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Zbigniew Preisner – Trois Couleurs Bleu (1993)

Reinhören Nicht jede Filmmusik eignet sich auch zum Hören, ohne zugleich den Film auch zu sehen und nur wenige schaffen es, auch ohne den Film intensiver zu wirken. Kompositionen von Michael Nyman zum Beispiel oder teilweise Ennio Morricone, um mal zwei zu nennen, bilden hier eher die Ausnahme. Das die Musik zum Film „Drei Farben Blau“ auch allein wunderbar funktioniert, wundert umso mehr. Denn dieser „Soundtrack“ (eigentlich das falsche Wort für solche Musik) wurde in Abstimmung mit dem Regieseur Krzysztof Kieslowski bereits während den Dreharbeiten geschrieben und sollte so umso mehr mit dem Film verwoben sein. Thematisch dreht sich alles darum, die Hymnoe Europas auf- und auszuarbeiten sowie den im Film transportierten Schmerz und die Trauer (sowie deren Überwindung) akustisch umzusetzen. Insofern ist die Musik deutlich auf die Handlung des Films zugeschnitten. Auch ein paar Dialoge aus dem Film mit den O-Tönen der Schauspieler zeigen diese Nähe. Und doch wirkt das Werk in seiner oppulenten, dramatischen und befreienden orchstralen Aufarbeitung wie dazu geschaffen, auch in Konzertsälen und Opernhäusern aufgeführt zu werden.
An der Stelle der Tipp: Ein reinsehen in den Film ist auch lohnenswert…

Ennio Morricone – Once Upon A Time In The West (1988)

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„Morricone muss wohl nicht mehr extra vorgestellt werden. Hier der Score zu Spiel mir das Lied vom Tod, DEM Klassiker des Italo-Western. Generell interessant sowohl für Freunde seiner Musik als auch für jene die den Film gesehen haben.

Es ist fraglich ob Spiel mir das Lied vom Tod ohne Morricones großartige Musik einen derartigen Kultstatus erreicht hätte. Die epischen Bilder des Films werden von ebenso epischer und opernhaft arrangierter Musik kongenial unterstützt und getragen. „Filmmusik braucht Raum, um sich entfalten zu können. Der Film muss der Musik Zeit geben, um sich zu entwickeln“ (Zitat Ennio Morricone). Und diese Zeit hat er bekommen. Wie kaum in einem anderen Film ist Musik und Handlung so stark miteinander verwoben und aufeinander abgestimmt. Jedem der Hauptprotagonisten des Films wurde übrigens ein eigenes Hauptmotiv gewidmet.

Die Musikstücke sind, wie meist bei Morricone, auch losgelöst vom Film wunderbar anzuhören. Der Soundtrack zu Spiel mir das Lied vom Tod gehört zum populärsten was Morricone komponiert hat. Dies zeigt auch die Tatsache dass diese CD immer wieder neu aufgelegt und gemäß Amazon Produktinformation seit 1988 (!) verkauft wird…

Welche von Morricones unzähligen Musikstücken das Beste ist, darüber mag man akademische Diskussionen führen, der Score zu Spiel mir das Lied vom Tod ist aber sicherlich seine bekannteste und populärste Filmmusik.

PS: Wer durch die Musik Lust bekommen hat und den Film noch nicht kennt, sollte sich diesen epischen Klassiker unbedingt einmal ansehen.

Es gibt übrigens von RCA auch eine Ausgabe mit insgesamt 20 Titeln, also gleich sieben (!) mehr als auf der hier rezensierten CD. Neben Variationen bestehender Themen, die die Filmmusik einfach nur abrunden, ist z.B. auch ein schönes Thema für Morton zu hören. Wirklich essentiell Neues gibt es dort zwar nicht, aber für Filmmusikliebhaber mag die erweiterte Fassung durchaus interessant sein….“ (http://www.amazon.de/review/RY6VQU4IH8FLH/ref=cm_cr_rdp_perm)

Björk – Selmasongs (2000)

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„Selma Songs ist nicht das vierte Björk-Soloalbum, sondern „nur“ ein von ihr konzipierter Soundtrack. Nach Homogenic (1997) hatte Björk die Musik erst einmal links liegen gelassen: Mit Haut und Haaren stürzte sich die wandlungsfähige isländische Pop-Artistin in Lars van Triers Filmprojekt Dancer In The Dark. Schlagzeilen über heftige Konflikte mit dem Regisseur machten die Runde; die Hauptrolle der amerikanischen Einwanderin Cvelda, die erblindet und mordet, um ihren Sohn vor demselben Schicksal zu bewahren, brachte Björk an ihre psychisch-physischen Grenzen — so sehr ging sie in der Rolle der in einer Traumwelt Gefangenen, jegliche Geräusche in Musik verwandelnden Protagonistin auf.

