Schlagwort-Archive: Folk Rock

Tunng – Good Arrows (2007)

Gute Pfeile gibt es immer mal wieder. Sei es bei Robin Hood, der sie für die Gerechtigkeit verschießt oder bei Amor im Auftrag der Liebe. Auch Tunng haben sie in ihrem Köcher bzw. auf ihrem dritten und vielfältigen Album nachgelegt, die man bei jedem Hören aufs Neue zu spüren bekommt . Sie verbreiten gute Laune, Leichtigkeit und Gelassenheit. Und bei jedem ihrer Songs glaubt man  Tunng sofort, dass sie die Guten sind. Aber wo viel Licht, da viel Schatten. Irgendwo in ihren bunten Arrangements des Folktronica verstecken Tunng „das Dunkel“, dass nur darauf lauert, den Hörer im heitersten und unachtsamsten Moment zu erschrecken. Also vorsicht!

„Ein bisschen Paul Simon und ein bisschen Bright Eyes, ohne altmodisch oder künstlich zu klingen – auf ihrem dritten Album haben Tunng den goldenen Schnitt zwischen poppigen Melodien, elektronischen Basteleien und folkig-melancholischen Stimmungen entdeckt. „Good Arrows“ ist ein Album, das bei jedem Anhören neue Facetten gewinnt. Zwischen den Wänden eines engen Kellers erschufen die Briten weite, verführerische Klangwelten.“ (Quelle: http://www.laut.de/Tunng/Alben/Good-Arrows-22068)

Tunng – And Then We Saw Land (2010)


And Then We Saw Land
Wer kennt sie nicht – diese kurze, unfassbare, schöne Zeit – ganz kurz vor dem Aufwachen und schon nach dem Schlafen. Ein Aufwachen, welches einen sonnigen Tag nach sich ziehen wird, wo es einen duftenden Kaffee ohne Hast gibt. Ein Aufwachen, dass beim ersten Blick lichtdurchflutetes frisches Grün von Bäumen zeigt… Das sind doch schöne Momente. Der Schlaf ist noch nicht weg und verbreitet noch ein wohlig-ruhiges Gefühl, aber schon bald geht es auf in einen Tag, der viel Gutes verspricht. So in etwas klingt für mich die Musik von Tunng. Und was der Titel an Optimismus verspricht, lösen die Songs ein. Immer gibt es Hoffnung, Licht, Freude, Zugewandtheit. Oder in der Metapher des Titels zu bleiben: Mit Hustle im Gepäck kann es wohl auf jede Schiffsreise gehen, ohne Angst vorm Kentern zu haben…

House Of Freaks ‎– Invisible Jewel (1994)

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Schwierig, die Frage zu beantworten, ob es sich lohnt, dieses Album vorzustellen… Es ist, in heutigen Entwicklungszyklen gemessen, uralt, die Band gibt es nicht mehr und das Album dürfte auch nur schwer zu besorgen zu sein. Und dennoch überrascht die Platte immer wieder, wenn ich sie auflege – und ich kann nicht sagen, warum. Zwei Leute (Bryan Harvey & Johnny Hott) mit wenigen Instrumenten (Gitarre, Drums und etwas Percussion) schaffen es, einen sehr urigen und krautigen Sound zu erschaffen, der sich irgendwo am Folk-Pop zwischen R.E.M. (in der unpoppigen Phase :-)) und Tom Waits, Blues und Garage-Rock bewegt. Es wird viel geschrammelt, geraschelt, übersteuert und gekrazt, was wohl immer wieder meine Aufmerksamkeit erregt. Insofern passt auch der Titel, sind hier wohl einige unsichtbare Edelsteine versammelt, die immer wieder neu entdeckt werden wollen…

CocoRosie – The Adventures of Ghosthorse and Stillborn (2007)

