Schlagwort-Archive: Lehre

Die E-Learning-Industrie hinkt den Potenzialen innovativer Pädagogik deutlich hinterher

Eine kleine Streitschrift – im Quelltext der Seite findet sich als Autor Wolfgang Neuhaus – zu oben genanntem Thema findet sich auf den Seiten von Mediendidaktik.org. Das Fazit lautet:

„Die E-Learning-Industrie als selbsternannte Avantgarde der Bildung hat es in fünfzig Jahren nicht geschafft, das Lernen zu revolutionieren. Ihr Aktionsradius und Einfluss sind zu gering, um die hohe, dynamische Komplexität gesellschaftlicher Bildung spürbar zu verändern. Ihre lehr-/lerntheoretische und didaktische Kompetenz ist zu grob und praxisfern, um binnendifferenzierte Lehr-/Lernkonzepte mit Hilfe von E-Learning-Technologien flächendeckend Realität werden zu lassen. Deshalb ist es höchste Zeit, dass die Lernenden selbst, professionell ausgebildete Pädagoginnen und Pädagogen und vermittlungswissenschaftlich geschulte Wissenschaftler wieder das Heft in die Hand nehmen und dabei deutlich machen, wie eine erfolgreiche pädagogische Praxis in der Wissensgesellschaft aussehen könnte und welche Rolle dabei die Medien spielen sollen. Die mit der Web 2.0 – Welle aufkommenden Kommunikations- und Gestaltungswerkzeuge können hier behilflich sein. Entscheidender Faktor für eine erfolgsversprechende Neuausrichtung ist jedoch ein Wechsel in den Avantgarden: Nicht die Technologen sollen uns erklären, wie mediengestütztes Lernen erfolgreich funktioniert, sondern die Lernenden und die professionellen Pädagoginnen und Pädagogen. An die Adresse der Verantwortlichen in der Bildungspolitik sei damit auch gesagt, dass es höchste Zeit ist, die Vergütung dieser Berufsgruppen deutlich besser zu stellen als die technologischer Berufsrichtungen.“

Dieser Ansatz ist nicht neu, findet er sich immer wieder in der Diskussion um Möglichkeiten und Grenzen des eLearning, aber er fasst nochmal einige Diskussionsstränge gut zusammen und ist durchaus diskutabel. Mehr gibt es hier: http://www.mediendidaktik.org/2009/05/22/die-e-learning-industrie-hinkt-den-potenzialen-innovativer-padagogik-deutlich-hinterher/

Wissenstrieb statt Eigennutz

„Neues zur Massenintelligenz: Warum Wikipedia funktioniert“ titelt die Süddeutsche einen Beitrag zur Wissensgenese im Netz, wie es derzeit bei Wikipedia passiert. Ein Beitrag, der auch für Studierende und Lehrende an Unis ganz interessant ist, da hier doch des öfteren darüber diskutiert wird, ob Wikipedia als Quelle für wissenschaftliche Arbeiten genutzt werden darf. In der Regel ein schönes Mensathema am Mittagstisch mit den Kollegen, welches auch mir immer wieder zeigt, wie unterschiedlich die Kollegen über das „Phänomen“ denken und mit diesen umgehen. Insofern spricht mir der Artikel schon ein wenig aus dem Herzen 🙂

Mehr unter: http://www.sueddeutsche.de/x5C38s/2916540/Wissenstrieb-statt-Eigennutz.html

Können Podcasts den Professor ersetzen?

Im Februar wurde auf den Seiten des read write web das Ergebnis einer Studie veröffentlich, die die Prüfungsleistungen von Studierenden untersuchte, welche mit Podcast und Vorlesungsaufzeichnung lernten. Demgegenüber wurde eine Vergleichsgruppe untersucht, die reine Präsenzphasen mit Handout belegten. Das Ergebnis: Die eLearner schnitten in den Prüfungen besser ab. Ähnliches beschreibt auch Martin Ebner auf dem eLearning Blog der TU Graz. Für Interessenten: hier gehts zur Studie (pdf)

Wikipedia in der Lehre und die Frage des Plagiarismus

Auf den Seiten des Portals e-teaching.org findet am 3.11.2008 14 Uhr eine virtuelle Vorlesung von Dr. Klaus Wannemacher (HIS) zu o.g. Thema statt, welche frei zugänglich ist (und sicher, wie die bisherigen auch, konserviert wird). Die Vorlesung kann unter folgender Adresse angesehen werden: http://www.e-teaching.org/community/communityevents/ringvorlesung/

