Schlagwort-Archive: Phillip Boa

Phillip Boa And The Voodooclub – Hispañola (1990, remastered 2006)

Hörprobe

„Toni Visconti meets Boa. Keine Frage, dass bei der auf „Hispanola“ intensivierten Kollaboration des Star-Produzenten (T. Rex, David Bowie) mit dem großen Egomanen ein Meisterwerk herauskommen musste. Zwar haben nur wenige der Songs das Zeug zum Ohrwurm, die aber haben es in sich: „This Is Michael“, „I Don’t Need Your Summer“ und „Ernest Statue“ sind Monumente der deutschen Independent-Geschichte geworden. Keiner der anderen Titel muss sich dahinter verstecken. Das düstere „König Hedon“ beispielsweise ist mit seinen morbiden (deutschen) Zeilen eine Hommage an die Gothic-Fans, die Boa immer verehrt haben.
Wer heute verstehen will, was deutsche Indie-Musik Ende der 1980er ausgemacht hat, der muss „Hispanola“ hören. „Rocshee“ zeigt es paradigmatisch: Tradionelle Rock-Songstrukturen treffen auf jede Menge Töne, die sie immer wieder zerstören, dazu ein schreiender Boa und eine sanfte Pia Lund.
Die Bonus-Tracks sind interessant: vor allem die verquere Version von T. Rex‘ „Solid Gold Easy Action“ – Visconti sei Dank. In der Folge produzierte er Boa noch öfter. So erfrischend wie hier geriet die Zusammenarbeit nicht mehr. Auch die Hitparaden zeugten vom Erfolg Boas: „Hispanola“ erreichte Platz #14 der Albumcharts.“ (http://schallplattenmann.de/a114796-Phillip-Boa-Voodooclub-Hispanola.htm)

Wikipediaeintrag zu Phillip Boa

Phillip Boa And The Voodooclub – Boaphenia (1993, remastered 2011)

Hörprobe

„‚Love On Sale‘ wirkt wie ein Fortsetzungsroman von Container Love. Und Boa wie ‚der Bowie der Gegenwart‘, lobt dessen Ex-Produzent Tony Visconti. Kontinuität ist das eine, Konsequenz das andere. Die treibt der Dortmunder auf die Spitze. In der überbordenden Fülle der Stil- und Spielelemente, von Kindergarten-Pop über technologische Kapriolen bis zu Kitschelementen und Grunge-Gitarren, geht der Blick fürs Ganze doch nicht verloren. Von der Kultfigur zum wahrhaftigen Pop-Star ist’s da wahrlich nicht mehr weit. © Audio“ (http://www.amazon.de/gp/product/B00000AU0E?ie=UTF8&tag=philboaandthe-21&linkCode=xm2&camp=1638&creativeASIN=B00000AU0E)

„“Helios” (1991) und “Boaphenia”(1993), produziert u.a. von Tony Visconti (David Bowie, Morrissey….) und waren seinerzeit absolute Kritikerlieblinge mit Veroeffentlichungen in 12 verschiedenen Laendern. Die Zeitlosigkeit der Ideen und des Klangs ist verblueffend und der Beweis, wie weit Phillip Boa and the Voodooclub den anderen Pop/Rock/Indie/Alternativbands in Deutschland voraus waren…“ (http://www.vortex-club.de/programm/phillip-boa-the-voodooclub-spielen-heliosboaphenia/)

http://www.phillipboa.de/ Offizielle Webseite

Wikipedia über Phillip Boa

Phillip Boa & The Voodooclub – C 90 (2003)