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Was ist eigentlich das schöne an den Platten von CocoRosie, dass ich gern immer noch eine mehr im Schrank haben möchte? Eine Frage, die ich mir selbst hin und wieder stelle. Ist es das verspielte der Lieder? Ist es der Überraschungsmoment, wenn wieder mal ein neuer Gegenstand, der wohl eigentlich nicht zum musizieren gebaut wurde, nun doch für einen Ton auf dem Album herhalten muss? Ist es die Freude über nie erwartete Melodien, verträumten SingSang oder der eine oder andere prominente Studiogast (hier übrigens wieder mit Gastauftritt von Antony), der die beiden Schwestern unterstützt? Ist es diese (verw)irrende akustische Reise in die Traumwelt der Beiden, zu der jedes Album einlädt? Es liegt wohl an allen zusammen und noch mehr…
Wikipedia zu CocoRosie

Gravenhurst – Black Holes In The Sand (2004)

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Gravenhurst ist so ein Phänomen am Musikhimmel – konsequent, mutig und unerhört einsam. So jedenfalls klingt die Musik und die Verkaufszahlen, wenngleich ihm der Vertrag bei Warp Records doch etwas mehr Aufmerksamkeit zukommen lies (dass sich Warp längst nicht mehr als Anwalt elektronischer Musik sehen, sondern vielmehr die Innovationsantennen eines John Peel aufgesetzt haben, beweisen sie mit ähnlichen Acts wie Tortoise, !!! oder Jamie Lidell). Und wie auf fast jedem Gravenhurst-Album lotet auch hier wieder Nick Talbot die nicht ganz so stark leuchtenden Seiten seines/des Lebens genauer aus und bedient sich dabei den Elementen des Folk-Rocks ebenso sparsam souverän wie denen der elektronischer Genres. Für Fans von Hüsker Dü darüber hinaus ein Muss, da Gravenhurst hier den Song „Diana“ neu interpretieren.

Kings Of Convenience – Quiet Is The New Loud (2001)

Hörprobe

Im Nachgang darf man sich fragen, ob diese Könige wussten, was sie mit diesem Album auslösen würden? Eine regelrechte Welle neuer Lagerfeuerromantikmusik wurde ausgelöst und ein Erland Oye Hype sowieso. Akustikgitarrenhersteller und -händler dürften sich die Hände gerieben haben. Die britische Presse war auch schnell mit einem neuen Genre bei der Hand: New Acoustic Movement (http://www.indiepedia.de/index.php?title=New_Acoustic_Movement)

Aber wie dem auch sei: dieses  Album trägt so viel Ruhe und Wärme in sich, dass es gar keines extra-Lagerfeuers mehr braucht.  Und auf den Webseiten des BR („on3“) schaffte es dieses Album sogar in die Ruhmeshalle, auch wenn der Kritiker eigene Vergleiche einbringt: „Ihr Debütalbum hört sich an wie ein grün bestrichener Fensterrahmen in einem kleinen norwegischen Dorf. Irgendwie schon ein bisschen kitschig, aber trotzdem einer der schönsten Musikmomente des Jahrzehnts.“ (http://on3.de/element/172/ruhmeshalle-kings-of-convenience-quiet-is-the-new-loud#/element/172/ruhmeshalle-kings-of-convenience-quiet-is-the-new-loud)

Gern werden die Kings Of Convenience als die neuen Simon & Garfunkel genannt: ich würde es lieber andersrum sehen 🙂

Kings Of Convenience – Riot On An Empty Street (2004)

