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The Books – Lost And Safe (2005)

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Weihnachstzeit. Die Plätzchen sind gebacken und wohl schon fast von allen Tellern verzehrt… Und, waren sie lecker? Ich hoffe, doch! Wie die Plätzchen ein geschmackliches Gesamtvergnügen darstellen, die aus einer Vielzahl von Zutaten bestehen, von denen einige allein gar nicht schmecken würden, so ist die Musik von den Books zubreitet. Samples werden an- und übereinander geschichtet, Harmonien verbinden scheinbar zusammenhangsloses und Brüche überraschen die akustische Wahrnehmung, bevor es diese sich in Gefälligkeit breitmachen kann. Eine wirklich bemerkenswerte Gruppe, die nicht nur mit so vielen Sounds tüftelt und variiert, wie man es sonst von Matthew Herbert, Some More Crime oder Senor Coconut gewohnt ist. Zahllose, in die Soundstrukturen eingewobene Sprachfetzen – scheinbar entnommen aus Rundfunk- oder Filmsequenzen – führen mit sich oder dem Hörenden eigene bzw. eigenartige Dialoge. Dabei schaffen The Books trotz der ständigen Unruhe eine Wärme, wie sie mir von Lemonjelly, CocoRosie oder Notwist bekannt sind. Es ist eine unglaubliche Mixtur, die hier aufgefächert wird. „Experimental-Musik im Endstadium. Oder doch der Anfang einer neuen Sichtweise von Pop. Man hatte die Wahl“ (Quelle). Und ähnlich wie beim Essen der Kekse bleibt es jeder/m Einzelnen Überlassen, zu entscheiden, ob es schmeckt oder doch eine Brise zuviel Zimt genommen wurde… Aber probieren sollte man doch auf jeden Fall.

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Señor Coconut Y Su Conjunto – El Baile Aleman (2000)

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Endlich dreht sich auch dieses Album wieder auf dem Platten-/CD-Teller bei mir zu Hause. Meine Friseurin erinnerte mich daran, als wir über Musik sprachen und sie mich fragte, ob ich diese Kraftwerk-Songs im Cha-Cha-Cha-Rhythmus kennen würde… Na klar, Senior Coconut, das Alter Ego des in Chile lebenen Uwe Schmidt, der auch unter anderen Namen in der elektronischen Musik mitmischt.
Und mit Senor Coconut hat er einen Hype ausgelöst, der seinerzeit beachtlich war, wagte er es doch, mit diesem Album die unterkühlte, klare, berechnete und (scheinbar) emotionsfreie Musik von Kraftwerk in lateinamerikanische Rhythmen und Töne zu übertragen. Dabei mimt er als Senor Coconut den liebenswerten und etwas hilflosen Chilenen, der dem Englischen nicht besonders mächtig ist und nur versucht, sein Publikum zum Tanzen bringen zu wollen. Aber wenn er los legt, kommen die genauso perfekten Sounds, die einst Kraftwerk bekannt gemacht haben, aus den Boxen. Nur eben auf Cha-Cha-Cha, Rumba und Merengue. Inklusive der vielen kleinen Störungen, die wahrscheinlich nur die Kraftwerk-Kenner hören werden. Süß ist schon, dass eigene Adaptionen mit drin sind. Und so startet z.B. beim Song „Autobahn“ nicht ein überzüchteter Motor startend das Lied, sondern eine hörbar „alte Kiste“ will partout nicht loslaufen (mit dem Ergebnis, dass der vermeintliche Autofahrer schimpfend die Tür des Vehikels zuwirft und schimpfend geht). Und so passt das in unsere chilenische (Klischee)Welt. Es macht einfach nur Spaß! Und wie hieß es zu Recht in einem Magazin, als das Album rauskam (ich habe leider keine Quellenangabe mehr): „Die einzig konsequente Fortführung des Sounds von Kraftwerk.“


Senor Coocnut – Tour de France – MyVideo

Zum Vergleich: Das Original