Schlagwort-Archive: Lernen

Gehirnjogging online mit NeuroNation

Damit es nicht einrostet und seine Leistungsfähigkeit behält oder gar steigern kann, muss auch unser Gehirn ein wenig trainiert werden. Kreuzworträtseln und ähnlichen Freizeitbeschäftigungen wird oft unterstellt, dass diese die Gehirnaktivität unterstützen. Das tun sie, jedoch nur in eingeschränktem Maße. NeuroNation bietet online kurze Übungen, die verschiedene Bereiche unserer kognitiven Fähigkeiten fördern und fordern. Positive Effekte solcher Übungen konnten in Untersuchungen belegt werden. Dabei werden bei einem Gastzugang (ohne Anmeldung) derzeit 11 Übungen angeboten. Meldet man sich kostenlos an, gibt es weitere 11 Übungen dazu und als Premiummitglied erhält man nochmals 11 Übungen gegen Zahlung.

Hier gehts zum Gehirnjogging: http://www.neuronation.de/

NeuroNation sind jedoch nicht die Einzigen, die solche Übungen anbieten. Eine kurze Suche bei einem großen Online(buch)händler bringt viele weitere Titel zum Vorschein:mehr Gehirnjogging

e-learner Survival Guide

Susan Smith Nash, die „E-Learning Queen“ (http://elearnqueen.blogspot.com/), ist schon lange im Geschäft, wenn es um die Entwicklung und Durchführung von computerbasierter Lehre geht. Seit den 90er Jahren beschäftigt sie sich in Theorie und Praxis mit dem Thema. 2009 schrieb Sie den E-Learner Survival Guide, ein Handbuch für Lernende, die den E-Learning-Alltag gut überstehen wollen. Nach eigenen Angaben enthält dieser Guide alles, um in der Welt des eLearning,  mobile learning und dem „hybrid college“ zu überleben. Auf über 300 Seiten (!) werden folgende Themen abgehandelt:

  • Der eigene Bezug des Lerners zum E-Learning
  • Notwendige Kompetenzen für E-Learner
  • Technisches Schreiben
  • Wissenschaftliches Arbeiten
  • Web 2.0 Anwendungen
  • E-Learner Profile
  • Lernkulturen und -gewohnheiten
  • Institutionelle Veränderungen durch e-Learning

Den kompletten Text gibt es als pdf zum freien Download unter http://zenzebra.net/elearner-survival-guide.pdf

SuperMemo gegen das Vergessen

Eine (neue) Methode gegen das Vergessen hat der Pole Piotr Wozniak nach eigenen Angaben gefunden: SuperMemo.Dabei ist ein zentrales Element das Wiederholen von Gelerntem, um das Vergessen zu vermeiden/minimieren (Spacing Effekt).

Das Prinzip ist relativ einfach und kann zusammengefasst so lauten.

  1. Der Schlüssel zu effizientem Lernen ist die Minimierung der Anzahl der Wiederholungen, die erforderlich ist, um das Wissen in Ihrem Gedächtnis zu behalten.
  2. SuperMemo minimiert die Zeit des Lernens, indem es  optimale Intervalle berechnet, die zwischen den individuellen Wiederholungen liegen sollten.
  3. Lernstoff, der mit SuperMemo wiederholt werden soll, muß in möglichst kleine Teile, die Items genannt werden, aufgeteilt werden.
  4. Bei der Nutzung von SuperMemo sollten Sie nicht vergessen, daß die Qualität des Lernens von der Auswahl des Stoffes abhängt und daß es wichtig ist, diesen Stoff in individuelle Items zu zerlegen.

Hierfür wurde dann auch extra ein Computerprogramm geschrieben (Windows), welches SuperMemo unterstützet.

Heruntergeladen kann das Programm hier: http://www.freewarefiles.com/SuperMemo_program_13849.html

Mehr Informationen über SuperMemo gibt es hier: http://supermemo.org/deutsch/german/smintro.htm

Und über „Den Mann, der nie vergessen will„, berichtete auch die NZZ online

Das Ende der Präsenzuniversität

Unter diesem Titel hat Rolf Arnold einen Beitrag in der FAZ veröffentlicht. Dieser beschäftigt sich mit der Frage, ob Präsenzlernen und damit die Präsenzuniversität überhaupt noch zeitgemäß sind, was die Anforderungen an moderene Lehren und vor allem Lernen angeht. Auf vielfältige Erfahrungen bzgl. der Neutgestaltung von Lehre kann Rolf Arnold sicher aus der eigenen Praxis und Theorie zurückgreifen.

