Schlagwort-Archive: Ironie

Blockflöte Des Todes – Wenn Blicke Flöten Könnten (2010)

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Die Blockflöte mit ihrem Debut. Und sie behandelt die wichtigsten Themen des Lebens – die des Alltags. Jedochaus einer Perspektive, die zumindest mich zum Schmunzeln bringen kann. So werden z.B. folgende Dinge besungen:

  • Die Bedeutung einer Mädchenhaarallergie auf die persönliche Entwicklung,
  • die Rolle von youporn auf das WG-Leben,
  • die vergleichbare Schönheit einer Frau mit einem Flughafen,
  • den Vorteilen der Mädchen in Berlin,
  • Fairtrade gehandeltes Kokain,
  • Irr/Wege zur Befriedigung der Fernsehsucht,
  • einem Vorteil, mit Krücken durch das Leben zu wandeln,
  • den Schwierigkeiten, sich zu suizidieren,
  • der ersten Liebe oder dem
  • Tag des offenen Tiers (sic!) im Schlachthof

Die meist entspannte und eigentlich immer passende Gitarrenmusik (und sogar einem Blockflötenpart!) trifft auf Texte mit Witz, (Selbst-)Ironie, Biss und Geist. „Jedes Lied auf dem Debüt der Blockflöte des Todes ist wie ein guter Witz: Nicht zu lang und mit Pointe meistens am Ende.“ (Quelle) Eine gute Kombination für die Momente des Lebens, in denen man eine gute Unterhaltung braucht 🙂

Wikipedia über die Blockflöte des Todes

Knorkator – The Schlechst Of Knorkator (1997)

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Was für ein Debüt! Allein der Titel lässt aufhorchen, das Artwork abschrecken (ich erinnere mich, wie in Ende der 90er Jahre in den CD-Regalen blätterte und mich dieses Cover damals daran hinderte, Interesse für Knorkator zu entwickeln!)

Das Album „The Schlechst Of…“ macht seinem Namen wirklich alle Ehre. Statt „nette“ Sounds mit „netten“ Texten auf die CD zu packen, haben sich Knorkator wohl tatsächlich überlegt, welche Songs besonders schlecht sind. Und eigentlich tun sie genau das, was sie auch später perfektionieren. Sie spielen mit den Hörgewohnheiten, überzeichnen, karikieren, (selbst-)ironisieren, irritieren und damit polarisieren sie auch. Sicher noch weniger zugänglich als die Nachfolgealben, was zumindest bei mir daran liegt, dass ich mit den sehr hartrockigen Stücken wenig anfangen kann und mich bemühen muss, den Songs zu folgen. Wenn ich es schaffe, macht es durchaus Spaß. Daher zum Einstieg meine Empfehlung: der Song Böse. Böse Gitarren, Böse Stimme, eben Böööse 😀

Offizielle Webseite von Knorkator

Portrait über Knorkater bei laut.de