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The Beautiful South – Welcome To The Beautiful South (1989)

Reinhören
Zusehends verwandelt sich mein Blog offenbar in sowas wie die Rumpelkammer von Willi Schwabe. Die vorgestellten Platten werden gefühlt immer älter (oder ich einfach nicht jünger?) Aber dennoch oder gerade vielleicht deshalb sollte dieses Album erwähnt werden, da es zu schade wäre, wenn es von Google & Co. in Vergessenheit geriet. Also hier eine Erinnerung an eine Platte, da der Beitrag nun von den Suchmaschinen der Welt neu indexiert wird.

Das Erstlingswerk der Band fand seinerzeit große Beachtung. Die musikalische Qualität konnte meiner Meinung nach auf  nachfolgenden Alben von The Beautiful South nicht mehr erreicht werden (wenngleich die nachfolgenden Veröffentlichungen oft erfolgreicher waren). Dass The Beautiful South aus den Housemartins hervorging, nachdem sich Norman Cook von diesen verabschiedete und fortan u.a. als Fatboy Slim die Tanzflächen beschallte, sei hier nur nebenbei erwähnt.

Das Album ist gefühlt und gehört voller Popperlen, die etwas Abseits der üblichen Hitparadenmusik der damaligen Zeit lagen (wobei das Album selbst die Top10 der britischen Hitparade knackte!). Ohrwürmer wie „Song For Whoever“, „You Keep It All In“, „I’ll Sail This Ship Alone“ dürften wohl auch heute noch in den Hitradios des Landes hoch und runter gedudelt werden.

Das soll schon reichen. Über diesen Klassiker findet sich sicher noch mehr im Netz 🙂

Mehr über The Beautiful South auf laut.de

 

Fatboy Slim – You’ve Come A Long Way, Baby (1998, 2010)

Hörprobe

„Hier hat einer zu Ende gebracht, was die Chemical Brothers begonnen haben. Caramba! Und wie! Fatboy Slim hat mit seinem zweiten Album den Syntheziser Big Beat dorthin geschickt, wo er kurz vor der Jahrtausendwende, „Right Here, Right Now“, hingehört: Auf den neusten Stand — und in die Hitparaden. Die Platte rockt, weil der Mann weiß, was er sampelt: Fatboy ist Pizzaman ist Beats International ist Freakpower ist The Mighty Dub Katz ist eigentlich Norman Cook ist ehemals ein Housemartin (ja, wirklich!), und weil es nichts gibt, was der Mann nicht schon war oder schon gehört oder selbst gespielt hat, kann er auch alles, darf er auch alles, macht er auch alles. Schon nahe der musikalischen Schizophrenie hat Cook mit Fatboy Slim nun scheinbar eine Persönlichkeit gefunden, mit der er sich wohl fühlt – es muß wohl so sein, denn ein gespaltener Geist hätte kein so stimmiges Album hinbekommen: You’ve Come A Long Way, Baby — aber jetzt biste angekommen. „The Rockefeller Skank“ trägt seinen Namen schon deshalb zurecht, weil dieses Monster einer Hitsingle aus Fatboy Slim endgültig einen reichen Mann gemacht hat. Aber die Singles sind längst nicht alles. Wir lernen: Alles ist möglich mit genügend Arbeitsspeicher, zwei Plattentellern und dem Fuß auf dem Gas. Sonst? Zuviel Bass gibt es nicht. Ein Riesending, schwer und cool und — right about now, funksoulbrother — genau richtig.“ (Michael Ebert) (http://www.amazon.de/Youve-Come-Long-Way-Baby/dp/B00002479S)

Wikipedia zu Normen Cook

Und natürlich muss das Superspaßvideo hierher 🙂

The Housemartins – Now That’s What I Call Quite Good (1989)

Reinhören

„Als die Housemartins sich im Jahr 1988 nach nur zwei Alben, nämlich „London 0 Hull 4“ und „The People Who Grinned Themselves To Death“ wie bereits am Anfang ihrer Karriere angekündigt auflösten, war die Trauer unter den Freunden von guitarrenlastiger, schöner, kritischer englischer Popmusik sehr groß, denn mit den Housemartins verließ eine der besten Bands dieser Kategorie die Bühne. Als dann im Jahr 1989 mit „Now That’s What I Call Quite Good“ (eine Anspielung auf eine Art englische „Bravo Hits“) eine Best-Of_Sammlung erschien, war die Skepsis groß, denn der Verdacht war nicht ganz unberechtigt, daß hier einfach ein paar Singles zusammengemischt und noch einmal kräftig abkassiert werden sollte. Aber weit gefehlt, denn „Now That’s What I Call Quite Good“ weiß mit 24 hervorragenden Songs zu überzeugen; und deren Zusammenstellung ist durchaus wohlüberlegt, denn obwohl natürlich alle 9 als Single ausgekoppelten Stücke vorhanden sind, ist beim Rest der CD einiges Neue zu entdecken, so auch einige B-Seiten und frühe Songs. Die musikalische Qualität ist so gut, wie man es von den Housemartins gewohnt ist: kurze Kracher wie „Happy Hour“ oder „we’re Not Deep“, Balladen wie „Build“ oder „Step Outside“, A-Capella-Songs wie „Caravan Of Love“, Instrumentals, Gospel, Klaviermusik, und und und. Dazu die prägnante Stimme des begnadeten Sängers Paul Heaton und dessen bissige Texte: ein Album, das jeder Freund der schönen Musik besitzen sollte.“ (http://www.amazon.de/review/R1I4BEHZ26WNT8/ref=cm_cr_rdp_perm)

Indiependia und Wikipedia über die Housemartins