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„Es ist Phillip Boas dreizehntes Album. Ein verdammt gutes Album. Gibt einem ein gutes Gefühl. Gleich beim Aufwachen. So schön das Helle und Dunkle mischend, ohne es dabei zu verwischen. “C 90” fordert nicht zu viel und nicht zu wenig von einem, nimmt einen spielerisch mit in eine nebelverhangene eigene Welt. Groovig, melodiös, ja, Phillip Boa ist back – obgleich er natürlich nie weg war. “C 90” klingt trotzdem nach einem neuen Aufbruch, angekündigt von seinem letzten, noisigeren Album “Red”. Der neue Aufbruch kommt, wie man hört, durch neue Inspirationen: da wäre zum einen die aktuelle Garde schmutziger New Yorker Rock’n’Roll-Bands, die allesamt die gleichen Punk- und New-Wave-Vorbilder haben wie Boa; und zum anderen gibt es neue Schutzpatronen: Lado-Boss Carol von Rautenkranz verlegt und berät Boa jetzt, und Michael Ilbert (Cardigans, Tocotronic-Produzent) hat produziert, und – hey, welche Überraschung – Pia Lund ist wieder am Start! Ihre hohe, sehnsüchtige Stimme schmiegt sich aber auch wie dafür geschaffen an die Songs an.

Zusammen mit der ewig sinistren Boa-Voice bekommen die zappelnden, knisternden ½-Popsongs eine eigentümliche, vergnügte Färbung. Geblieben ist die Fähigkeit, wichtige Weisheiten über das Musikgeschäft – und die damit verbundene Beschaffenheit des Mainstreams – mal so eben in perlende, aber nie seichte Popsongs zu packen. Wenn er etwa schnoddrig über die 24-Stunden-downloading-Youth singt oder in dem knalligen “It’s Not Punk, It’s Not New Wave Anymore” einen Zustand konstatiert, der gut ins ausklingende 80s-Revival passt. Und dann ist da noch dieser kurz angebundene, flirrende Song namens “Courtney Love Why Not”, worauf sich Boa fast weich und schutzlos mit der umstrittenen Grunge-Ikone auseinander setzt. Auch hierbei überrascht sein nach wie vor neugieriges Insistieren auf neuen Sichtweisen. Toll auch die gar nicht so augenzwinkernde, sondern ziemlich ernste Auseinandersetzung mit seinem eigenen Status als Musiker, der schon ewig und drei Sommer im Geschäft ist: “I’m an ex-½-popstar”, erklärt Phillip Boa, und da ist sie schon wieder: diese angenehme, nirgendwo anbiedernde Originalität, die das gesamte neue Album dieses deutschen Ausnahmemusikers auszeichnet. Phillip Boa – why not?“ (http://www.intro.de/platten/kritiken/23030611/philip-boa-the-voodooclub-c-90)

Phillip Boa And The Voodooclub – Diamonds Fall (2009)

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„Lord Have Mercy With The 1-Eyed! Mit der Durchschlagskraft eines Morrissey-Songtitels empfängt uns Phillip Boa in guter Tradition exakt zwei Jahre nach dem Vorgängerwerk. So mechanisch die Veröffentlichungszeiträume, so vielgestaltig die Songideen Boas.

Ob er selbst der um Gnade winselnde Einäugige ist, lässt er wie gewohnt offen. Aus kreativer Sicht ist dies eher unwahrscheinlich. Seit sich der Dortmunder wieder mit Gesangspartnerin Pia Lund versöhnt hat, sind fünf Voodooclub-Studioalben in zehn Jahren erschienen und das vorliegende sechste dürfte die Messlatte für alles Kommende noch ein Stückchen höher setzen.

Seinem Händchen für Opener bleibt der mittlerweile 46-jährige Indie-König von Deutschland mit „Diamonds Fall“ unerbittlich treu. Ein schnörkellos groovy programmierter Elektro-Beat bildet das monotone Grundgerüst, worauf sich Gitarre, Bass, Schlagzeug, Keyboard und schließlich des Meisters unnachahmlicher Sprechgesang legen, bevor Lunds Engelsstimme dem schönsten Refrain des Albums wie so oft den güldenen Qualitätssiegel aufdrückt.

Um nicht unbemerkt zum Einäugigen zu mutieren, suchte sich Boa über die Jahre immer wieder neue Mitstreiter, die seinen Sound frisch halten. Mit Produzent und Klez.e-Mann Tobias Siebert reüssierte bereits beim letzten Album „Faking To Blend In“ ein junger Wilder, der seinem Idol als kreativer Widerpart wertvolle Dienste erwies.

