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Radiohead – OK Computer (1997)

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Wer einem Sonnenaufgang die Aufmerksamkeit entgegenbringt, die diesem gebührt, wird sehen, dass er trotz seiner Alltäglichkeit nie identisch und mit ihm eine unbeschreibliche Komplexität verbunden ist. Dieser Gedanke kam mir heute beim Hören des immerhin schon 18 Jahre (!!!) gereiften Radiohead Albums „OK Computer“. Das Album verbrachte lange Zeit in einer Twilight-Zone meines Musikschranks und ich konnte mich nicht für oder dagegen entscheiden. Aber, nachdem ich mir die Zeit zum Zuhören nahm, entfaltete es mir einen unglaublichen Kosmos, den man wahrlich nicht alle Tage hören kann. Er erinnert mich an Konzeptalben von Pink Floyd, trägt die Melancholie, die sich Bright Eyes findet, hat die Kraft von Interpol und die Zuversicht von B.Fleischmann – um mal einige Assoziationen zusammen zu tragen… Es ist in der Tat ein sehr gelungenes Stück Musik, zu Recht mit dem Grammy Award for Best Alternative Music Album ausgezeichnet. Und so hat es sich nun doch in meinem Plattenschrank einen festen Platz reservieren können 🙂

Pink Floyd – The Wall (2CD) (1979)

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Meilensteine der Musikgeschichte. Heute: The Wall

Die 1979 erschienene Platte „The Wall“ nimmt wohl unstrittig eine ganz besondere Stellung in der Geschichte der Rockmusik ein.
Bereits zehn Jahre zuvor hatten The Who eine vollkommen neue Art der Rockmusikinszenierung entworfen. Mit ihrem Werk „Tommy“ war es ihnen gelungen, ein Album auf den Markt zu bringen, dass wie aus einem Stück gegossen war. Es beschäftigte sich vom Anfang bis zum Ende mit EINER Handlung. Die Lieder wurden von einem Konzept zusammengehalten und bildeten gemeinsam EIN Werk. Es war das erste Mal, dass so etwas wie eine Rockoper entstanden war.
Genau dies, nämlich das Erschaffen einer Rockoper, gelang Pink Floyd, beziehungsweise Roger Waters, mit „The Wall“ in vollendeter Form. Auch hier wird sich thematisch mit dem Erzählen einer einzigen Geschichte befasst. Musikalisch sieht das Ganze dann so aus, dass ein Stück zumeist nahtlos in das nächste übergeht und nur dort Pausen entstehen, wo sie inhaltlich erforderlich sind – wie in einer richtigen Oper also. Dem Komponisten Roger Waters ist dies auf solch eindrucksvolle Art und Weise gelungen, dass ich persönlich selten Lust habe, mir nur ein spezielles Lied des Albums anzuhören, sondern vielmehr meistens das Bedürfnis verspüre, das komplette Werk zu genießen. Das führt dazu, dass ich „The Wall“ nicht sehr oft höre. Wenn ich es aber dann tue, dann ist dies mit einem besonders intensiven Erleben der Musik verbunden, welches sich auch nicht abzunutzen droht.
„The Wall“ steht in der Form, in der es entstanden ist, schon relativ einsam auf weiter Flur da. Es gibt nur wenige Alben, die solch eine Wirkung und auch Bedeutung für die Rockmusik haben. Es ist tatsächlich ein waschechter Meilenstein der Musikgeschichte, und jeder halbwegs Interessierte sollte dieses Album besitzen.“ (http://www.amazon.de/review/R87ZMJDZWNB4D/ref=cm_cr_rdp_perm)

Interessanterweise gibt es den Film zur LP mittlerweile auch gratis im Netz zum ansehen.