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The Cure – Boys Don’t Cry (1979)

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„Als Robert Smiths langjährige Band (eigentlich ja eine leicht abgeänderte, amerikanische Version der britischen Three Imaginary Boys) an diesem Album (ihrem Debütalbum) arbeiteten, waren sie noch nicht die „Goth-and-reverb“-New-Wave-Helden, die sie später wurden. Drei unzufriedene Kids eben, die nicht mochten, was im Radio lief. Einfach weil es nicht intelligent genug war — oder nicht düster genug.

Smiths Texte sind einerseits trostlos und sarkastisch wie in „Fire In Cairo“, aber auch von literarischer Qualität wie auf der Single „Killing An Arab“ (Eine nihilistische Studie basierend auf einer Szene aus Albert Camus‘ Der Fremde). Die Band versteht es, diese Texte mit ausgeklügelten, prickelnden Arrangements zu verbinden, die erfreulich wenig von der üblichen männlichen Rockarroganz und Selbstgefälligkeit haben. Auch dann, wenn Smith gelegentlich mit einem kleinen, ruppigen Solo daherkommt. –Douglas Wolk“ (http://www.amazon.de/Boys-Dont-Cry-Cure/dp/B0000262NM)

Das lustig gemachte „Boys Don’t Cry“ Video aus den Anfangstagen findet man bei youtube

Wikipedia zu The Cure

The Cure im Artistportal von laut.de

Joy Division – Closer (1980)


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„Joy Division sind leider längst tot. Die Band starb 1980 mit dem Selbstmord des charismatischen Leadsängers Ian Curtis der sich, kurz nach Beendigung und einige Monate vor der Veröffentlichung des Meilensteins „Closer“ erhängte. Ihre Musik jedoch konserviert einem kleinen Hörerkreis immer noch die Stimmung der ausgehenden 70er Jahre, in denen es überraschenderweise NICHT nur Bombast-Rock und freie Liebe gab. Schwarz ist diese Platte, durch und durch. Streckenweise absolut furchterregend, kalt und demzufolge auch nicht unbedingt für labile Seelen gedacht. (…) „Closer“ ist eine der besten Scheiben der letzten Jahrzehnte. Der Vergleich zu anderen Grössen der Szene wie Depeche Mode oder The Cure fällt jedoch schwer. Joy Division zeigten in ihrem musikalischen Gesamtwerk die viel schwärzeren Bereiche und Abgründe der menschlichen Seele, untrennbar verbunden mit dem charismatischen Ian Curtis. Curtis prägte die Musik von Joy Division sowohl thematisch als auch durch seinen durchdringenden, kalten Gesangsstil. Hoffnung- und Perspektivlosigkeit spiegelte sich immer wieder in seiner selbst. So wird „Closer“ zu einer Reise in die Untiefen, in die Abgründe der menschlichen Seele.

„Isolation“ und Konfusion zieht sich wie ein roter Faden durch die Songs, untermalt von der minimalistischen und tiefdüsteren Atmosphäre der elgischen Kompositionen. Es ist schwer, sich der Faszination zu entziehen, wenn einmal der Zugang zur Grundstimmung des Albums gefunden ist. Joy Division zeigen gnadenlos die Ziel- und Rastlosigkeit des alltäglichen Lebens auf, ohne in gängige Klischees zu verfallen. Zu Anfang ist es ziemlich schwer mit den wirklich arg depressiven Botschaften der Band umzugehn. (…)

Generelle Hörtipps kann und will ich bei diesem Album nicht geben, da es auch ohne eine, in den meisten Fällen, nicht vorhandene Verknüpfung der einzelnen Stücke, wie eine einzige mörderisch depressive Komposition klingt. Skippen verboten!!!

In jedem Falle ist „Closer“ nicht zur beiläufigen Beschallung geeignet. Zu intensiv ist die Musik, und zu wertvoll.“ (Quelle: http://www.amazon.de/Closer-Joy-Division/dp/B00002DE4E/ref=pd_bbs_sr_1/303-4298875-4845834?ie=UTF8&s=music&qid=1189953933&sr=8-1)

Wikipediaeintrag zu Joy Division: http://de.wikipedia.org/wiki/Joy_Division

http://www.iancurtis.org/ Die Fanwebseite zu Ian Curtis und Joy Division