Auf „Diamonds Fall“ erwächst das Duo zum Dream Team. Noch ausgeklügelter und aufs Filigrane reduziert klangen Boa-Songs vielleicht noch nie. Mit der Requirierung von Can-Drummer Jaki Liebezeit erfüllte sich Boa überdies einen Kindheitstraum. Dessen Trademarks, das akzentuierte und perkussive Spiel, verleiht rhythmischen Songs wie „Fiat Topolino“ und vor allem „DJ Baron Cabdriver“ einen besonderen Charme.

Seine kompositorischen Trümpfe spielt Phillip Boa bereits seit geraumer Zeit in melancholischen Midtempo-Stücken aus. Um ähnlich ergreifende Ergebnisse wie „Valerien“, „The Race Is Over“ oder die erwähnte, geradezu sakrale Single „Lord Have Mercy With The 1-Eyed“ zu finden, muss man in der Boa-Diskographie allerdings weit zurückblättern.

Obwohl Boas Sound-Rezeptur nach 24 Jahren einem klar nachvollziehbaren Muster folgt, ist es nach wie vor schwer, seine Magie zu entschlüsseln. „Zurückhaltung ist oft besser als etwas Falsches darzustellen“.

Ob die Lebensweisheit der 2007 verstorbenen Hollywood-Darstellerin Jane Wyman auch als Credo des gezähmten Kultrockers durchgeht, können wir nur vermuten. Was er sie gerne fragen würde, verrät uns Boa aber im gleichnamigen, ausnahmsweise leicht zu deutenden Song.“ (http://www.laut.de/lautstark/cd-reviews/b/boa_the_voodooclub_phillip/diamonds_fall/index.htm)

Phillip Boa & The Voodooclub – Decadence & Isolation (2005)

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„“Making noise since 85“ – zwanzig Jahre Krach. Auch für Phillip Boa Zeit, um Revue passieren zu lassen. Sein Voodooclub lärmt spätestens seit der Wiederkehr von Pia Lund wieder auf Hochtouren, mit Moses Schneider sitzt ein weiterer Rückkehrer am Donnerbalken, und zur Feier des Tages hat Boas alter Kumpel Tim Renner ihn zu seinem neu aufgelegten Motor-Label zurückgelotst. Da sei dem Chef des Voodooclubs durchaus ein wenig Selbstbeweihräucherung erlaubt. Denn über die meisten anderen, die sich hierzulande als „großer Künstler“ bezeichnen, würde man lediglich lachen.

Boa aber ist zweifellos groß. Nicht nur körperlich. Weil er mit Konsequenz und Absicht liebevoll Erwartungshaltungen enttäuscht. Weil es ihm exkrementegal ist, daß man seine Melodien eher erahnt als erhört. Weil er niemandem in den Arsch klettert, sondern diesen höchstens mit den Füßen bearbeitet. Er ist ungehobelt, unverschämt und ungestüm. „Decadence and isolation“ sind ihm seit Jahr und Tag Ying und Yang, und die „Arschloch“-Rufer aus den ersten Reihen werden auch sein vierzehntes Album heiß und innig haßlieben.

Dabei ist die heftige Breitseite, die vor zwei Jahren mit „C90“ über die Zuhörer hereinbrach, hörbar abgeebbt. Poppiger und mal wieder beinahe zugänglich ist es geworden, was der Sturkopf da mit Hilfe der Produzenten Swen Meyer (Kettcar, Tomte) und Gordon Raphael (The Strokes) zusammengezimmert hat. Schon der Opener „Have you ever been afraid“ klimpert spinnert los, bis aufgedrehte Riffs das Kommando übernehmen und Boa in der üblichen Mischung aus Gemotze und Euphorie loslegt. Nur ein paar Sekunden später hat er seiner ewigen Sirene Pia schon wieder einen knuffigen Ohrwurm zusammengebausteinigt. Himmelschreiend.