Hörprobe
Zugegeben, es hat ein wenig gedauert, bis auch mir die Kings Of Convenience glaubhaft machen konnten, das „Quiet The New Loud“ ist. Ich habe sie ein paar mal bei Freunden gehört und fand sie „nett“. Durch die Einzelprojete des Erland Øye, die mir griffiger waren und luftig daherkamen, wurde ich aber dann doch nochmal neugierig. Tja und so wandert nun wohl so langsam alles Material auch in meinen Plattenschrank.
Riot On Empty Street ist das zweite Album, welches Erland Øye zusammen mit Erik Glambek Bøe geschrieben und veröffentlicht hat. Es ist getragen von klassichen Instrumenten und vor allem die Stimmen der beiden Musiker mit Unterstützung von Leslie Feist. Ganz ohne großen Bohei schaffen es die Beiden, eine sehr schöne Atmosphäre ins Wohnzimmer zu tragen und sowas wie, ich bitte im Vorfeld um die Benutzung dieses sonst eigentlich abwertenden Wortes, Lagerfeuerromantik zu verbreiten. Neben Instrumentierung und Gesang zeichnet sich die Musik vor allem durch Ruhe und Leichtigkeit als kompositorische Elemente aus. Das besondere Kunststück ist aber eigentlich, dass die Musik prädistiniert dafür ist, ins Langeweilige oder Belanglose abzudrirften. Aber genau das tut sich nicht… Das die Kompositionen aus dem eigentlich etwas frostigen Bergen in Norwegen kommen, hört man ihr nicht an. Und auch der Titel, ist irreführend. Von einem Aufstand ist in der Musik nichts zu spüren, es sei denn, dieser ist auf leeren Straßen immer so schön ruhig. Dann her damit.

http://www.kingsofconvenience.com/ – Offizielle Webseite

Chris Garneau – El Radio (2009)

Hörprobe
„Heute hier, morgen dort

Diese Songs gehören nicht in Plattenläden. Und schon gar nicht ins Internet. Sie gehören auf Flughäfen, kurz vor die Check-In-Schalter. Sie gehören auf Bahnhöfe, in den Wind einfahrender Züge, die nur ein paar Minuten später weiterrauschen werden, schneller und schneller. Sie gehören in Fernfahrerkabinen, zwischen Navigationssysteme, Raststätten-Baguettes und Gedanken, auf die es keinen Pfand gibt. Sie gehören in tollkühn schaukelnde Boote, die einen Pakt mit dem Pazifik geschlossen haben und vorbeitrudelnde Flaschenpost einfach weiterschwimmen lassen, weil das Briefgeheimnis auch auf offenem Meer gilt. Sie gehören an einsame Landstraßenränder, in güldene Gondeln und auf Gipfel, wo die Luft nicht dünner, sondern nur der Blick atemberaubender wird.

Chris Garneau singt für die Unaufhaltbaren. Sein Debüt-Album nannte er „Music for tourists“, und es verstand sich von selbst, dass damit keine Pauschalreisenden gemeint waren. Sondern Menschen, die ihr Gepäck in der Westentasche tragen und beide Hände frei haben. Um sie jemandem zu reichen, vielleicht sogar sich selbst. Ein warmherziges Harmonium eröffnet nun sein Zweitwerk „El radio“ – ein Morgentau-Panorama, ein paradiesisches Bild, eine Idylle. Wenn man Katharsis hören könnte, dann würde sie genau so klingen. In den Bäumen sitzen Streicher, die erst ganz behutsam das Blätterrauschen imitieren und schließlich ausschwärmen, würdevoll und frei. Nach zwei Minuten schlendert Garneau ins Bild; ein Statist, der innerhalb von Sekunden zum Protagonisten wird. Seine Stimme umgibt noch immer diese Aura jungenhafter Schüchternheit, aber man spürt: Er ist sich seiner Sache sicher.

Das Kuriose dabei ist allerdings, dass diese Lieder, die den Reisenden gehören, so vertraut, intim und nah klingen, als hätte Garneau sein ganzes bisheriges Leben an einem einzigen Ort verbracht. Als hätte er sein Songwriter-Nest noch nie verlassen. Als würde er, für den Fall, dass eine Idee anklopft, immer eine Angoradecke und eine Thermoskanne mit Rooibostee bereithalten, daneben ein Porzellanschälchen mit Kandiszucker und eine windgeschützte Kerze. „Sing a leaving song like you’re leaving“ – das sind die Worte, die aus dem Opener einen Schlüsseltrack machen. Man muss erst einmal begreifen, dass der Weg zwischen Herz und Kopf die wahre Weltreise ist. Garneau weiß das schon längst. Er hat das Ende des Anfangs und den Anfang vom Ende gesehen. Aber auch wenn die 13 neuen Songs hochemotional sind, wird es nie dramatisch oder gar theatralisch. Garneau behält stets die Fassung.

