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Wege der Hochschulöffnung: Berufs- und Kompetenzorientierung

Die TU Kaiserslautern lädt am 20.-21.6.17 zur Fachtagung „Berufsorientierung“ und  Abschlusstagung des Verbundprojekts 
„Offene Kompetenzregion Westpfalz“ ein. Interessierte erhalten hier die Möglichkeit,  sich einen Überblick über einen Teil der Ergebnisse der Projektarbeit von OKWest der letzten sechs Jahre zu verschaffen. Weiterer Schwerpunkt wird das Thema Berufsorientierung im Zuge der Hochschulöffnung sein. 

Ich darf auf zwei Slots einen Beitrag leisten und werde von den Ergebnissen meiner Suche nach Motiven potentieller nicht-traditioneller Studierender, KEIN Studium aufzunehmen und über die Kriterien kompetenzorientierter didaktischer Ansätze berichten.

Das Programm gibt es hier: https://www.disc.uni-kl.de/fachtagung2017/programm/

 

Herausforderung: Kompetenzorientierte Hochschule

Kein Aprilscherz, sondern nun endlich auf dem Markt. Aber es wird wieder deutlich, „Was länge währt…“ 🙂 Der Band „Herausforderung: Kompetenzorientierte Hochschule“ von Rolf Arnold und Konrad Wolf (Hrsg.), der im Rahmen des Projektes „Offene Kompetenzregion Westpfalz“ jüngst veröffentlicht wurde, versammelt zahlreiche Beitrage, die sich mit Fragen der Kompetenzorientierung an Hochschulen auseinander setzen. Das Thema ist brandaktuell für Hochschulen, Bildungspolitik und Wirtschaft. Daher hoffe ich auf gute Resonanz (nicht nur, weil das Cover meinem Fotoapparat entsprungen ist 😉 – worüber ich mich natürlich sehr freue). Dank gilt insbesondere den vielen Helfern und Unterstützern, die diese Herausgeberschaft ermöglichten!

Aber bevor ich hier anfang, Belangloses zu schreiben, möchte ich lieber das Inhaltsverzeichnis vorstellen. Das sollte etwas mehr Auskunft über die behandelten Themenfelder des Buches geben.

Rolf Arnold: Vorwort des Reihenherausgebers

Ernst Andreas Hartmann: Das Projekt „Offene Kompetenzregion Westpfalz“ im Rahmen des Bund-Länder-Wettbewerbs „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ – Ein Vorwort

Konrad Wolf: Hochschulöffnung, Regionalentwicklung und Kompetenzorientierung – Anforderungen an eine moderne Hochschule für Angewandte Wissenschaften in der Region

Rolf Arnold: Zur Überwindung der Antiquiertheit des Kompetenzdiskurses  – Ein Interview

Felix Rauner: Multiple Kompetenz – Wege und Irrwege beim Übergang von der beruflichen zur akademischen Bildung

Markus Lermen: Wissenschaftliche Weiterbildung und Kompetenzentwicklung

Gerhard F. Braun: Kompetenzorientierung im Studium aus Sicht der Unternehmen

Nadezda Zhukova: Kompetenzorientierung von Studium und Lehre in der Russischen Förderation: Tradition und Entwicklungen nach Bologna

Per Bergamin & Andreas Hediger: Kompetenzorientierung im Kontext neuer Lerntechnologien

Simone Grimmig, Michael Sattler & Martin Schiwy: E-Learning und Blended Learning – ein Blick auf den aktuellen Stand

Barbara Schwarze & Anca-Gabriela Lelutiu: Gender und Diversity in der Lehre: Verbesserung des Studienerfolgs durch Zielgruppenorientierung

John Erpenbeck: Kompetenzorientiert lernen und studieren

Christian Harteis: Auswirkungen des Bologna-Prozesses: eine Expertise der Hochschuldidaktik

Christian Vogel: Konsequenzen der Kompetenzorientierung für die Hochschule

Lars Kilian & Walter Neddermann: Rahmenbedingungen für eine Kompetenzorientierung in der Hochschule nach Bolgona

Thorsten Requadt: Pilotkonzeptionierung eines Anrechnungsmoduls für die berufsbegleitenden Studiengänge der Fachhochschule Kaiserslautern

Niclas Schaper: Kompetenzorientiertes Lehren und Lernen im Studium – Wo muss angesetzt werden, um Kompetenzen wirkungsvoll zu fördern?