Es sind immer nur ein paar Handgriffe, die der McGyver des Indiepops braucht, um stolpernden Krach zum perfekten Poprefrain umzuklappen. Und noch weniger, um den Song kurzerhand wieder zu zerlegen. Ganz wie damals zu Zeiten von „Hair“, „Boaphenia“ und „God“. Dieses Mal beispielsweise bei der polysacchariden Single „Burn all the flags“, dem klappernden Titelsong, dem Stroboskopleuchtfeuer „2 white moths and a black cat“ oder dem besinnlichen Davonflattern von „Intrigue and romance“. Ständig plärrt eine Orgel los, zicken die Gitarren herum oder kippt ein Drumset die Treppe herunter. Und Pias Melodien klimpern dazu aufreizend mit den Wimpern.

Die Art und Weise, wie Boa nicht nur in „21 years of insomnia“ Bilanz zieht, hat mit Altersweisheit soviel gemein wie Franz Ferdinand mit besoffenen Hooligans. Dafür könnte mancher Spätgeborene anmerken, all das arschwackelnde Gebratze ließe sich von eben jenen Briten inspirieren, die dem Indierock letztes Jahr endlich wieder Tanzbeine gemacht haben. Aber der alte Nörgler machte dieses Zeug schon zu Zeiten, als die Futureheads oder Bloc Party noch nicht mal in den Kindergarten durften. Durch Hype und Verachtung, ungerührt an Flop und Hit vorbei. Immer wieder gleich, immer wieder anders. Als wandelnder Widerspruch. Unschuld und Erotik. Arroganz und Zutraulichkeit. „Decadence and isolation“.“ (http://www.plattentests.de/rezi.php?show=3243))

Phillip Boa & The Voodooclub – Live! Exile On Valetta Street (1991)

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„“Live gewinnen die Songs an Energie und Ausdruck. Zudem sind die meisten Boa-Kompositionen relativ komplex, so dass man von tausendfachen Zuschauerchören, die debil mitgröhlen, weitgehend verschont bleibt. Zudem eine gute Mischung aus dubiosen Frühwerken und Songs, die Hits hätten werden können, wenn die Welt nicht so gemein wäre.“ (http://www.philipboa.de/release/album/liveexileonvallettastreet.html)

Genau sechs Wochen vor dem Mauerfall waren Phillip Boa und der Voodooclub zum ersten Mal für ein Konzert in der DDR. Aus zahlreichen Briefen und Hitparaden, die der Jugendradiosender DT64 erstellte, hatte man schon seit längerem erahnen können, wie beliebt die Gruppe dort war, doch das einzige DDR-Konzert war für die Band schlicht und ergreifend überwältigend. Thomas Zimmermann war es, der den Auftritt in der Ost-Berliner Werner-Seelenbinder-Halle organisiert hatte – und sechstausend Leute waren gekommen. Phillip Boa berichtet, daß dieses Konzert „der absolute Kult“ gewesen sei.“ (http://der-likedeeler.blogspot.com/2008/05/phillip-boa-and-vodoo-club-stealbanger.html)

Boa bei Wikipedia

Phillip Boa & The Voodooclub – Faking To Blend In (2007)


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„Boa hat wieder ein Zuhause. Will meinen: Er ist nicht mehr DORT, sondern WIEDER DA.

Ein Umstand, der im Zusammenhang mit dem neuen Album des Herrn in der Tat derart relevant ist, dass man ihn dem Presse-Waschzettel nicht nur voranstellen, sondern auch noch mit einer Leerzeile unterstreichen muss – und den maßgeblich ein Mensch zu verantworten hat: Tobias Siebert.

