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Kings Of Convenience – Declaration Of Dependence (2009)

Hörprobe
Hach, passt ja irgendwie, grad jetzt (und wie immer etwas spät) wieder was schönes aus Norwegen zu berichten. Das dritte Album von Erlend Oye und Eirik Glambek Boe, auf welchem die beiden choral vor sich hin singend und summend mittels einfachster (zwei Akustikgitarren, eine Brise Geige und Klavier) aber sehr edel gespielter Instrumentierung ihre Abhängigkeitserklärung vorstellen. Und diese ist „ein ausgiebiger Sonnentanz. Eine Art letzte Hoffnung für all die Winterdepressiven, Piña-Colada-Schlürfer, Urlaubsverliebten und sonstigen Sonnenanbeter. Ein schwebender Gebetsteppich für einen Nachmittag auf der Sonnenliege, für ein wenig mehr Ultraviolett und – natürlich – Gemütlichkeit.“ (http://www.plattentests.de/rezi.php?show=6954) Klingt eigentlich langweilig, gerade wenn man auf kleine Aufgeregtheiten in der Musik steht. Aber es ist wohl die große Kunst, gerade mit solchen unauffälligen Perlen nicht übersehen zu werden. Im Gegenteil, unaufdringlich und damit stärker zu leuchten als vieles, was sich so im Musikversium breit macht. Und so kann man das Album einfach immer und überall durchhören und es flutscht einfach so durch die Gehörgänge. Aber – ohne dass man es merkt – zaubert es ein gutes Gefühl überall hin, wie der Sommerwind…

Wikipediaeintrag (engl.) zum Album

Kings of Convenience – Mrs. Cold from françois nemeta on Vimeo.

The Ukrainians – The Ukrainians (1990)

„This is the sort of music you see people dancing to in restaurants totally pissed out of their brains and contemplating brutal but caring sex with waiters with massive moustaches and furry boots. I ended up taking it to bed with me and now I’m going to have its children“ (NME) (http://www.the-ukrainians.com/a_ukrainians.html)

„Diese CD ist ein absolutes Meisterwerk. Die Ukrainians sind eine britische Band, die Rockmusik mit ukrainischem Folk vermischt. Das Ergebnis ist fantastisch: Speedfolk vom Allerfeinsten, niemals langweilig und immer wieder mitreissend. Ich empfehle diese CD allen, die mit der Musik von den Pogues, Fiddler’s Green, Paddy Goes To Holyhead, Loreena McKennitt oder den Schnittern etwas anfangen können.“ (http://www.amazon.de/review/R6IZ7CVIQCP5Q/ref=cm_cr_rdp_perm)

http://www.the-ukrainians.com/– Homepage von den Ukrainians

Weitere Hintergrundinfos liefert Wikipedia

The Ukrainians – Cherez Richku Cherez Hai. Live at Ashton Ukrainian Club, England. Sat 02 Dec 2006

Fanfare Ciocarlia – Baro Biao (1999)

Reinhören

„Wer dieses wilde Dutzend rumänischer Blasmusiker je einmal live erlebt hat, wird seine, durch jahrelange Musikbeschallung von westeuropäischen Umpa-Pah-Bierzelt-Musikern gefestigten Vorurteile schnell über Bord werfen. Dumpf ist hier gleich gar nichts. Die Fanfare Ciocarlia, das Blasorchester aus den Karpaten, kommt gewitzt und filigran, schnell, irrwitzig und schräg daher. Ob man sich nun auf dem zweiten, Baro Biao betitelten Album über Tango, Polka oder orientalische Weisen hermacht — die Lieder auf diesem alternativen Hochzeitsalbum (Baro Biao = Grosse Hochzeit) sind ein grosses Vergnügen. Neben den zu Recht hochgelobten Taraf De Haidouks sind Fanfare Ciocarlia die zweite grossartige World-Musik-Band aus Rumänien.“ (Quelle: http://www.phpbb2plus.de/shop/B00002DEG3/Baro_Biao.html)

Biografie zur Band auf laut.de