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Julee Cruise – Floating Into The Night (1989)

Darf man ein solches Album, ein weiteres Fundstück in meiner Sammlung,  am 1.1.2018 noch vorstellen? Der große Hype um #TwinPeaks im letzten Jahr (2017) ist einigermaßen durch, wenngleich die sozialen Medien immer noch viel zu berichten haben. Und darüber hinaus werden die Tage nun auch definitiv wieder länger und laden dazu ein, beschwingtere Töne aus der Anlage rieseln zu lassen.

Denn mit „Floating Into The Night“ stellte Julee Cruise 1989 ihr Erstlingswerk vor, auf dem zahlreiche Stücke zu finden sind, die nicht nur bei „Twin Peaks“ zu hören (und zu sehen) waren, sondern auch im Film „Blue Velvet“. So verwundert es nicht, dass hier Angelo Badalamenti (Komposition) und David Lynch (Lyrics) selbst mitwirkten und produzierten. Wenn das nicht vielversprechend klingt…?

Damit ist die Hörrichtung klar: Mysteriös, schwebend, dunkel, zart vibrierend, verträumt und zeitlos. Und somit allemal  wert, noch 2018 daran zu erinnern.

Weitere Quellen:

CocoRosie – Grey Oceans (2010)

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Welche Farbe habene eigentlich Ozeane? Sind die wirklich grau? Ist das überhaupt wichtig? Denn, was zählt, ist der Trubel unter der Wasseroberfläche, der ja bekanntlich vielfältig, facettenreich und nicht unbedingt als gründlich erforscht gilt. Und so kann in dieser Welt jeden Tag was Neues entdeckt werden und in jedem Bereich des Ozeans herrscht anderes Leben und andere Gesetze. So, wie die Platte der französischen Schwestern CocoRosie.

Deren Welt war ja schon immer im Paralleluniversum in  direkter Nachbarscht von Alice im Wunderland und könnte eine wunderbare Filmmusik für einen zukünftigen Tim Burton Film abgeben. Diese Platte passt irgendwie nie und immer. Sie schmiegt sich an und sperrt sich zugleich. Und jedes Mal bietete sie sich an, neu entdeckt zu werden. Vertraute Melodien sind beim nächsten Hören irgendwie weg, statt dessen scheinen sich neue Rhythmen und Sounds auf die CD verirrt zu haben, die vorhin noch nicht da gewesen waren. Ein wirklich zauberhaftes Album, dass nie gefallen kann und nie gehasst wird, da es sich stets wandelt. Und wollte ich dieses Album eigentlich mal an einem Herbsttag mit in meinen Blog aufnehmen, so passt es auch wunderbar in den Sommer, genauso wie in den Frühling und den Winter. Es ist also wie in schweizer Offiziersmesser – für alle Lebenslagen gut, für den professionellen Einsatz ungeeignet. Aber das wollen CocoRosie wohl auch nicht sein, es sei denn, es geht darum, Profi im eigenen Spielzimmer zu sein, was sie wiederholt bewiesen haben.

This Mortal Coil – It’ll End In Tears (1984)

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„Diese erste Platte, vom Labelchef Ivo iniziiert und produziert, versammelte viele Mitglieder der Labelbands von 4AD…Cocteau Twins, Dead Can Dance, Modern English, X-Mal Deutschland, Colourbox, Cindytalk und The Wolfgang Press. Eingespielt wurden ein paar Coverversionen und Eigenkompositionen. Das ganze Album klingt wie aus einem Guss, viele Songs gehen ineinander über (wie auf den späteren Alben). Herauszuheben sind natürlich die DCD- und die Liz Frasier-Songs…einfach unendlich schön und zeitlos…aber der Hammer ist und bleibt Not Me (original Colin Newman) mit der klasse Stimme von Robbie Grey (Modern English). Er ist rauher und schneller als alle anderen und erinnert mehr an die geniale erste Single von This Mortal Coil (16 Days/Gathering Dust).“ (http://www.amazon.de/review/R3CA4QZC4MH1TI/ref=cm_cr_rdp_perm)

Infos zu This Mortal Coil bei Wikipedia