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Dota Und Die Stadtpiraten – Bis Auf Den Grund (2010)

Bis auf den Grund – ein passender Titel für Dota und ihre Stadtpiraten. Longplayer sieben ist wieder voller kurzweiligem, poetischen, assoziativen Songwriter-Pop, ganz ohne den kitschigen Geruch des Lagerfeuers – wenngleich sie dort auf andere Art und Weise gut hinpasst. Durchaus tiefgängig, hier etwas Melancholie und da ein Augenzwinkern, phantastisch produziert und voller Wärme. Ein Album, dass eigentlich fast nicht zu laut gehört werden kann – denn dann merkt keiner, wenn man falsch mitsingt 🙂
Allein die Texte sind es wert, gehört zu werden. Und ich bin mir sicher, dass es irgendwann ein Buch mit Ihren Stücken zu lesen geben wird. Ein kleines Beispiel:

Die Liebe ist ein Bonbon
und löst sich ganz langsam auf
Ein kleiner Nährwert bleibt davon
und den Schmerz nimmt man in kauf

Dringend zu empfehlen sind auch ihre gern ausverkauften Live-Auftritte.

Mehr unter: http://kleingeldprinzessin.de/

Kings Of Convenience – Quiet Is The New Loud (2001)

Hörprobe

Im Nachgang darf man sich fragen, ob diese Könige wussten, was sie mit diesem Album auslösen würden? Eine regelrechte Welle neuer Lagerfeuerromantikmusik wurde ausgelöst und ein Erland Oye Hype sowieso. Akustikgitarrenhersteller und -händler dürften sich die Hände gerieben haben. Die britische Presse war auch schnell mit einem neuen Genre bei der Hand: New Acoustic Movement (http://www.indiepedia.de/index.php?title=New_Acoustic_Movement)

Aber wie dem auch sei: dieses  Album trägt so viel Ruhe und Wärme in sich, dass es gar keines extra-Lagerfeuers mehr braucht.  Und auf den Webseiten des BR („on3“) schaffte es dieses Album sogar in die Ruhmeshalle, auch wenn der Kritiker eigene Vergleiche einbringt: „Ihr Debütalbum hört sich an wie ein grün bestrichener Fensterrahmen in einem kleinen norwegischen Dorf. Irgendwie schon ein bisschen kitschig, aber trotzdem einer der schönsten Musikmomente des Jahrzehnts.“ (http://on3.de/element/172/ruhmeshalle-kings-of-convenience-quiet-is-the-new-loud#/element/172/ruhmeshalle-kings-of-convenience-quiet-is-the-new-loud)

Gern werden die Kings Of Convenience als die neuen Simon & Garfunkel genannt: ich würde es lieber andersrum sehen 🙂