dahingegangenen Cousins, an die Tür klopfender Einsamkeit.“ (http://www.intro.de/platten/kritiken/23023617/sparklehorse_good_morning_spider)