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Julee Cruise – Floating Into The Night (1989)

Darf man ein solches Album, ein weiteres Fundstück in meiner Sammlung,  am 1.1.2018 noch vorstellen? Der große Hype um #TwinPeaks im letzten Jahr (2017) ist einigermaßen durch, wenngleich die sozialen Medien immer noch viel zu berichten haben. Und darüber hinaus werden die Tage nun auch definitiv wieder länger und laden dazu ein, beschwingtere Töne aus der Anlage rieseln zu lassen.

Denn mit „Floating Into The Night“ stellte Julee Cruise 1989 ihr Erstlingswerk vor, auf dem zahlreiche Stücke zu finden sind, die nicht nur bei „Twin Peaks“ zu hören (und zu sehen) waren, sondern auch im Film „Blue Velvet“. So verwundert es nicht, dass hier Angelo Badalamenti (Komposition) und David Lynch (Lyrics) selbst mitwirkten und produzierten. Wenn das nicht vielversprechend klingt…?

Damit ist die Hörrichtung klar: Mysteriös, schwebend, dunkel, zart vibrierend, verträumt und zeitlos. Und somit allemal  wert, noch 2018 daran zu erinnern.

Weitere Quellen:

Julee Cruise – The Voice Of Love (1993)

Fast 25 Jahre ist es her, dass Julee Cruise ihr zweites Album herausgebrachte. Und es könnte bald wieder sehr aktuell werden. Die Vögel zwitschern es bereits aus den digitalen Netzen: Twin Peaks geht nach 25 Jahren in die „Verlängerung“. Da Julee Cruise für die Serie und den Film seinerzeit einen Teil der Musik lieferte und selbst auf der Leinwand zu sehen war, könnte es sein, dass sie für die neuen Folgen nochmal angeheuert wurde. Zu passend war ihr Dreampop, der aber auch außerhalb des Universums von David Lynch sehr gut funktioniert. Zwar ist The Voice Of Love ein Album, welches nicht ausschließlich Stücke aus den Arbeiten mit David Lynch enthält, aber einige Songs dürfte man wiederkennen…

„Die Eulen sind nicht, was sie scheinen“ – Systemik & Twin Peaks

Bildquelle: http://www.davidlynch.de/Owl.jpg

Ein Satz, der in der Serie Twin Peaks von David Lynch immer wieder aufblitzt, lautet „Die Eulen sind nicht, was sie scheinen.“ Das Netz ist voll von Theorien und Hypothesen zur Bildsprache und den Texten der Serie, die teilweise amüsant und/oder spannend sind. Interessant hingegen ist ein Beitrag von Christoph Lorenz, der die ästhetische Codierung autopoietischer Strukturen und Prozesse am Beispiel von Twin Peaks aufzeigt. Unter Verweisen auf einzelne Episoden, Szenen und Sequenzen der Serie arbeitet er Themenfelder wie „System/Umwelt“, „Spiegelung“ oder „Zirkularität“ ab, die nicht nur für den interessierten Systemiker spannend sind, sondern – zumindest mir – wieder verdeutlichen, welchen Wert und welche Bedeutung der systemische Ansatz in der (Sozial-)Forschung spielt. Ihre Arbeit ist vergleichbar mit dem Ansinnen von Special Agend Dale Cooper, der versucht, im System Twin Peaks den Mord an Laura Palmer (mit spannenden Methoden) zu lösen. Empfehlenswert – die Serie und der Text 😉

Zum Text geht es hier lang: http://www.davidlynch.de/tpkonstrukt.html

Angelo Badalamenti – Music from Twin Peaks (1990)


Reinhören

„Vereint im Süßlich-Hintergründigen sind Regisseur David Lynch und Komponist Angelo Badalamenti Kult-Produzenten verschiedener Mystic-Soap-Operas. Beginn der Zusammenarbeit mit Blue Velvet (1986), dann Wild At Heart (1990), zuletzt Lost Highway (1996). Dazwischen der Welterfolg mit der amerikanischen TV-Serie Twin Peaks (1992). Wir erinnern uns: Hinter der Maske das Alltäglichen liegt stets die Fratze des Abgründigen auf der Lauer. Das paßt: Angelo Badalamenti bezeichnet die Welt seiner Musik selbst als ein bißchen dunkel, tragisch und schön. Seine Musik zu Twin Peaks wurde ein Kult-Megahit und Badalamenti einer der bedeutendsten Film- und TV-Komponisten in Amerika. Selten sind ein Regisseur und sein Komponist ein derartiges Kreativteam. Die Lyrics zu den Songs von Twin Peaks schrieb der Regisseur seinem Komponisten selbst, gemeinsam produzierten sie den Soundtrack und gemeinsam machten sie eine Sängerin zum Star: Julee Cruise, mit „The Nightingale“, „Into the Night“ und „Falling“. In ihrer Stimme, wie ein hauchender Engel, liegt ein doppelbödiger Reiz, süß und bitter. Naiv ist, wer sich dieser Unschuld anvertraut.“ (Quelle: http://www.amazon.de/Twin-Peaks-Angelo-Ost-Badalamente/dp/B000002LMM)

Angelo Badalamenti bei Wikipedia Infos zum Film und Serie Twin Peaks bei Filmzentrale.com

Natürlich hat der Film und die Serie selbst einen Eintrag bei Wikipedia

Ein Review zum Film bei Cinefacts