Hier gehts zum Beitrag: http://www.faz.net/s/RubC3FFBF288EDC421F93E22EFA74003C4D/Doc~E296A58AF1F254A22B8E6F0E41BDEC2BA~ATpl~Ecommon~Scontent.html

digitale Lernkarteien mit Cobocards

In einer meiner Lieblingslehrveranstaltung geht es ja um Mnemotechniken (leider habe ich diese Veranstaltung schon lange nicht mehr gehalten). Das Thema ist spannend, nicht ganz unrelevant für die Studierenden und hat einen schönen interaktiven Charakter mit hoffentlich so manchem Aha-Effekt. Unter anderem spreche ich dort auch den guten, alten Zettelkasten zum Pauken von Lernstoff an (inkl. Bauanleitung und Funktionsweise). Logisch, dass nicht jeder darauf spontan Lust hat 🙂

Passenderweise gibt es die guten alten Lernkarteien jetzt auch online. Cobocards greift das Prinzip auf und realisiert praktisch den digitalen Zettelkasten. Vor die Frage, hinten die Antwort. Man kan verschiedene Zettelkästen alleine oder in einem selbst zusammengestellte Team erstellen, sich selbst oder gemeinsam online abfragen und diese sogar ausdrucken. Somit hat man die Zettel auch dabei, wenn man auf Wochenendurlaub mit der Bahn durch die Gegend schlendert. Die Idee finde ich wirklich gelungen, zumal sie das Alleinlernen aufhebt (wenn man möchte), die Sache im Team kommunikativer und spannender macht (man weiß ja erstmal nicht, was die Teamkollegen so auf ihre Zettel geschrieben haben und was dann als Lernstoff dran kommt) und mit der Druckfunktion berücksichtigt, dass man weiterhin nicht always online ist. Cobocards soll es aber auch zukünftig für mobile Endgeräte geben.

Die Bedienung von Cobocards scheint leicht und problemlos zu sein, die Anmeldung geht schnell und ist kostenlos. Nichtmal seine eMailadresse muss man verifizieren. Super Service!

Cobocards eigenen sich damit wunderbar für das Lernen von prüfungsrelevanten Wissensbeständen und, das passt ganz gut, helfen ein Stück weit gegen die vor kurzem hier geblockte Digitale Demenz durch Neue Medien! Ha! 🙂

Mehr dazu unter: http://cobocards.com/

Da wünsch ich den Machern weiterhin viel Erfolg und den Studierenden gutes Lernen. Die Prüfer freuen sich ja auch über gute Leistungen! 🙂

Können Podcasts den Professor ersetzen?

Im Februar wurde auf den Seiten des read write web das Ergebnis einer Studie veröffentlich, die die Prüfungsleistungen von Studierenden untersuchte, welche mit Podcast und Vorlesungsaufzeichnung lernten. Demgegenüber wurde eine Vergleichsgruppe untersucht, die reine Präsenzphasen mit Handout belegten. Das Ergebnis: Die eLearner schnitten in den Prüfungen besser ab. Ähnliches beschreibt auch Martin Ebner auf dem eLearning Blog der TU Graz. Für Interessenten: hier gehts zur Studie (pdf)

Wikipedia in der Lehre und die Frage des Plagiarismus

Auf den Seiten des Portals e-teaching.org findet am 3.11.2008 14 Uhr eine virtuelle Vorlesung von Dr. Klaus Wannemacher (HIS) zu o.g. Thema statt, welche frei zugänglich ist (und sicher, wie die bisherigen auch, konserviert wird). Die Vorlesung kann unter folgender Adresse angesehen werden: http://www.e-teaching.org/community/communityevents/ringvorlesung/

Ich zitiere mal den Einführungstext:

