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CocoRosie – La Maison de Mon Reve (2004)

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„Klingt wie ausgedacht: Zwei nach der Geburt getrennte Schwestern aus Brooklyn treffen sich in Paris, um fortan das süße Boheme-Leben zu genießen und in einem kleinen Apartment im 18. Distrikt wunderliche Musik aufzunehmen. Weiter erzählt die Legende, haben sich die beiden dort acht lange Monate eingeschlossen, um nur mit den dort zur Verfügung stehenden Mitteln und unter simpelsten Bedingungen ihre simultan zu den Aufnahmen entstehenden Lieder auf 4-Spur zu bannen. So bietet „La maison“ im Grunde simple Folksongs, die jedoch unterzugehen scheinen in einer Geräuschkulisse aus Türenquietschen, Telefonklingeln, Gesprächsfetzen, Verkehrslärm, Videospiel-Gefiepse, ratternden Spielzeug-Robotern, kratzenden Vinylplatten und verfremdeten Kinderstimmen.
Portishead, Björk oder Nicolette, minus Produktions-Budget, mögen da als Vergleich noch am ehesten herhalten, aber auch die Weltbedrücktheit einer Billie Holiday. Vielleicht sind auch nur schlechte Drogen im Spiel oder eine Geisterrepublik im Kopf. Auf jeden Fall wartet auf jede noch so liebliche Melodie an der nächsten Ecke eine Überraschung, und mit einer schrägen Idee wird alles Gehörte über den Haufen geworfen. Dazu passend diese Stimmen wie aus einem (Alp-)Traum, die wegtauchen ins Ungewisse und dem Lärm die Oberhand lassen oder auch mal nur zur Akustikgitarre traditionelle Americana-Weisen intonieren.
Ob das alles ironisch sein soll, wie die aufgemalten Schnurrbärte auf den Photos, ist letztendlich egal, wenn dabei so ein liebliches wie kaputtes, berauschendes wie zerrissenes – kurz: verblüffendes Etwas herauskommt.“ (http://schallplattenmann.de/a112073-Coco-Rosie-La-maison-de-mon-reve.htm)