Für die Aufnahmen von „El radio“ hat der 26-Jährige sein Songwriter-Nest im New Yorker Stadtteil Williamsburg tatsächlich verlassen. Drei Monate lang war ein Haus am See in New Hampshire sein Refugium. Hin und wieder kamen Freunde vorbei, um Instrumente einzuspielen oder Backing Vocals zu singen. Ansonsten war da nichts außer Natur und den Launen der Jahreszeiten. Vielleicht hat er sein Album deswegen in Quartale dividiert: „April showers“, „Il fait chaud“, „In autumn“ und „Winter songs“. Bei Schubert hätte man wohl von einem Lieder-Zyklus gesprochen. Doch während die Stücke von „Music for tourists“ fast ausschließlich und in bester Kunstliedtradition von Klavierarrangements begleitet wurden, sind die neuen Songs wesentlich opulenter und origineller instrumentiert. Und mit „No more pirates“ kommt Garneau dem klassischen Popsong näher als jemals zuvor – inklusive Mariachi-Bläsern und einer groovenden Koalition aus Wurlitzer und Drums.

Für die „Dirty night clowns“ klimpert er eine linkisch rumpelnde Zirkusmelodie in die Manege, flankiert von einem dezent swingenden Kontrabass und Küchenuntensilien-Percussion. Es dauert nur eine halbe Minute, bis Streicher und Flöten das Szenario in Richtung Disney verschieben – und wieder zurück. Mehr Kammermusik, weniger Kummermusik. Vor allem „Fireflies“ sitzt der Schalk im Nacken, wie man es von Garneau nicht erwartet hätte. Aber natürlich gibt es nach wir vor auch die Zeitlupenmomente zum Innehalten: das schlichte und ergreifende „Raw and awake“ mit seinen andächtigen Posaunen, das glitzernde Piano-Instrumental „Black hawk waltz“ oder auch „Hands on the radio“, das stilistisch dem Debüt am nächsten kommt. Die „Hometown girls“ haben den Blues, „The cats & kids“ eine Spieluhr auf dem alten Fender Rhodes positioniert, und Garneau besitzt weiterhin die Gabe, Melodien zu schreiben, die zunächst unscheinbar wirken, aber schon bei der zweiten Begegnung engste Vertraute sind. Die gehören nun wirklich nicht in Plattenläden. Und schon gar nicht ins Internet.  (Ina Simone Mautz)“ (http://www.plattentests.de/rezi.php?show=7056)

http://www.chrisgarneau.com/ – Offizielle Webseite

Chris Garneau bei myspace

Thee Silver Mt. Zion Memorial Orchestra & Tra-La-La Band – Horses In The Sky (2005)


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„Elektrische Stühle und Ex-Präsidenten. Industrialisierung und Vaterlandsverrat. Efrim Menuck und seine Mitanarchisten schlagen mal wieder zu: gewaltfrei, basisdemokratisch, subversiv. Mittlerweile sieben unstete Geister rütteln unter dem Silver Mt. Zion an allen Grundfesten, die sie zu fassen bekommen. Und werden dabei so persönlich, wie ein brennender Molotov-Cocktail in der Nachttischschublade. „Horses in the sky“.

Die Hölle hingegen ist voller Geigen. Am Boden lungern Mandolinen, Harmonium, Stromgitarren herum. Dazu wird weiter aus dem Gebetbuch der Globalisierungsgegner gesungen, ohne sich um Tonlagen oder Melodien zu scheren. Stattdessen haben A Silver Mt. Zion Genosse Groove als Mitstreiter gewonnen. Im umwerfenden Opener „God bless our dead marines“ taumelt, hüpft und zappelt er bis zur Besinnungslosigkeit mit dem Tomahawk in der Hand ums Lagerfeuer herum. Ein kriegsversehrter Reggae und ein marodes Requiem zugleich.

