Schlagwort-Archive: Soft Rock

Madrugada – Industrial Silence (2000)

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„“Madrugada“ ist der spanische Ausdruck für die Zeitspanne kurz vor Sonnenaufgang. Dichter Ruben Fuentes hat diese „Blaue Stunde“ lyrisch behandelt und auch Madrugada beziehen sich im Song „Strange Colour Blue“ darauf.

Alles ziemlich komisch, wenn man bedenkt, dass dieses Quartett nicht etwa aus dem spanisch sprechenden Raum kommt, sondern aus dem hohen Norwegen. Nix mit Fiesta Latina und dem ganzen Klimbim. Auf „Industrial Silence“ werden eher die ruhigen Töne angeschlagen und nicht nur einmal drängt sich der Vergleich zu Nick Cave auf. Die Harmonien fliessen ähnlich träge und Sänger Sivert Hoyem hat ein vergleichbares Timbre in der Stimme wie der Australier.

In Norwegen sind die vier mit dieser Platte wie Nils Holgersson an die Spitze der Charts gestürmt und wurden mit Jubelarien wie „beste Norwegische Rockplatten aller Zeiten“ bedacht….“ (http://www.laut.de/lautstark/cd-reviews/m/madrugada/industrial_silence/index.htm)

http://www.madrugada.de/ – Deutsche Fanpage

Brightblack Morning Light – Brightblack Morning Light (2006)

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„Magisch groovende Blues-Klänge in Zeitlupe.

Das US-amerikanische Kollektiv Brightblack Morning Light ist im Geiste verwandt mit anderen Neo-Hippie-Kauzen wie Devendra Banhart. Musikalisch aber geben sie auf ihrem faszinierenden Album dem Blues den Vorzug gegenüber Folk. Das äußert sich in hypnotischen Songs, die im momentanen Musikgeschehen ziemlich einzigartig dastehen. Man könnte ihre Musik versuchsweise Southern-Dub-Dub taufen. Sie besteht oft nur aus spartanischen Bassfiguren (die meist von einem Rhodes Piano stammen), ein, zwei Gitarrenriffs und sporadischen Zeitlupengrooves. In ihrer stoischen Ruhe und lässigen Funkyness entwickeln überlange Stücke wie „Everybody Daylight“ oder „Star Blanket River Child“ eine beinahe archaische Strahlkraft, der man sich nicht entziehen will. Die Power kommt immer aus dem Wissen um den Blues, der hier weder traditionalistisch nachgeahmt noch modern dekonstruiert wird, sondern einfach tief drinnen in allen Musikern und den Stimmen der beiden Sänger sitzt. Die Grooves wiederum erinnern daran, wohin TripHop idealerweise hätte hinführen können, aber im Gegensatz zu diesem brauchen Brightblack Morning Light keine Samples. Alles auf diesem Album ist handgemacht, passend zur spirituellen Erdung des Haufens, der sein kleines Meisterwerk dem „American Indian Movement“ widmet sowie allen, „die dem Pfad des Widerstands gegen das babylonische System folgen“. Wo darf man unterzeichnen?“ (http://www.now-on.at/kritiken.artikel.php?artikel=49)

Offizielle Homepage von BML – http://www.thebrightblackmorninglight.com/

BML bei myspace

Sade – Lovers Rock (2000)

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„Nach einer achtjährigen Pause melden sich Sade, der harte Kern ihrer Band und ebenso ihr langjähriger Produzent Mike Pela mit einer CD zurück, die auf verblüffende Weise ihre künstlerischen Fähigkeiten von neuem bestätigt und gleichzeitig eine solide gefühlvolle Sammlung darstellt. Das Beste, was man über Sade sagen kann, ist vielleicht, dass sie mit Lovers Rock genau da wieder loslegt, wo sie aufgehört hatte, was bedeutet, dass es hier keine coolen Beats, keine tollen zusätzlichen Künstler oder HipHop Auslesen zu hören gibt. Dies ist reine Sade-Musik, und bei der ersten Single „By Your Side“ gleitet sie auf sanften, kargen Country-Schwingen zurück ins Rampenlicht — und wiederum singt sie von der erlösenden Macht der Liebe. Natürlich weiß Sade, dass Liebe auch Leid bringen kann: Hören Sie einmal das Dub-gefärbte „Every Word“ an, und die Tränen des (Wieder-)Erkennens werden fließen. Lovers Rock ist entschieden weiblich, aber auch äußerst universell, ist erwachsener geworden aber nicht verhärmt, gehört zu den besten CDs des Jahres und markiert die Rückkehr eines echten Originals.“ (http://www.amazon.de/gp/product/B000050XNT/sr=1-2/qid=1196608579/ref=olp_product_details?ie=UTF8&me=&qid=1196608579&sr=1-2&seller=)

„Ihr cooler Bar-Soul passt auch ins neue Jahrhundert, die besinnlich-melancholischen Lieder allemal zur trüb-kalten Jahreszeit, und selbst für die Tanzfläche hat Sade etwas zu bieten, natürlich gewohnt sanft und relaxed – smooth.

Der Spiegel, der eine überraschend freundliche Kritik über „Lovers rock“ veröffentlichte, fasste das Comeback treffend zusammen: „Sade kehrt zurück, als wäre nichts gewesen. Und wie einen alten Freund empfängt man sie gerne wieder, ohne nachzutragen und nachzufragen. Allenfalls wundert man sich selbst, warum man sie so wenig vermisst hat.““ (http://www.cd-kritik.de/frameset/frset.htm?/kritiken/cd/sade-lor.htm)