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Peaches – Rub (2015)

Quelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/thumb/7/79/Peaches_Rub.jpg/220px-Peaches_Rub.jpg

Peaches hatte mit ihrem Elektroclash schon immer ihre eigene Sprache und Ausdrucksweise, die sich jedoch stark am Duktus (und Gestus) der testosterongeschwängerten Musikerkollegen orienterte, die mit teuren Autos, Basecap, Goldketten, natürlich vielen Frauen und idealerweise weiteren Symbolen von Kraft und Männlichkeit in Videos posieren. Peaches negiert jedoch die Vorzeichen und überzieht diese nochmals ins definitiv Absurde. Und legt mit Rub noch eins drauf. „Melde dich an, um dein Alter zu bestätigen. Dieses Video ist möglicherweise für einige Nutzer unangemessen“, so die Warnung von Youtube, wenn man das unzensierte Video des gleichnamigen Songs ansehen möchte. Sicher nicht das erste Video, dass in einigen Portalen der Zensur unterworfen wurde… „the most insane Peaches video ever“ (testspiel.de)

Nach sechsjähriger Pause ist sie nun zurück und liefert ein HipHop bzw. Trap verdächtiges Album mit skeletierten Beats – irgendwie konsequent. Gitarren? Raus! Minimalistisch? Rein! Dass ihr dabei Frauen-/Genderthemen weiterhin wichtig sind, sollte man ihr glauben, wenngleich es sicher mancher Hörerin (!?) schwer fallen mag, da die Übersetzung in Peaches Universum ihre eigene, krasse Ausdrucksweise mit sich bringt.

„Peaches’ ehemaliger Electroclash: Heute ist er HipHop, bloß mit ihrer ganz eigenen Art von Sprechgesang, lässig bis offensiv. Dahingemurmelt, aber stets unter Spannung, ist Rub die Next-Level-Platte von Peaches, ohne auf die Sauereien zu verzichten. ‚Can’t talk right now, this chick’s dick is in my mouth‘, heißt es hier etwa im Titelsong. Good old genderfuck.“ (Musikexpress)

Hochschuldidaktik im Zeichen von Heterogenität und Vielfalt

An dieser Stelle ein kurzer Hinweis für alle, die sich mit Hochschuldidaktik im weitesten Sinne beschäftigen. Gabi Reinmann, Martin Ebner und Sandra Schön haben haben anlässlich der Geburtstage von Rolf Schulmeister und Peter Baumgartner das ungewöhnliche Format einer Doppel-Festschrift „Hochschuldidaktik im Zeichen von Heterogenität und Vielfalt“ herausgegeben, in welcher sie verschiedene Akteure aus Hochschuldidaktik, Mediendidaktik, Medieninformatik und Wirtschaftspädagogik „sowie wissenschaftlich denkende und handelnde Autoren aus der didaktischen Praxis sind in diesem Band“ (Vorwort von Reinmann im Band) versammeln, die heterogene Sichtweisen auf dieses Thema eröffnen. Dabei sind die Themen breit gefächert und reichen von OER, MOOCs, Blogs, über Hochschuldidaktik und -methodik, Lehrenden- und Lernendenmotivation, Kompetenzen und der Professionalität bis zu Themen der Kreativitätsförderung. Es gibt sicher viel zu  Entdecken, wenn z.B. Gabi Reinmann über die Kritik des Kompetenzbegriffs nachdenkt, Dieter Euler über die Herausforderungen der Hochschullehre schreibt oder die „alten Hasen“ der Hochschuldidaktik Johannes Wildt und Ludwig Huber zum Thema befragt werden.

Das besondere Schmankerl der Veröffentlichung ist neben seiner inhaltlichen Breite darüber hinaus die Veröffentlichung als Open-Access-Publikation (cc-Linzenz), d.h., dass Buch kann kostenfrei heruntergeladen und gelesen werden (pdf). Natürlich steht es auch als Kaufversion zur Verfügung, womit der BIMS e.V.,  einer Plattform für das gemeinnützige Engagement einiger Wissenschaftler, gefördert wird.

Der kostenfreie Download steht unter der Adresse: http://www.bimsev.de/n/userfiles/downloads/festschrift.pdf zur Verfügung.

Innovationsindikator 2012

Der Innovationsindikator 2012, den das Fraunhofer ISI in Auftrag der Deutschen Telekom Stiftung, erstellt hat, wurde jüngst veröffentlicht. Im Innovationsranking belegt Deutschland demnach den 6 Rang von 28 untersuchten Industrieländern. Das bedeutet ein Abrutschen um zwei Plätze im Vergleich zum Vorjahr. Niederlande und Belgien haben sich dafür „nach vorne geschoben“. Gründe hierfür werden in der verstärkten Investition in Forschung und Innovation in den letzten Jahren gesehen. Platz 1 ist wieder die Schweiz. Die deutsche Wirtschaft hingegen konnte sich im internationalen Vergleich um zwei Plätze nach oben arbeiten und erreicht nun den 4. Platz. Größtes Manko in Deutschland bleibt das Bildungssystem, welches nur einen 17. Rang einnehmen konnte. Auch bei den staatlichen Rahmenbedingungen für Innovation erreicht Deutschland nur das Mittelfeld (15. Platz). Obwohl die Investitionen in diesem Bereich gestärkt worden sind, bleiben sie doch hinter denen der anderen Staaten zurück. Ein weiterer Faktor ist die Vielfalt und Vielfältigkeit der Menschen in einem Land (Diversity), die zu Innovationen beitragen können. Auch hier schneidet Deutschland nur mittelmäßig ab. Eine stärkere Beteiligung von Frauen, Migranten und älteren Beschäftigten in Wissenschaft und Wirtschaft könnte Impulse setzen. Insofern sehen die Macher der Studie als Handlungsfelder u.a. mehr Investitionen in Bildung zu tätigen, die Qualität der Bildung zu verbessern und die Vielfalt der Bevölkerung besser zu nutzen.
Mehr Infos gibt es unter http://www.innovationsindikator.de/