„Ist Wikipedia eine legitime Quelle für studentische Arbeiten? Viele Lehrende kritisieren die Copy-and-Paste-Praktiken ihrer Studierenden. Wie Wikipedia aktiv für verschiedene Szenarien und Aufgabenstellungen in der Lehre genutzt werden kann stellt Dr. Klaus Wannemacher (Hochschulinformations-System GmbH) im Rahmen der virtuellen Ringvorlesung dar. Insbesondere wird er dabei auch auf das – im Kontext mit Wikipedia oft diskutierte Thema – Plagiarismus in studentischen Qualifikationsarbeiten eingehen. Dr. Klaus Wannemacher ist seit 2002 E-Learning Consultant bei der HIS GmbH im Bereich Hochschulentwicklung. Aufmerksamkeit er-langte er durch die Veröffentlichung interessanter Studien zum The-ma E-Learning an Hochschulen (Z.B. „E-Learning-Strategien deut-scher Universitäten. Fallbeispiele aus der Hochschulpraxis“ (Hannover 2005) und „E-Learning an deutschen Fachhochschulen. Fallbeispiele aus der Hochschulpraxis“ (Hannover 2006; beide mit Bernd Kleimann). Die Veranstaltung steht allen Interessierten offen. Während der Live-Übertragung des Vortrags im Web können die Teilnehmer/innen ihre Fragen im Chat direkt an den Referenten stellen. Nach der Veran-staltung besteht außerdem die Möglichkeit, im e-teaching.org-Forum weitere Fragestellungen zu diskutieren. Die Aufzeichnung des Vor-trags kann auch später noch auf e-teaching.org abgerufen werden. Der Webcast ist Teil des e-teaching.org-Themenspecials „Web 2.0 in der Lehre“. Bis Anfang Dezember bietet das Informationsportal zum Einsatz digitaler Medien in der Lehre zahlreiche Artikel, Praxisberich-te sowie Veranstaltungen zum Thema Web 2.0.“ (ebd.)

Computer können das Lernen behindern

Auf diese These wurde ich im Rahmen eins Berichtes in Deutschlandradio aufmerksam, der vor einiger Zeit ausgestrahlt wurde. Thomas Fuchs und Ludger Wößmann haben untersucht, wie sich Computernutzung und Lernleistung von Schülern zueinander verhalten. Die Ergebnisse klingen interessant und stehen unter anderem in einer Zusammenfassung auf den Seiten des Center for Economic Studies (CES) und dem Institut für Wirtschaftsforschung bereit (ifo).

Ich zitiere mal die Zusammenfassung:

„Die Forderung, alle »Schulen ans Netz« zu bringen, ist in der öffentlichen Diskussion weit verbreitet, und in den politischen Bestrebungen zu ihrer Umsetzung werden erhebliche finanzielle Mittel aufgewendet. Gleichzeitig wenden viele Eltern eine Menge Geld auf, um ihren Kindern zu Hause die besten Computer und die neueste Lernsoftware bieten zu können. Dies alles geschieht in der Hoffnung, die Bildungschancen der Schülerinnen und Schüler zu verbessern. Umfangreiche Analysen der internationalen PISA-Daten deuten aber darauf hin, dass diese Hoffnung weitgehend vergebens ist. Die Verfügbarkeit von Computern zu Hause und die intensive Nutzung von Computern in der Schule gehen nicht mit besseren, sondern zumeist sogar mit schlechteren Schülerleistungen in den PISA-Basiskompetenzen einher. Damit zeigt sich wie schon für die in der letzten Ausgabe des ifo Schnelldienst betrachtete Verkleinerung der Klassengrößen, dass das Heil der deutschen Bildungspolitik wohl nicht in einer kostenintensiven Politik der Ausweitung der in den Schulen verfügbaren materiellen Ressourcen zu suchen ist. Mehr versprechen da schon die in den nächsten beiden Ausgaben des ifo Schnelldienst in den weiteren Folgen der Serie »Ökonomische Beiträge zur Schuldebatte« untersuchten instiutionellen Reformen des Schulsystems.“ (http://www.cesifo-group.de/portal/page/portal/ifoContent/N/pr/pr-PDFs/text_fuchs_woessmann.pdf)

Mehr findet sich hinter diesem Link

Weiterhin ist ein Text zum Thema „Methodischer Analphabetismus. Computernutzer sind nicht automatisch bessere Schüler“ von Ludger Wößmann auf o.g. den Webseiten zu finden, der wohl in der Süddeutschen Zeitung 2006 veröffentlicht wurde.

Instrumente zur Erfassung informellen Lernens

Informelles Lernen gewinnt in der pädagogischen Forschung zunehmend an Boden. Doch wie kann man informell erworbenes Wissen und Kompetenzen erfassen, sichtbar machen oder gar den Lernprozess fördern? Hierzu gibt es bereits einige Ansätze und unsere europäischen Nachbarstaaten haben in diesem Bereich schon einiges geleistet. Auf der Seite http://www.bibb.de/de/wlk8600.htm des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) findet sich eine Übersicht über