Yep. Noch eine Leerzeile. Damit sie den Namen mal sacken lassen können. Um sich Gedanken zu machen. Darüber etwa, warum im Folgenden der Name Siebert vermutlich öfter auftauchen wird als der Name Boa. Die Erklärung liegt natürlich auf der Hand: Boa hat wieder ein Zuhause

(…)Auf „Faking To Blend In“ hofiert Boa niemanden mehr, außer sich selbst, und hat damit zu einer neuen Form jener Haltung zurückgefunden, die ihm die deutsche Presse anno dunnemals so gerne als Arroganz unterstellte (während er im englischsprachigem Ausland bedingungslos gefeiert wurde).

Alles ist wieder da, die tribalistischen Rhythmen, die sehnsüchtigen Melodien, die wiederborstigen Arrangements, der Clash zwischen Boas, dankenswerter Weise vollständig vom Hallschleier befreitem, Anti-Gesang und Pia Lunds Zuckerstimmchen: aber mittels einer handvoll einfühlsam umgesetzter Kniffe und Tricks ist es in seiner Gesamtheit vollständig in der Gegenwart angekommen: Siebert hat die markantesten Merkmale der Musik aufgegriffen, ausgebaut, abgespeckt, durch den Wolf seines Kreuzberger Studios gedreht und einem Update unterzogen: verzerrte Gitarren spielen nur noch die zweite Geige, im Mittelpunkt steht die Rhythmusgruppe, das treibende Schlagzeug und der Bass als Melodie-Instrument. Das rockt ohne zu rocken, ist deutlicher denn je das, was Boas Musik in ihren besten Momenten immer schon war, Pop, ohne dabei in Arrangement und Melodieführung auf essentielle Gesten des Widerstands zu verzichten.

Um das genau so hinzubekommen hat der Tausendsassa Siebert, die coole Sau, mal eben im Alleingang nahezu sämtliche Instrumente – Bässe, Keyboards, Gitarren – sowie die Backingvocals, der in den Temple Studios auf Malta von David Vella vorproduzierten Aufnahmen, neu eingespielt. Bis auf das Herzstück des Sounds, die Drums, die übernahm Delbo Drummer Flo – ebenfalls großer Boa-Fan.

Das Ergebnis ist ein Boa-Album wie es im Buche steht: voller Hits und Widerhaken, zum Mittanzen, Mitsingen, zum drüber Stolpern und kräftig dran Reiben.“ (http://phillip_boa.motor.de/kuenstler/phillip_boa/biografie)

mehr auf boastuff.de

Phillip Boa And The Voodooclub – My Private War (2000)

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„Boa is back! Und das in einer lange nicht von ihm gehörten Höchstform. Offensichtlich hat ihm sein „private war“ ganz gut getan. Ruhig und abgeklärt wirkt es, wenn die Songs, getragen von seiner tiefen Stimme, aus den Boxen strömen. Beinahe ein bisschen altersweise möchte man meinen; im positiven Sinne. „My Private War“ ist das Album eines Mannes, der mit sich und seiner Welt im Reinen ist und niemandem mehr etwas zu beweisen sucht. Ein echter Glücksfall. Kein Wunder, dass die Platte nur so vor inspirierter Spielfreude und der innigen Liebe zur melodischen Harmonie strotzt und an die Unbekümmertheit früherer Tage erinnert.

Neben schnellen Rockstücken wie dem poppigen „So What“, der ersten Singleauskopplung, die vom treibenden, boa-typischen Gitarre-und-Beat-Mix lebt, sind es vor allem die ruhigeren Stücke mit ihrer sorgfältig komponierten, häufig zweistimmigen Melodieführung, die für Verzückung sorgen. Wesentlichen Anteil daran hat die zerbrechliche Stimme von Alison Galea, die vielen Songs ein subtiles Moment der Spannung und gleichzeitigen Erlösung einhaucht. Am deutlichsten wird dies wohl beim leicht, fast schwerelos durch die Luft gleitenden „Rome in the Rain“. Raum und Zeit sind hier nicht mehr wichtig, was zählt ist einzig das harmonische Moment im Jetzt. So gut war Phillip Boa vielleicht noch nie.

