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Computer können das Lernen behindern

Auf diese These wurde ich im Rahmen eins Berichtes in Deutschlandradio aufmerksam, der vor einiger Zeit ausgestrahlt wurde. Thomas Fuchs und Ludger Wößmann haben untersucht, wie sich Computernutzung und Lernleistung von Schülern zueinander verhalten. Die Ergebnisse klingen interessant und stehen unter anderem in einer Zusammenfassung auf den Seiten des Center for Economic Studies (CES) und dem Institut für Wirtschaftsforschung bereit (ifo).

Ich zitiere mal die Zusammenfassung:

„Die Forderung, alle »Schulen ans Netz« zu bringen, ist in der öffentlichen Diskussion weit verbreitet, und in den politischen Bestrebungen zu ihrer Umsetzung werden erhebliche finanzielle Mittel aufgewendet. Gleichzeitig wenden viele Eltern eine Menge Geld auf, um ihren Kindern zu Hause die besten Computer und die neueste Lernsoftware bieten zu können. Dies alles geschieht in der Hoffnung, die Bildungschancen der Schülerinnen und Schüler zu verbessern. Umfangreiche Analysen der internationalen PISA-Daten deuten aber darauf hin, dass diese Hoffnung weitgehend vergebens ist. Die Verfügbarkeit von Computern zu Hause und die intensive Nutzung von Computern in der Schule gehen nicht mit besseren, sondern zumeist sogar mit schlechteren Schülerleistungen in den PISA-Basiskompetenzen einher. Damit zeigt sich wie schon für die in der letzten Ausgabe des ifo Schnelldienst betrachtete Verkleinerung der Klassengrößen, dass das Heil der deutschen Bildungspolitik wohl nicht in einer kostenintensiven Politik der Ausweitung der in den Schulen verfügbaren materiellen Ressourcen zu suchen ist. Mehr versprechen da schon die in den nächsten beiden Ausgaben des ifo Schnelldienst in den weiteren Folgen der Serie »Ökonomische Beiträge zur Schuldebatte« untersuchten instiutionellen Reformen des Schulsystems.“ (http://www.cesifo-group.de/portal/page/portal/ifoContent/N/pr/pr-PDFs/text_fuchs_woessmann.pdf)

Mehr findet sich hinter diesem Link

Weiterhin ist ein Text zum Thema „Methodischer Analphabetismus. Computernutzer sind nicht automatisch bessere Schüler“ von Ludger Wößmann auf o.g. den Webseiten zu finden, der wohl in der Süddeutschen Zeitung 2006 veröffentlicht wurde.

Übersicht über Standards zur Auszeichnung didaktischer Konzeptionen im eLearning

Unter der m.M.n. leicht missverständlichen Überschrift „E-Learning > Workshop Didaktik“ auf der auf der Webseite http://wip.uni-due.de/elm/standard/din/din_didactics/ von Prof. Dr. Heimo Adelsberger der Universität Duisburg Essen versteckt sich eine knappe, aber interessante, Einführung in Konzepte und Ideen zur Standardisierung von eLearning Konzepten. Wozu solche Standards benötigt werden? Ich mache es mir einfach und zitiere von der Webseite:

“ Der Begriff der didaktischen Standards wird häufig missverständlich interpretiert: Es handelt sich dabei keineswegs um die Vorgabe vordefinierter didaktischer Konzeptionen. Vielmehr soll eine standardisierte Auszeichnungssprache bzw. -methodik entwickelt werden, mit deren Hilfe die verwendeten didaktischen Konzeptionen spezifiziert werden können, um eine Austauschbarkeit und Wiederverwendung dieser Konzepte zu ermöglichen. Es hat sich gezeigt, dass die derzeitige Spezifikation von Metadaten durch LOM keine adäquate Repräsentation von didaktischen Konzepten zulässt. Zudem kann durch diese Beschreibung keine angemessene Zuordnung von Lernobjekten zu didaktischen Kontexten erfolgen. Diese Schwachpunkte sollen durch didaktische Modellierung bzw. Standards behoben werden. Zwar wurde bereits eine Vielzahl an Ansätzen für spezifische didaktische Kontexte erstellt, dennoch sind diese Ansätze bisher nicht in einen Kontext mit anderen Standards gestellt worden.“ (http://wip.uni-due.de/elm/standard/din/din_didactics/)

Folgende Informationen finden sich auf der Seite:

eLearning-Anwendungspotentiale bei Beschäftigten

Auf teleturoren.net wurde ein Ergebnisbericht zur  o.g. Studie veröffentlich, die  im Jahr 2004 durchgeführt wurde.  Die Studie untersuchte das  Weiterbildungsverhalten, mit Fokus eLearning, bei den Lernern in Unternehmen auf Individualebene.

Dabei verfolgt die Studie 4 Ziele:

  • Ermittlung individueller Lerngewohnheiten sowie daraus abgeleitet Entwicklung einer Lerner-Typologie
  • Ermittlung von Ursachen für diese Lerngewohnheiten (z.B. Alter, Position im Unternehmen, Unternehmensgröße, aber auch Computerkompetenz)
  • Ermittlung der eLearning-Affinität (bisherige Nutzung oder Interesse an eLearning)
  • Ermittlung von eLearning-Lernformen, die zu den bisherigen Lerngewohnheiten passen

Die Studie liegt zum Download als pdf vor.