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Wege der Hochschulöffnung: Berufs- und Kompetenzorientierung

Die TU Kaiserslautern lädt am 20.-21.6.17 zur Fachtagung „Berufsorientierung“ und  Abschlusstagung des Verbundprojekts 
„Offene Kompetenzregion Westpfalz“ ein. Interessierte erhalten hier die Möglichkeit,  sich einen Überblick über einen Teil der Ergebnisse der Projektarbeit von OKWest der letzten sechs Jahre zu verschaffen. Weiterer Schwerpunkt wird das Thema Berufsorientierung im Zuge der Hochschulöffnung sein. 

Ich darf auf zwei Slots einen Beitrag leisten und werde von den Ergebnissen meiner Suche nach Motiven potentieller nicht-traditioneller Studierender, KEIN Studium aufzunehmen und über die Kriterien kompetenzorientierter didaktischer Ansätze berichten.

Das Programm gibt es hier: https://www.disc.uni-kl.de/fachtagung2017/programm/

 

Vorträge “Offene Kompetenzregion Westpfalz” online

Wie ich vor kurzem bereits berichtete, werden die Vorträge aus der Reihe “Offene Kompetenzregion Westpfalz” nach und nach veröffentlicht. Mittlerweile sind fast alle Beiträge online abruf- und einsehbar. Auch an die Nutzer von Apple-Computern wurde gedacht, so dass alle Vorträge als Quick Time zur Verfügung gestellt werden.

Konkret sind folgende Beiträge nun im Netz verfügbar:

Dann fehlt nur noch der Beitrag von Prof. Dr. Christan Harteis zum Thema „Auswirkungen des Bologna-Prozesses: Eine Expertise der Hochschuldidaktik“, der sicher in wenigen Tagen ebenfalls zur Verfügung stehen wird.

Wandel von Lehre und Studium an deutschen Hochschulen

Die Bologna-Reform hat das Studium und das Studieren maßgeblich verändert. Es gibt bereits einige Untersuchung zur Belastung der Studierenden der „neuen“ Studienabschlüsse (Stichwort: Die Workload im Bachelor). Das Internationale Zentrum für Hochschulforschung Kassel führt derzeit eine Befragung bei den Lehrenden der Hochschulen durch, um den Wandel von Lehre und Studium aus der Perspektive dieser Zielgruppe zu beleuchten. Unter der Adresse http://lessi-2011.de/ können Hochschullehrende bundesweit an der Untersuchung teilnehmen, indem sie einen Fragebogen (Umfang ca. 20-30 Minuten) ausfüllen.

Folgende Fragen sollen dabei näher beleuchtet werden:

  • Wie bewerten die Lehrenden die Veränderungen in Lehre und Studium der letzten Jahre?
  • Welche Erfahrungen wurden bei der Einführung der Bachelor- und Masterstudiengänge gemacht?
  • Worauf sollte nach Ansicht der Lehrenden bei der Gestaltung von Lehre und Studium zukünftig Wert gelegt werden?
  • Wie lassen sich die Arbeitsbedingungen der Lehrenden charakterisieren und welche Karriereperspektiven werden gesehen?

Ich bin mal auf die Ergebnisse gespannt…

Die Zeitlast der Studierenden

Rolf Schulmeister ist ja kein Unbekannter in verschiedenen Wissenschaftsbereichen – mir begegnete er viel im und um das Themenfeld eLearning in Literatur, auf Tagungen… Die Ergebnisse eines seiner jüngeren Projekte mit dem Titel „ZEITlast“ überraschten nicht nur ihn (als Buch bei Amazon: Die Workload im Bachelor: Zeitbudget und Studierverhalten: Eine empirische Studie). Auch von Anderen werden die Ergebnisse, sowie darauf aufbauend die Methodik bei der Datenerhebung, Strichprobenauswahl etc. äußerst genau unter die Lupe genommen. Denn was Schulmeister in seiner Untersuchung rausgefunden hat, entspricht (wie häufig bei seinen Ergebnissen :-)) nicht dem Mainstream. Er untersuchte die tatsächliche wöchentliche Arbeitsbelastung von Studierenden nach der Bologna-Reform des Hochschulwesens. Dabei stellte er fest, dass diese um einiges niedriger ausfällt, wie lange befürchtet oder angenommen. Nach Auswertung aller Daten kommt Schulmeister auf eine durchschnittliche Arbeitsbelastung von ca. 23 Stunden pro Woche bei Studierenden, was doch deutlich unter den bislang kursierenden Zahlen liegt. Hierfür wurden über 400 Studierende deutschlandweit und studiengangübergreifend befragt. Ganz interessant, wie ich finde und ich ich bin schon gespannt auf die Ergebnisse der Workload-Untersuchung an der TU Kaiserslautern.

Eine Kurzinfo zur Untersuchung von Schulmeister inklusive vieler interessanter und amüsanter Kommentare findet man unter nachfolgendem Link: http://www.zeit.de/2011/20/C-Studienzeit

Reform der Bologna-Reform?

Die Umgestaltung der Studiengänge auf Bachelor und Master geht mit vielen Problemen einher. Mittlerweile fordert auch der Deutsche Hochschulverband eine Reform der Reform, weil viele Ziele nur partiell oder gar nicht erreicht werden. Zu den Forderungen gehören:

  • Der Master als Regelabschluss
  • Erhalt des Diploms
  • Erhöhung der Mobilität durch Hochschulverbünde
  • „Präme bei erfolgreicher Vermittlung“ von Absolventen der Unis in ihren Beruf
  • Schonfrist für eine Fächer bei der Umgestaltung zu Bachelor und Master

Mehr dazu als pdf beim Hochschulverband und bei Spiegel-Online