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Dub Taylor – Experience (2003)

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Der Name ist Programm: Dub! Und diesen mixt sich Alex Kruger mit Minimal Sounds, klar definiertem Bass und leichten, hier und da eingestreuten, Gesangsarrangementens zurecht. Eine einfache Rezeptur, die aber aufgeht. Klar definiert, wenig Schnick und Schnack, ist diese Musik für diejenigen gedacht, die einfach zappeln wollen. Dub Taylor schafft es dabei, Sounds zu konstruieren, die zwar einfach klingen, aber nicht trival/banal sind. Sie erinnern mich irgendwie an gutes Design, an Bauhaus. Form folgt Funktion. Eine klare Linie, gute Materialien und dennoch auch die Freude des Nutzers nicht aus dem Auge verlieren. Damit wird die Musik nicht nervig und stets gern wieder in den CD-Player geschoben.

Dub Taylor – Detect (2001)

„Zwischen knarzig wälzend und knackig groovend pendeln die Tracks.

Alex Krüger scheint ein recht umtriebiger Mensch zu sein. Anfang dieses Jahres veröffentlicht er auf dem raum…musik Label in einem Atemzug zwei Alben, mit Echobox „Out of the Blue“ und als Dub Taylor „Forms & Figures“. Mit „Detect“ verlässt Krüger den Bereich von groberen, atmosphärischen dichten housigen Dub-Techno Tracks und orientiert sich mehr an einem Sound, der clubkompatibel ist und in der Lage ist, die Tanzfläche anständig zu füllen. Da ist Dub Taylor beim Frankfurter Minimal House Label Forcetracks ganz gut aufgehoben.

Wirklich minimal sind die Tracks jedoch nicht, sie besitzen vielmehr einen anständigen Drive und verbreiten ein beschwingtes und einladendes Flair. Zwischen knarzig wälzend wie „Detect“ und knackig groovend („I Can’t“) pendeln die Tracks, die wie letzterer, zum Großteil auch Gesang präsentieren.Vorgetragen in einer Bandbreite aus Geishamaunzen („Sweet Lips“), Eunuchenjodeln („John Wayne“) und Bundespräsi Lübke Englisch von Sänger Per Fourier, sorgen die Vocals für unfreiwillige Käsekomik. „I Can’t“ und der in die Hüften schießende „John Wayne“ dürften dennoch so ziemlich jeden Floor in Bewegung versetzen. Mir gefallen vor allem die instrumentalen Tracks, wie „Observer“, das von unten heraus schön Druck erzeugende „Newmen“ und der rauh minimale Track „2scale“. Hätte vielleicht mehr daraus werden können. (Gregory Britsch)“ (http://www.laut.de/Dub-Taylor/Detect-%28Album%29)

Dub Taylor – Forms & Figures (2001)

„Hinter dem angenehm klingenden Künstlernamen Dub Taylor (macht Lust auf die Musik) steckt der Berliner Alex Krüger, den “Tänzer”-Lesern und Maxikäufern durch seine Releases auf Force Tracks, United Stars of Mars, Konfekt und natürlich raum…musik bekannt. Je nach Schnittstelle geht er es mal forscher oder gemütlicher an. Für sein Debütalbum hat er nur neue Stücke zusammengetragen. Was an diesen überrascht, ist die große Spannbreite von konkret-technoiden Tracks bis zu smoothem House-Dub, eine Varianz, die er so bislang nicht nebeneinander stehen hatte, sondern auf die unterschiedlichen Labels verteilte. Dennoch wirkt “Forms And Figures” schlüssig in seiner Konzeption.“  (http://www.intro.de/platten/kritiken/23027315/dub-taylor-forms-and-figures?sim=1)