„Mountains made of steam“ windet sich im Crescendo des Ungemachs. Man stelle sich die rostigen Banjos aus The Notwists „Neon golden“ ohne passende Beats vor, und denke sich zum Finale einen eruptiven Walgesang von Zerrgitarre hinzu. Pseudoklassische Klänge wie zerlaufenes Zelluloid. Dagegen jedoch wirkt David Lynchs Pananoia wie aufmunternder Kinntop. Kein Wunder, daß dem sanften Säuseln des Titelstücks jedwede Beruhigung abgeht. In „Teddy Roosevelt’s guns“ wiederum beklagt ein vaterlandsloser Geselle „Canada, oh Canada, I’ve never been your son.“ Und man weiß nicht, ob die zerschossene Zerbrechlichkeit dieser Feststellung Selbstmitleid oder Resignation ist. In den abschließenden fast vierzehn Minuten Nervenzusammenbruch zerflattert dann „Ring them bells (Freedom has come and gone)“ wie eine morsche Fahne im Wind, bis der letzte Faden davonweht.

„Sechs kaputte Walzer für die Weltkriege vier bis sechs“, heißt es an anderer Stelle über das Album. Kein Dementi von dieser Seite. „Horses in the sky“ hinterläßt verbrannte Erde und wirft Fragen auf wie Bombenkrater. Die rätselnden Gesichter wanken im Rhythmus der morbiden Mantras. Passend dazu haben A Silver Mt. Zion schon wieder ihren Namen verunstaltet: Ein Chor gestrichen, ein E dazu, fertig ist Thee Silver Mt. Zion Memorial Orchestra & Tra-La-La Band. Kaum zu fassen.“ (http://www.plattentests.de/rezi.php?show=2894)

Ein paar Wikipediainfos zu dieser außergewöhnlichen Gruppe

Infos zur Band bei Intro

Ein Fanvideo

CocoRosie – La Maison de Mon Reve (2004)

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„Klingt wie ausgedacht: Zwei nach der Geburt getrennte Schwestern aus Brooklyn treffen sich in Paris, um fortan das süße Boheme-Leben zu genießen und in einem kleinen Apartment im 18. Distrikt wunderliche Musik aufzunehmen. Weiter erzählt die Legende, haben sich die beiden dort acht lange Monate eingeschlossen, um nur mit den dort zur Verfügung stehenden Mitteln und unter simpelsten Bedingungen ihre simultan zu den Aufnahmen entstehenden Lieder auf 4-Spur zu bannen. So bietet „La maison“ im Grunde simple Folksongs, die jedoch unterzugehen scheinen in einer Geräuschkulisse aus Türenquietschen, Telefonklingeln, Gesprächsfetzen, Verkehrslärm, Videospiel-Gefiepse, ratternden Spielzeug-Robotern, kratzenden Vinylplatten und verfremdeten Kinderstimmen.
Portishead, Björk oder Nicolette, minus Produktions-Budget, mögen da als Vergleich noch am ehesten herhalten, aber auch die Weltbedrücktheit einer Billie Holiday. Vielleicht sind auch nur schlechte Drogen im Spiel oder eine Geisterrepublik im Kopf. Auf jeden Fall wartet auf jede noch so liebliche Melodie an der nächsten Ecke eine Überraschung, und mit einer schrägen Idee wird alles Gehörte über den Haufen geworfen. Dazu passend diese Stimmen wie aus einem (Alp-)Traum, die wegtauchen ins Ungewisse und dem Lärm die Oberhand lassen oder auch mal nur zur Akustikgitarre traditionelle Americana-Weisen intonieren.
Ob das alles ironisch sein soll, wie die aufgemalten Schnurrbärte auf den Photos, ist letztendlich egal, wenn dabei so ein liebliches wie kaputtes, berauschendes wie zerrissenes – kurz: verblüffendes Etwas herauskommt.“ (http://schallplattenmann.de/a112073-Coco-Rosie-La-maison-de-mon-reve.htm)