Ich zitiere mal den Einführungstext:

„Ist Wikipedia eine legitime Quelle für studentische Arbeiten? Viele Lehrende kritisieren die Copy-and-Paste-Praktiken ihrer Studierenden. Wie Wikipedia aktiv für verschiedene Szenarien und Aufgabenstellungen in der Lehre genutzt werden kann stellt Dr. Klaus Wannemacher (Hochschulinformations-System GmbH) im Rahmen der virtuellen Ringvorlesung dar. Insbesondere wird er dabei auch auf das – im Kontext mit Wikipedia oft diskutierte Thema – Plagiarismus in studentischen Qualifikationsarbeiten eingehen. Dr. Klaus Wannemacher ist seit 2002 E-Learning Consultant bei der HIS GmbH im Bereich Hochschulentwicklung. Aufmerksamkeit er-langte er durch die Veröffentlichung interessanter Studien zum The-ma E-Learning an Hochschulen (Z.B. „E-Learning-Strategien deut-scher Universitäten. Fallbeispiele aus der Hochschulpraxis“ (Hannover 2005) und „E-Learning an deutschen Fachhochschulen. Fallbeispiele aus der Hochschulpraxis“ (Hannover 2006; beide mit Bernd Kleimann). Die Veranstaltung steht allen Interessierten offen. Während der Live-Übertragung des Vortrags im Web können die Teilnehmer/innen ihre Fragen im Chat direkt an den Referenten stellen. Nach der Veran-staltung besteht außerdem die Möglichkeit, im e-teaching.org-Forum weitere Fragestellungen zu diskutieren. Die Aufzeichnung des Vor-trags kann auch später noch auf e-teaching.org abgerufen werden. Der Webcast ist Teil des e-teaching.org-Themenspecials „Web 2.0 in der Lehre“. Bis Anfang Dezember bietet das Informationsportal zum Einsatz digitaler Medien in der Lehre zahlreiche Artikel, Praxisberich-te sowie Veranstaltungen zum Thema Web 2.0.“ (ebd.)

Von wegen faul und unbeliebt

Die Webseite www.meinprof.de ist sicher nicht mehr ganz unbekannt bei Studierenden. Hier gibt es die Möglichkeit, die Dozenten der Hochschulen bezüglich ihrer Arbeit zu bewerten. Nicht alle kommen dabei gut weg, aber einige bekommen auch eine glatte 1,0 von ihren Studenten. Die Zeit hat sich die Zeit genommen und einge Professoren befragt, was sie anders machen. Die Befragten geben zu vier Punkten eine Auskunft:

  • Welche Eigenschaften braucht ein guter Dozent?
  • Das Geheimrezept guter Lehre
  • Was die Studenten an ihnen schätzen
  • Was muss sich an deutschen Unis ändern.

Die Antworten waren zumindest für mich mal ganz interessant. Hier geht es zum Artikel: klick mich

Web 2.0 in der Lehre

Auf den Seiten des Portals e-teaching.org wurde jüngst das Themenspezial Web2.0 in der Lehre eingerichtet.

Im Mittelpunkt des Themenspecials … steht die Praxis: Welche Chancen bieten Wikis, Weblogs, Social Bookmarking und Social Tagging und andere neue Tools in der Lehre – und welche Grenzen hat der Einsatz? Wie können Lehrende und Studierende mit der Vielfalt der neuen Werkzeuge umgehen? Was ist inhaltlich und didaktisch sinnvoll? Diese und zahlreiche andere Fragen behandelt unser aktuelles Themenspecial mit neuen redaktionellen Beiträgen, Verweisen auf zahlreiche Fundstellen im Portal und einer Reihe von Community-Live-Veranstaltungen.
Zum ersten Mal finden Sie auch Beiträge unserer Leserinnen und Leser im Portal. Den Beginn macht eine bunte Mischung zum Einsatz verschiedener Web 2.0-Technologien in der Lehre in verschiedenen Formaten vom E-Teacher-Portrait bis zum Vodcast. Ab Mitte Oktober geht es schwerpunktmäßig um den Einsatz von Blogs; von Mitte November an stehen dann Wikis im Mittelpunkt.“ (http://www.e-teaching.org/specials/web20)