Der Film wurde bei den Filmfestspielen in Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet, Björk kassierte für ihr Leinwanddebüt die Trophäe als beste Schauspielerin. Dass van Trier die experimentierfreudige Sängerin außerdem zum Soundtrack überredete, erweist sich als kluge Wahl. Mit Weggefährte Guy Sigsworth, Arrangeur Vince Mendoza und dem schon bei Homogenic involvierten Orchester verknüpft Björk wieder einmal scheinbar Unvereinbares, würfelt Klassizismen, Samples, monumentale Filmmusik und zeitgenössische Dance-Rhythmen aus der Elektronikküche durcheinander, kontrovers, anspruchsvoll.

Selma Songs startet mit einem instrumentalen Intro von aufwühlender Cinemascope-Dimension, dann schwingt Islands Superstar das Zepter. „Smith & Wesson (Scatter Heart)“ oder „In The Musicals – 1 & 2“ hätten sich auch bruchlos in ihr jüngstes Album eingefügt — und wären positiv aufgefallen: Das erste transformiert den Spieluhr-Charakter eines kindlichen Schlaflieds in groovy Loops, die Björks durch den Raum irrlichternde Stimme unterfüttern, im zweiten ranken sich ihre Vocals um hibbelige Rhythmen und flauschige Orchester-Parts. Inniges, dramatisches Film-Sentiment verkörpert das Balladen-Duett „I’ve Seen It All“ mit Thom Yorke (Radiohead), „Cvelda2 hingegen verkuppelt industrielle Sounds zwischen Musique Concrète und Einstürzende Neubauten mit jazzigen Bigband-Turbulenzen und exaltierter Vokalartistik. Derart ambitionierte Musik geht eher selten direkt ins Ohr, belohnt indes geduldiges Einhören durch immer neue Überraschungen und kennt kein Verfallsdatum.“ (http://www.amazon.de/Selmasongs-Music-Dancer-Ost-Bj%C3%B6rk/dp/B00004Y5Y2/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=music&qid=1201475896&sr=1-1)

Offizielle Webseite von Björk: http://bjork.com/

Ein Björk-Forum gibts unter http://www.bjork-forum.de/

Bei Wikipedia kann man einiges nachlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Bj%C3%B6rk

Eine Vielzahl von weiterführenden Informationen liefert wie so häufig Laut.de (http://www.laut.de/wortlaut/artists/b/bjoerk/)

Angelo Badalamenti – Music from Twin Peaks (1990)


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„Vereint im Süßlich-Hintergründigen sind Regisseur David Lynch und Komponist Angelo Badalamenti Kult-Produzenten verschiedener Mystic-Soap-Operas. Beginn der Zusammenarbeit mit Blue Velvet (1986), dann Wild At Heart (1990), zuletzt Lost Highway (1996). Dazwischen der Welterfolg mit der amerikanischen TV-Serie Twin Peaks (1992). Wir erinnern uns: Hinter der Maske das Alltäglichen liegt stets die Fratze des Abgründigen auf der Lauer. Das paßt: Angelo Badalamenti bezeichnet die Welt seiner Musik selbst als ein bißchen dunkel, tragisch und schön. Seine Musik zu Twin Peaks wurde ein Kult-Megahit und Badalamenti einer der bedeutendsten Film- und TV-Komponisten in Amerika. Selten sind ein Regisseur und sein Komponist ein derartiges Kreativteam. Die Lyrics zu den Songs von Twin Peaks schrieb der Regisseur seinem Komponisten selbst, gemeinsam produzierten sie den Soundtrack und gemeinsam machten sie eine Sängerin zum Star: Julee Cruise, mit „The Nightingale“, „Into the Night“ und „Falling“. In ihrer Stimme, wie ein hauchender Engel, liegt ein doppelbödiger Reiz, süß und bitter. Naiv ist, wer sich dieser Unschuld anvertraut.“ (Quelle: http://www.amazon.de/Twin-Peaks-Angelo-Ost-Badalamente/dp/B000002LMM)

Angelo Badalamenti bei Wikipedia Infos zum Film und Serie Twin Peaks bei Filmzentrale.com

Natürlich hat der Film und die Serie selbst einen Eintrag bei Wikipedia

Ein Review zum Film bei Cinefacts