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Nicolette – Let No-One Live Rent Free In Your Head (1996)

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„Schon vor Erscheinen wurde dieses zweite Album der Sängerin aus dem Massive Attack-Umfeld mit reichlich Vorschußlorbeeren bedacht. Mit seinen sphärischen Tekkno-, Trip-Hop- und Drum & Bass-Beats liegt es jedenfalls voll am Puls der Zeit. Darüber hinaus besitzt Nicolette eine eindringliche und markante Stimme; die vielstrapazierten Vergleiche mit Björk haben also ihre Berechtigung…“ (http://schallplattenmann.de/a100360-Nicolette-Let-No-One-Live-Rent-Free-In-Your-Head.htm)

„Okay, zum Auftakt piepst der Synthesizer, als sei er per Zufallsgenerator gesteuert. Aber man hat es ja schließlich mit Jungle Music zu tun, wo derlei Geräusch-Szenarien zum guten Ton gehören. Doch verschwindet dieser digitale Nervtöter in der Folgezeit fast völlig, und die am Mischpult montierten Drums’n’Bass-Grooves tönen längst nicht so abgedreht wie gewohnt. Dann erstrahlt diese magische Stimme, hell und klar, und erklimmt mühelos die höchsten Tonlagen, und schlagartig versteht man, warum die gebürtige Nigerianerin Nicolette als Billie Holiday des Dance Music gefeiert wird. Doch kein Jungle also? Eher schon dessen Zukunft: Zusammen mit Topmixern aus dem Londoner Underground gibt Nicolette dem Breakbeat eine bislang nicht gekannte Ästhetik.“ (http://www.amazon.de/Live-Rent-Free-Your-Head/dp/B000091JXW/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=music&qid=1263061815&sr=1-1)

Nicolette – Now Is Early (1992)


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„Als PJ & SMILY Anfang der Neunziger mit „Shut Up And Dance“ und ihrer stets merkwürdigen Mischung aus hochgepitchten HipHop-Beats, schäumendem Techno, elektrifizierter klassischer Musik, respektlosen Pop-Samples und allerlei anderen Spielerein die Clubs so richtig aufmischten, war man zunächst sprachlos. Kurze Zeit später ward dann der Begriff „Jungle-Techno“ erfunden; der Rest ist Geschichte. Für NICOLETTE haben sich PJ & SMILY musikalisch stets etwas zurückgehalten. Das Verrückte an der Zusammenarbeit war allein die Frage, wie in aller Welt eine Sängerin auf diese schnelle Art von Musik klarkommen sollte? Die Antwort hieß „Now Is Early“ und ist bis heute ein kleines Juwel aus einer kreativen Zeit, in der alles möglich schien und die Grundlagen für die heutige Jungle/Drum’n’Bass-Ära gelegt wurden. Warum das alles passiert ist, kann man aus NICOLETTEs persönlichen Geschichten von „No Government“ bis „School Of World“ heraushören, die ihr damals den Titel der „BILLIE HOLIDAY On Acid“ einbrachten. Solchen Kategorisierungsbeschreibungen zum Trotz finden sich in der Art und Weise, wie NICOLETTE ihre hohe, zuweilen fast piepsige Stimme zu formen versteht, viele, viele andere Einflüsse von afrikanischen Chants über eine klassische Ausbildung bis hin zu modernen Sprechgesangs-Variationen. Kurzum: die perfekte Begleitung zur Musik, bis heute unerreicht und im heutigen Drum’n’Bass leider so gut wie verschwunden“ (Quelle: http://www.intro.de/platten/kritiken/23022559)