Umso bemerkenswerter ist es, dass „My Private War“ trotz der hohen Messlatte, die sich Phillip Boa selbst gesetzt hat, keinen einzigen Ausrutscher enthält. Ganz im Gegenteil. „Pass Me A Lily“, „Great American Diner“ oder „In Freudian Underwear“ schreiben die Geschichte dort fort, wo „Rome In The Rain“ sie offen liess und machen „My Private War“ zum besten Boa-Album.

Und auch die Frage nach dem diesjährigen Urlaubsziel ist nach dieser Platte beantwortet: „Take me to Rome in the Rain; have some of the best days in our lives“. (http://www.laut.de/lautstark/cd-reviews/b/boa_phillip/my_private_war/index.htm)

Weitere Rezensionen bei dooyoo.de, ciao.de und dem Schallplattenmann

Philip Boa And The Voodooclub – Hair (1989/remasterd 2006)

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„Produktionstechnisch hatte man dazu gelernt, Boa und sein Zauberclub holten nun zum großen Wurf aus und produzierten das Nachfolger Album gleich mit 4 verschiedenen Produzenten in 5 Londoner Studios. Tony Visconti, Nigel Walker, Jay Burnett und Tony Taverner waren angetreten, um eines der herausragenden Alben von Phillip Boa zu produzieren. Die stilistische Vielfalt kannte nun aboslut keine Schubladen mehr und somit entstand ein skurilles Höllengemisch, beim dem man nie wußte was hinter der nächsten Ecke auf einen lauterte – Rock, Pop, Folk, Polka, Tango, Marsch, Avantgarde oder Heay Metal – experimentieller Neuzeit-Rock ohne Grenzen, genialer Artificial-Sound für Individualisten.

Nebenbei bietet das Album mit Container love einen der bekantesten und erfolgreichsten Boa Songs auf. Weitere Meilensteine sind durch Albert is a headbanger, Fine art in silver und Annie flies the love-bomber vertreten. Als Bonustracks sind die bereits auf der damaligen limitierten Erstauflage vorhandenen Stücke ebenso vertreten wie 3 Song Mixes von Eroc. Dazu gibt es mit Richard on milk noch eine äußerst gelungene B-Seite und mit I’m waiting for my man eine tranceartig monotone Lou Reed Coverversion.“ (Quelle: http://www.amazon.de/gp/cdp/member-reviews/A3FW9DQP41N6BA?ie=UTF8&sort_by=MostRecentReview)

http://www.philipboa.de – Homepage von Philip BoaPhillip

Boa bei Myspace: http://www.myspace.com/phillipboaandthevoodooclub

Eintrag im GermanRockLexikon: http://www.germanrock.de/b/boa_philipp/

Informationen zu Phillip Boa bei MotorMusic: http://phillip_boa.motor.de/suche/kuenstler/Phillip+Boa

Wikipediaeintrag http://de.wikipedia.org/wiki/Phillip_Boa

Künstlerportrait, Discografie uvm: http://www.laut.de/wortlaut/artists/b/boa_phillip/biographie/index.htm

Philip Boa And The Voodooclub – God (1994)

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„God, die Voodooclubscheibe ist musikalisch gewohnt gefühlvoll arrangiert, was immer zu einem Großteil der betörenden Stimme Pias zu verdanken ist, aber auch an Boa eigenen Songstrukturen liegt, die wir mittlerweile ja alle so lieben.“ (http://www.philipboa.de/release/album/god.html)

http://www.philipboa.de – Homepage von Philip BoaPhillip

Boa bei Myspace: http://www.myspace.com/phillipboaandthevoodooclub

Eintrag im GermanRockLexikon: http://www.germanrock.de/b/boa_philipp/

Informationen zu Phillip Boa bei MotorMusic: http://phillip_boa.motor.de/suche/kuenstler/Phillip+Boa

Wikipediaeintrag http://de.wikipedia.org/wiki/Phillip_Boa

Künstlerportrait, Discografie uvm: http://www.laut.de/wortlaut/artists/b/boa_phillip/biographie/index.htm