Simone Wanken & Lenka Schusterová: Gendersensible Selbstlernmaterialien im Fernstudienangebot

Nikola Roos: Berufsintegrierter Fernstudiengang Betriebswirtschaft als Kooperationsmodell

Armin Kaiser: Metakognition als Schlüssel zur Kompetenzentwicklung

Meike Herwig, Anja Völpel & Claudia Zwecker: Nachhaltige Kompetenzentwicklung: Diemersteiner Selbstlerntage und Lerncoaching als integratives Konzept an der TU Kaiserslautern

Anita Pachner: Entwicklung und Förderung von selbstgesteuertem Lernen in Blended-Learning-Umgebungen. Eine Interventionsstudie

Max Reinhardt: Öffnung der Hochschulen: nichttraditionelle Studierende und Lehrende. Eine theorie- und empiriegeleitete Untersuchung unter Berücksichtigung kompetenzorientierter Lehr- und Lernformate und am Beispiel eines berufsbegleitenden Studiengangs

Carsten Kremb: Das Virtuelle Technologielabor (VTL) in der Ingenieursausbildung: Selbstreguliertes Mikro- und Nanotechnologie-Lernen mit dem Zweibrücker VTL

Lehre im Wandel. Neue Lehr- und Lernformen mit Blick auf die Kompetenzorientierung

Auch im Wintersemester gibt es im Rahmen des Projektes „Offene Kompetenzregion Westpfalz“ eine Vortragsreihe. Sie steht unter dem Titel „Lehre im Wandel. Neue Lehr- und Lernformen mit Blick auf die Kompetenzorientierung“ und startet am 5.11.2012. Die Vorträge finden am Fraunhofer-Institut ITWM, Kaiserslautern statt, die Teilnahme ist kostenfrei. Der Einfachheit halber möchte ich an dieser Stelle nur die Webseite (http://www.kompetenzregion-rlp.de/) zitieren, auf der auch die Möglichkeit der Anmeldung zur Vortragsreihe gegeben ist:

„Das Anliegen der Reihe ist es, über aktuelle Entwicklungen in der Hochschullehre zu informieren und die Lehrenden aller Fachrichtungen bei der Ausrichtung Ihrer Lehre und Studiengestaltung auf eine Kompetenzorientierung und die Gestaltung und Begleitung von Lernprozessen zu unterstützen. Die Erfordernisse für eine stärkere Kompetenzorientierung ergeben sich bspw. im Rahmen von Akkreditierungsverfahren, aber auch wegen der zunehmenden Selbstlernorientierung, besonders in berufsbegleitenden oder Fernstudienformaten.

Die Vortragsreihe bietet einen Überblick über

  • eine kompetenzorientierte Gestaltung von Studiengängen im Allgemeinen
    05.11.2012: Prof. Dr. Niclas Schaper, Universität Paderborn,
  • eine Kompetenzorientierung im Kontext neuer Lerntechnologien
    12.11.2012: Prof. Dr. Per Bergamin, Leiter des Instituts für Fernstudien & eLearningforschung, Fernfachhochschule Schweiz,
  • die Entwicklung von Selbstlernkompetenzen im Rahmen von Blended-Learning- und Präsenzstudiengängen
    03.12.2012: Prof. Dr. Hermann J. Forneck, Direktor Pädagogische Hochschule der Nordwestschweiz,
  • eine gendergerechte Kompetenzorientierung von Studiengängen
    10.12.2012: Prof. Dr. Schwarze, Hochschule Osnabrück
  • und die Sicht von Unternehmen auf eine Kompetenzorientierung des Studiums
    17.12.2012: Dr. Gerhard F. Braun, Präsident der Landesvereinigung Unternehmerverbände Rheinland-Pfalz.

Die Einladung richtet sich an alle Hochschullehrenden und Mitarbeiter/-innen der FH und TU Kaiserslautern sowie an alle Interessierten aus Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik.“

Für bessere Hochschullehre – Ideen suchen Paten

Hochschuldidaktische Entwicklungen scheinen nur langsam auf Innovationen zu reagieren. Liegt es an der Trägheit der Dozenten? An den räumlichen Bedingungen in der Uni? An den mangelnden Ideen, was besser/anders/spannender gemacht werden könnte? Zumindest mit letztgenannten Problem ist Schluß. Dass Kompetenz- und Dienstleistungszentrum TeachING-LearnING.EU hat einen Ideenwettbewerb bei Studierenden  der Ingeneurswissenschaftlen ausgeschrieben, wie Lehre an den Hochschulen verbessert werden kann. 80 Ideen liegen vor und suchen ihren Paten. Paten sind Hochschullehrende, die bereit sind, die eine odere andere Idee in der eigenen Lehrveranstaltung umzusetzen. Na, wenn da nicht ein paar spannende und gute Ideen für die eigene Lehre dabei sind…?

Mehr Infos unter: http://www.teaching-learning.eu/innovative_hochschuldidaktik/ideenpatenschaften.html

Vorträge “Offene Kompetenzregion Westpfalz” online

Wie ich vor kurzem bereits berichtete, werden die Vorträge aus der Reihe “Offene Kompetenzregion Westpfalz” nach und nach veröffentlicht. Mittlerweile sind fast alle Beiträge online abruf- und einsehbar. Auch an die Nutzer von Apple-Computern wurde gedacht, so dass alle Vorträge als Quick Time zur Verfügung gestellt werden.

