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Ammer & Haage – 7 Dances Of The Holy Ghost (2005)


Es geht auf Weihnachten zu und damit kommt auch das Heilige in unseren Breitengraden stärker zum Tragen. Zeit für Andreas Ammer und Ulrike Haage, die auf ihre Art den Heilgen Geist zum Tanzen bringen. Auf diesem Album, oder ist es ein Hörspiel (?), tauchen die beiden ein in die Welt der Märtyrer, dem (bürokratisch formalen) Akt einer Heiligsprechung, der Symbole, der Sagen und Mythen, der Verehrungen der Heiligen  (allein bei Johannes Paul II gab es über 250 Heiligsprechungen) und und und erzählen dabei zahlreiche Geschichten über Wunder und wundersames. Sie streifen durch vergangene Äonen und verweben sie mit der Jetztzeit, wenn Radio Maria zum Klingen kommt oder TV-Prediger durch den Sampler gejagt werden. Stimmlich hervorragend getragen wird dieses Arrangement von Katharina Franck, Ben Becker und Phil Minton. Fazit: Das Album bringt eine heilige, aber keine stille Nacht. 


Meine Bildassoziation mit dem Album: Ein Foto aus der wahrlich beeindruckenden, leuchtend goldenen und reich verzierten Königlichen Kapell in Palermo

 

Philip Glass – Koyaanisqatsi (1983/1998/2001)

Reinhören
Schon ziemlich altes Album, aber es wird wohl Jahr für Jahr aktueller wird. Es handelt sich hierbei um die von Philip Glass komponierte Filmmusik zum ersten Film der Qatsi-Triologie von Godfrey Reggio. Im Film wird der Eingriff des Menschen in die Natur thematisiert. So ist auch der Filmtitel programmatisch gewählt, bedeutet der in der Sprache der Hopi-Indianer soviel wie „Leben im Ungleichgewicht“. Und die Musik schmiegt sich an die Bilder, so dass es fast den Anscheint hat, erst hätte Philip Glass seine Komposition geliefert, damit Godfrey Reggio seinen Film dazu machen kann. Die Intensität, die sich während des Albums/Films aufbaut, ist atemberaubend – und dass im wortwörtlichen Sinne, wie ich aus eigener Erfahrung im Kino sagen darf. Philip Glass baut hier aus dem Nichts und der Harmonie eine Dramatik auf, die ihresgleichen sucht (und ich sie in der Filmmusik von Magnolia hin und wieder ebenfalls entdecke). „Es gibt nicht viele Soundtracks, die man wirklich gehört haben muss, aber dieser ist definitiv einer der wichtigsten des 20. Jahrhunderts; es gibt nicht viele Werke der Minimal Music, die ich jedem vorbehaltlos an Herz (oder ins Ohr) legen würde, Philip Glass‘ „Koyaanisqatsi“ ist mit Sicherheit eines dieser ganz raren Werke, die alle Musikhörer faszinieren können: schlichtweg unverzichtbar…“ (http://schallplattenmann.de/a118359-Philip-Glass-Koyaanisqatsi.htm)

Aber neben der ausgezeichneten Musik gilt es, den Film an dieser Stelle zu würdigen und jedem, der ihn noch nicht sah, soll empfohlen werden, dies nachzuholen. Am Besten in einem Kino mit ausgezeichneter Musikanlage. Immerhin wurde der Film von dem Filmwissenschaftler James Monaco zu einem der fünf wichtigsten Filme der Gegenwart erklärt.

Also auf ins Kino/Videothek…!

Wikipedia mit weiteren Informationen

Das Album auf der Webseite von Philip Glass: http://www.philipglass.com/music/recordings/Koyaanisqatsi-09.php

Michael Nyman Band – The Cook, the Thief, his Wife and her Lover (1989)

„For this, his seventh soundtrack for director Peter Greenaway, Nyman deftly orchestrates a mix of strings, horns, and voices to produce another of his fetching and romantic minimalist backdrops. The opening „Memorial“ is the highlight of the lot and drives along with stuttering saxophones, an insistent string arrangement, elegiac brass solos, and the soaring vocals of soprano Sarah Leonard (Leonard would be featured on a large part of the Prospero’s Books soundtrack). The piece was originally inspired by a 1985 Belgian soccer match tragedy, in which 39 Italian fans were killed. Nyman utilized a death march in his earlier Greenaway collaboration, Drowning by Numbers, and revives the scheme to great effect here for what would become the main theme of The Cook, the Thief, His Wife, and Her Lover. Nyman contrasts the piece’s climatic quality with two relatively sedate yet brooding numbers. There’s also a rousing performance of his „Miserere“ (performed by the London Voices choir) and a violin and piano paraphrase of the same piece to add to an already solid soundtrack. Nyman is again aided by his crack band, which includes such standouts as violinist Alexander Balanescu and tenor saxophonist John Harle. Along with the soundtracks to The Piano and Prospero’s Books, this is an essential title in the Nyman catalog. (Stephen Cook)“ (http://www.artistdirect.com/nad/store/artist/album/0,,68795,00.html)

Wikipediaeintrag zu Michal Nyman

Wikipedia zum gleichnamigen Film