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Sergej Auto – Musik, OK! (2002)

Hörprobe

„Gleich vorweg: the show must go on. Das Offenbacher Künstlerkollektiv SaasFee verkauft Illusionen, sei es mit seinen virtuellen Landschaften, 3D–Räumen und Animationen oder auch mit dem dazugehörigen Label (Superpop, Milch, Pink Elln). Die Vortäuschung von Raum und Materie erfolgt in einer Stringenz, die das moderne Gesetz der Virtualität verlangt. Aber dennoch: Klasse statt Masse. Sehr klasse ist auch das zweite Album des Schein-Tschechen Sergej Auto, der, rein hypothetisch, einen perfekten Soundtrack zu bekannten ostigen Trickfilmen hinlegen könnte, in mottigen Anzügen, schräg gestriegelt, plaziert in gedeckten Farben. Könnte.

Denn all das ist natürlich nur schöne Fantasie. Sergej heißt Malte und schwingt auf dem Cover des neuen Albums “Musik, Ok!” Pan-Tau-gleich den Regenschirm, nicht weil seine Natur es ihm gebietet, sondern weil’s der Musik gut zu Gesicht steht. Und die flirtet nebst Trickfilmmusik auch mit Techno, und zwar nicht unbedingt hintenrum… “Musik, Ok!” und “Bravo! Kta-3000” sind Hits und keine Retroismen, vielmehr geschickt modulierte Ahnungen von einer Zeit, die vielleicht schön war, von Orten, die schön sein könnten. Nassau oder Brno. Ist es da schön? Es könnte sein.“ (http://www.intro.de/platten/kritiken/23029339/sergej-auto-musik-ok)

http://www.sergejauto.com/ – Offizielle Homepage von Sergej Auto

Sergej Auto – Achtung Auto (2001)


Reinhören

„Das Experiment ist nicht unbekannt, aber immer noch ausgesprochen reizvoll: wie weit kann man sich entfernen von den herkömmlichen Popmusikinstrumentarien und -mechanismen und dennoch Popmusik machen? Recht konsequent macht sich Sergej Auto da ans Werk, der nicht nur versucht, sich von den Strukturen zu lösen, sondern auch neue Geräusche zu verwenden. Heraus kommt eine wunderschöne Melodie, ein durchaus tanzbarer Track und ein schöner Vibe – alles von Klangkörpern erzeugt, denen man bisher wohl keine besondere Bedeutung in der Popmusik zugemessen hat. Experiment gelungen, kann man da nur konstatieren. Und sich freuen, Zeuge desselben zu sein.“ (Quelle: http://www.intro.de/audiovideo/hoeren/23008971)

de:bug Rezension zur CD „Achtung Auto“, in welcher man noch glaubte, Sergej Auto wäre tschechicher Trickfilmkomponist 🙂

Auch omm.de Rezensiert „Achtung Auto“ mit Blick auf die vermeintliche Herkunft des Künstlers