Konkret sind folgende Beiträge nun im Netz verfügbar:

Dann fehlt nur noch der Beitrag von Prof. Dr. Christan Harteis zum Thema „Auswirkungen des Bologna-Prozesses: Eine Expertise der Hochschuldidaktik“, der sicher in wenigen Tagen ebenfalls zur Verfügung stehen wird.

Videobeitrag von Rolf Arnold: Bildung durch Wissenschaft

Im Rahmen des Verbundprojektes „Offene Kompetenzregion Westpfalz“ findet eine Vortragsreihe rund um das Thema „Herausforderung: Kompetenzorientierte Hochschule“ statt, auf welches ich schon verwiesen hab.

Hierfür wurden und werden hervorragende Personen eingeladen, die zum Thema aus ihrer spezifischen Disziplin vortragen. Glücklicherweise werden die Vorträge aufgezeichnet, so dass sie auch für alle, die nicht daran teilnehmen konnten, abrufbar sind.

Die erste Aufzeichnung ist nun online. Es handelt sich um den Beitrag von Prof. Dr. Rolf Arnold von der TU Kaiserslautern. Er geht dem Thema „Bildung durch Wissenschaft. Anfragen an die Kompetenzforschung“ nach.

Die Videos können sich unter folgenden Adressen angesehen werden:

Teil 1: http://storage.etsc.uni-kl.de/recordings_DISC/HKH_2012/01_120604_neu/01_120604_neu_1/

Teil 2: http://storage.etsc.uni-kl.de/recordings_DISC/HKH_2012/01_120604_neu/01_120604_2_neu/

Da die Videos Flash benötigen, vermute ich, dass die Apple-Nutzer z.T. Probleme haben werden, die Videos anzusehen.

Die weiteren Vorträge erscheinen in Kürze.

Jeder fünfte Erwerbstätige fühlt sich Deplaziert

Die Studie „Kompetenz- und Talentmanagement“ der Deutschen Universität für Weiterbildung zeigte, dass sich ca. jeder Fünfte Arbeitnehmer (22%) nicht richtig an seinem Arbeitsplatz eingesetzt fühlt. Davon fühlt sich die Hälfte entweder über- oder unterfordert. Unterforderungen entstehen nach Angaben der befragten durch anspruchslose Aufgaben, mangelnde Verantwortung, Monotonie im Arbeitsleben. Diese Faktoren gehen mit einem tatsächlichen Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit einher und führen zu Kompetenzverlusten. Darüber hinaus führen Über- bzw. Unterforderung längerfristig zu Burnout oder Boreout.

Mehr zur Studie unter: http://www.duw-berlin.de/de/presse/duw-studie.html

Kompetenzentwicklung durch Ballerspiele?

Im Rahmen der Konferenz „multi.player – The social side of gaming“ an der Uni Hohenheim entstand beim Deutschlandradio ein Beitrag zum Thema entstanden, welche Kompetenzen durch die in Verruf gekommenen Ego-Shooter (und andere Computerspiele) erlernt werden. Den gerne herangezogenen Zusammenhang zwischen den Amokläufen von Schülern und der Spielen von Ballerspielen sieht Prof. Quandt zumindest nicht kausal gegeben: „Wenn wir unsere Studien anschauen, dann ist es so, was militaristische Einstellungen angeht oder auch sexistische Einstellungen, das haben wir geprüft im Rahmen sogenannter Kultivierungsstudien, da haben wir zunächst keinen Unterschied gefunden zwischen Spielern und Nichtspielern, was aggressive Grundeinstellungen oder so etwas angeht.“ (http://www.dradio.de/dlf/sendungen/studiozeit-ks/1515535/) Dabei bezieht er sich auf die Studie „Gamestat 2011“, die im Rahmen der Konferenz vorgestellt wurde.

Tanja Adamus hat die e-sport Szene genauer betrachtet und stellt fest, dass hier vor allem Teamfähigkeiten und Selbstverantwortung für ein erfolgreiches Spiel notwendig sind: „“Sie haben gelernt, wie man Aufgaben verteilt. Sie haben gelernt, Verantwortung zu übernehmen. Wenn sie solche Führerrollen übernehmen, hängt eben sehr viel von ihren Entscheidungen ab, auch von dem, was die anderen machen. Ich glaube auch, dass sie sehr stark lernen, selbstständig zu lernen. Weil: Es gibt ja niemanden, der sie anweist, der ihnen wie in der Schule sagt: Jetzt mach das, jetzt gehst Du diese Aufgabe an. Jetzt schau‘ Dir den Text an. Und ich denke, sie lernen einen großen Teil Selbstständigkeit.“ (ebd.)

Der ganze Artikel findet sich unter folgender Adresse: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/studiozeit-ks/1515535/

Den Radiobeitrag gibt es auch als Podcast unter: http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/07/28/dlf_20110728_2012_9f78fe39.mp3