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The Books – Lost And Safe (2005)

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Weihnachstzeit. Die Plätzchen sind gebacken und wohl schon fast von allen Tellern verzehrt… Und, waren sie lecker? Ich hoffe, doch! Wie die Plätzchen ein geschmackliches Gesamtvergnügen darstellen, die aus einer Vielzahl von Zutaten bestehen, von denen einige allein gar nicht schmecken würden, so ist die Musik von den Books zubreitet. Samples werden an- und übereinander geschichtet, Harmonien verbinden scheinbar zusammenhangsloses und Brüche überraschen die akustische Wahrnehmung, bevor es diese sich in Gefälligkeit breitmachen kann. Eine wirklich bemerkenswerte Gruppe, die nicht nur mit so vielen Sounds tüftelt und variiert, wie man es sonst von Matthew Herbert, Some More Crime oder Senor Coconut gewohnt ist. Zahllose, in die Soundstrukturen eingewobene Sprachfetzen – scheinbar entnommen aus Rundfunk- oder Filmsequenzen – führen mit sich oder dem Hörenden eigene bzw. eigenartige Dialoge. Dabei schaffen The Books trotz der ständigen Unruhe eine Wärme, wie sie mir von Lemonjelly, CocoRosie oder Notwist bekannt sind. Es ist eine unglaubliche Mixtur, die hier aufgefächert wird. „Experimental-Musik im Endstadium. Oder doch der Anfang einer neuen Sichtweise von Pop. Man hatte die Wahl“ (Quelle). Und ähnlich wie beim Essen der Kekse bleibt es jeder/m Einzelnen Überlassen, zu entscheiden, ob es schmeckt oder doch eine Brise zuviel Zimt genommen wurde… Aber probieren sollte man doch auf jeden Fall.

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Lemonjelly – Ky (2000)

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„Von Lemon Jelly habe ich durch einen Bekannten erfahren. Ich war und bin hellauf begeistert. Es lohnt sich wirklich, diese CD als Original zu besitzen, denn die CD ist nicht nur ein Fest für die Ohren, sondern auch für die Augen! Ich habe selten einen solchen Aufwand in Bezug auf ein CD-Cover, auf Booklets und dem Layout gesehen. Alles ist „quietschbunt“ und „knallig“, das Booklet besteht aus qualitativ hochwertigem Material und schon beim Öffnen der CD erwartet einen eine tolle Überraschung im Inneren.

Zur Musik: Die CD dauert gut und gerne 68 Minuten, besteht aus 9 Tracks (von 05:30 – 09:30 Minuten). Hier wird einem kein „Techno“ oder House geboten, sondern intelligente und chillige Musik. Das Wort „Chill-out“ wird ja heute viel zu häufig verwendet, bei nahezu jeder zweiten Veröffentlichung redet man vom „Chill-out“. Leider habe ich kein anderes Wort, um dieses grandiose Album zu beschreiben.
„In The Bath“ ist ein wahrlich großartiger Track und lässt einen wirklich sofort in eine Art „Trancezustand“ fallen, egal, ob man diesen Song nun laut oder eher leise geniesst.
„Nervous Tension“ besteht aus einer lustig-stupiden Melodie, in der eine männliche Stimme vor Überspannungen im Alltag warnt und den Hörer 6 Minuten lang über allgegenwärtige Probleme wie Geldnöte, Schlaflosigkeit und anderes aufklärt, während im Hintergrund eine wirklich lustige Melodie läuft. Urkomisch!
„Page One“ fordert höchste geistige Konzentration vom Hörer. Dieser muss sich nämlich das absolut reine „Nichts“ vorstellen („The earth itself without form“).

Auffällig an Lemon Jelly sind die Sprachsamples. Nicht Frauen lullen uns zu, sondern „echte Männer“, die einiges zu sagen haben. In „A Tune For Jack“ wird über See-Elefanten in Patagonien gesprochen, in „His Majesty King Raam“ wird selbiger geehrt, und in „The Staunton Lick“ wird uns das Banjo-Spielen beigebracht.

Insgesamt einfach nur TOP! Das Artwork ist unglaublich, die Musik noch besser. Einfach kaufen!“ (http://www.amazon.de/Lemon-Jelly-Ky-UK-Jelly/dp/customer-reviews/B00004XN08/ref=cm_cr_dp_all_helpful?ie=UTF8&customer-reviews.sort%5Fby=-SubmissionDate&coliid=&showViewpoints=1&customer-reviews.start=1&colid=#customerReviews)