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Impressionen vom „Melt! 2015“

Das Melt! 2015 liegt schon wieder einige Zeit zurück und mittlerweile bereitet man sich in Ferropolois, der Stadt aus Eisen, auf 2016 vor. Besser geschrieben, die Vorbereitungen scheinen so gut wie abgeschlossen, denn das Programm steht und der Kartenvorverkauf läuft. Höchste Zeit, endlich die Bilder vom letzten Jahr ein wenig aufzubereiten und zu zeigen, sozusagen ein paar (hoffentlich) optische Leckereien für all diejenigen anzubieten, die überlegen, ob sie sich das „Gipfeltreffen des guten Geschmacks“, wie man sich selbst betitelte (Quelle), antun wollen. Hier also eine kleine Auswahl an Impressionen, die die mächtige visuelle Kulisse zeigen, vor der sich interessante Künstler*innen präsentieren. Ich kann das Festival weiterhin nur empfehlen, auch wenn ich es dieses Jahr aus schönen und guten Gründen wohl selbst nicht schaffen werde, vor Ort zu sein. Also, macht nichts kaputt, ich möchte nochmal wiederkommen 🙂

Übringes: Unterwegs war ich mit sparsamer Fotoausrüstung. Ein Fisheye und eine Standard-Festbrennweite, gepaart mit meiner Olympus. Eine gute Ausrüstung, nicht nur für solche Veranstaltung.

Knorkator – Ich Hasse Musik (2003)


Reinhören

„Ich hasse halbe und ganze Noten
und auch die Pausen …. gehören verboten!

Ich hasse Beethoven und man kann sagen,
er selbst musste das ja nicht ertragen.

…Ich hasse Musik!…“

Wenn das mal keine Ansage einer Band ist! (übrigens: der gesamte Text des Liedes findet sich z.B. hier) Und weil sie wohl noch mehr als Musik sich selbst zu hassen scheinen, packen sie es, ein ganzes und noch dazu kreative-abwechslungsreiches Album auf die Beine zu stellen.

Schwer rockende Musik zu Texten über die allgemeinen Probleme der Erziehung des eigenen Nachwuchs oder dem mangelnden Selbstbewusstsein finden sich ebenso wie einige musikalisch „entspanntere“ Songs, die sich thematisch z.B. mit den Stilelementen der Musikgestaltung oder auch der Frage beschäftigen, wie weit es bis zum Horizont ist. Diese, fast schon romantische Frage, eingebettet in eine entsprechende musikalische Hülle, kann fast als pädagogisch wertvoll angesehen werden, da Knorkator hier mittels der Mathematik berechnen, wie weit es nun eigentlich bis zum Horizont ist (man höre uns sehe das nachfolgende Video). Genau diese Art der Musik macht Knorkator meiner Ansicht nach einzigartig 🙂 Aber damit nicht genug: Coverversionen von AC/DC  im neuen New-Orleans Jazz-Gewand oder von Aaliyah finden sich ebenso wie die Interpretation eines gregorianischen Chorals.

Ich zitiere eine Rezension bei laut: „Aus der Melange von Industrial-Metal, Keyboard-Sequenzen in allen Erscheinungsformen, harten Gitarrenriffs, klassischen Melodiebögen, polyphonem Gesang und einem nicht mehr messbaren Ausmaß an Abgedrehtheit ist jedenfalls ein grandioses Gesamtkunstwerk entstanden“ (Quelle)