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Dota – Die Kleingeldprinzessin Und Die Stadtpiraten (2003)

Hörprobe

Das Erstlingswerk der begnadeten und äußerst sympathischen Kleingeldprinzessin Dota Kehr und ihren Stadtpiraten.

„Schon vor den Stadtpiraten sammelt Dota musikalische Erfahrung, zunächst als Saxophonistin und Sängerin in verschiedenen Bands. Später schreibt sie eigene, deutsche oder spanische Songs auf der Gitarre. Kehr reist durch die ganze Welt, verdient ihr Geld als Straßenmusikerin, bringt viele Erfahrungen und einen Spitznamen mit nach Deutschland: die Kleingeldprinzessin.

Als sie 2003 von einer ihrer Weltreisen wieder nach Berlin zurück kommt, trifft sie auf Jan Rohrbach (E-Gitarre), Sebastian Vogel (Bass) und Janis Görlich (Schlagzeug): Die Stadtpiraten sind geboren. Noch im selben Jahr erscheint die erste CD, „Die Kleingeldprinzessin“. Dank kluger Texte und ungewöhnlicher musikalischer Untermalung erspielen sich die Stadtpiraten mit der Zeit eine kleine, aber dennoch sehr treue Fangemeinde – „upernette Leute, aufgeschlossen, politisch links, viele kreative Menschen jeden Alters„, charakterisiert Kehr ihr Publikum.“ (Quelle: http://www.laut.de/Dota-Und-Die-Stadtpiraten)

Gleich das erste Stück des Albums „Öffentlicher Nahverkehr“ hat mich mit seinem Text und der Art des abwechslungsreichen Gesangs erfreut und mir zwang sich der Wunsch auf, doch noch etwas mehr von der Gruppe zu hören. Und was ich so hörte, gefiel mir sehr gut. Sehr lebendig, nicht plakativ, authentisch, bunt und viele andere Assoziationen schwappten durch den Kopf. Daher drängen sich nun bereits einige CDs von ihr in meinem Regal und erfreuen mich. 

Zur Webseite: http://kleingeldprinzessin.de/

Dota & Die Stadtpiraten – Blech und Plastik (2005)

Blech und Plastik war das erste Album, das ich von Dota Kehr eroberte, wenngleich der >Hit< „Öffentlicher Nahverkehr“ hier gar nicht drauf war. Aber nach dem Song begann mich die Musik der Kleingeldprinzessin Dota zu interessieren, so das ich dann über dieses Album stolperte und mich festhörte. Tolle Songs, mit sehr guter Lyrik, Hintergründig ohne pädagogischen Zeigefinger. Dazu keine überkomplexen sondern gut gewählte und gespielte musikalische Arrangements. Das soll nicht heißen, dass musikalisch wenig zu erwarten wäre: Instrumente wie Banjo, Säge, Trombone, Trompete, Waschbrett oder Ukulele bereichern das übliche Repertoire an Instrumenten. Würde für mich irgendwie zu einem modernen Folkfest in Rudolstadt passen, Samstagabend im Heine-Park…
Auch dieses vierte Album erscheint konsequent auf dem hauseigenen Kleingeldprinzessin-Records, sicher mit dem zunehmend „selbstverschuldetem“ Erfolg von Dota und den Stadtpiraten ein gutes und für diese Gruppe passendes Geschäftsmodell.

Webseite von Dota: http://www.kleingeldprinzessin.de/

Dota – Wo Soll Ich Dich Suchen? (2013)

Reinhören
Ich denke nicht, dass das die Zeit ist, in der man vom Hören von „Rockmusik“ zur „Volksmusik“ wandelt? Aber gefühlt zunehmend mehr deutschsprachige Bands machen mir Spaß und Lust auf Mehr. So auch Dota, die mit ihrem Album „Wo soll ich suchen?“ konsequent und treu ihren Weg verfolgt und die Hörer durch wohlige Melodien und be-merkenswerte Texte schnell in ihren Bann zieht. „Eingepackt in dezente, zumeist akustische Klänge redet und singt Dota über die Lust, den Frust, die Liebe und das Leben. Fernab vom überproduzierten Deutschpop-Standard, hat Dota längst ihre eigene Nische gefunden. Dort geben sich gezupfte Gitarren, Blechbläser, Quetschkommoden und gebürstete Kartons die Klinke in die Hand, während sich Dota wahlweise säuselnd oder gefestigt mit Momenten der Überwindung („Warten Auf Wind„), heißen Juli-Tagen („Sommer„), erdrückenden Vergleichen („Du Musst Dich Nicht Messen“) oder hypnotisierenden Naturschauspielen („Zwei Falter„, „Licht„) beschäftigt.“ (Quelle).

Mit ihren Liedern definiert sie das Genre der Liedermacher neu, befreit es von Staub sowie erhobenen, sozialkritischen Zeigefinger und macht es zugleich zugänglicher, ohne die Qualitäten zu stören. Wohl schon so manches Majorlabel wollte sie unter Vertrag nehmen, aber auch hier bleibt Dota beim Eigenverlag und ihrer Freiheit. Eine Empfehlung all denen, die Musik zuhören wollen.